Stadt Münster: Feuerwehr - Kampfmittelüberprüfung

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Kampfmittelüberprüfung

Kampfmittelüberprüfung

Bei mehr als 100 Luftangriffen während des 2. Weltkrieges wurden über der Stadt Münster ungefähr 32 000 Sprengbomben und über 640 000 Brandbomben abgeworfen. Ein erheblicher Teil dieser Kampfmittel - Fachleute sprechen von ca. 15% - explodierte nicht und blieb als Blindgänger in Wohngebieten, zwischen Industrieanlagen aber auch auf freien Flächen, die damals Grün- und Weideland waren und heute als Baugebiete erschlossen werden, liegen. Zusammen mit nicht detonierten Granaten der in und um Münster dicht vertretenen Flakstellungen und den Waffen und der Munition, die von auf dem Rückzug befindlichen deutschen Soldaten in Bombenkratern, Erdlöchern oder Gewässern versenkt wurden, bilden sie noch heute ein höchst brisantes Gefahrenpotential. Daher besteht die Vorschrift, nach der Baugrundstücke vor der Aufnahme der Bauarbeiten auf ihre Kampfmittelfreiheit überprüft werden müssen, vollkommen zu Recht und wird gerade in der Stadt Münster, von der auch heute noch große Teile des Stadtgebietes als Kampfmittelverdachtsfläche gelten, sehr ernst genommen.

Die einer Überprüfung durch den staatlichen Kampfmittelbeseitigungsdienst vorausgehenden Maßnahmen, insbesondere die Beurteilung der für Baumaßnahmen vorgesehenen Flächen, die Benachrichtigung der Bauwilligen und das Zusammenstellen der für die beabsichtigte Kampfmittelüberprüfung erforderlichen Unterlagen und die Antragstellung an den Kampfmittelbeseitigungsdienst, liegen in den Händen der Feuerwehr. Hier weiß man also ständig "wo was läuft" und kann sich rechtzeitig auf die anstehenden Räum- oder Entschärfungsmaßnahmen einstellen.

Bei Zufallsfunden ist die Feuerwehr sowieso als erste vor Ort. Der Bedarf an Feuerwehrkräften im Verlauf einer Entschärfung kann sich von der Bereitstellung eines Rettungswagens bis zum Einsatz umfangreicher Einheiten zur Begleitung von Evakuierungsmaßnahmen erstrecken. Auch hier ist es gut, wenn man die zur Lagebewältigung erforderlichen Einsatz- und Hintergrundinformationen schon aus dem Alltagsgeschäft kennt.



 

Zusatzinfos

Kontakt

Susanne Reckhorn-Lengers
Tel. 02 51/20 25-84 14