Arzneimittel und Gefahrstoffe

Arzneimittel

Das Gesundheitsamt überprüft im Sinne eines angewandten Verbraucherschutzes die Abgabe und den Umgang mit Arznei- und Betäubungsmitteln in Betrieben und Einrichtungen, die Arzneimittel an Endverbraucher abgeben. Dazu zählen Einzelhandelsbetriebe, Apotheken, Arztpraxen und Krankenhäuser. Soweit erforderlich werden auch Proben zur Untersuchung genommen.

Angebote von Arzneimitteln im Internet

Hier sollten Sie auf Folgendes achten:

  • Handelt es sich im Falle einer Apotheke um eine Versand-Apotheke mit entsprechender Erlaubnis? Die Erlaubnis wird nach behördlicher Prüfung der umgesetzten rechtlichen Anforderungen erteilt. Eine Übersicht über zugelassene Versand-Apotheken finden Sie unten.
  • Im Rahmen des Einzelhandels dürfen nur freiverkäufliche Arzneimittel versandt werden. Das Angebot von Arzneimitteln im Internet wird leider nicht immer seriös durchgeführt. So ist es bereits zu Angeboten und Verkäufen gefälschter Arzneimittel und solchen mit gesundheitsschädlichen Eigenschaften gekommen.


Import von Arzneimitteln aus dem Ausland

Arzneimittel dürfen zwar bei der Einreise nach Deutschland in geringen Mengen mitgeführt werden, jedoch ist bis auf den Bezug von Arzneimitteln aus Staaten der EU/EWR (Europäische Union/Europäischer Wirtschaftsraum) in bestimmten Fällen der Bezug von Arzneimitteln aus dem Ausland nicht erlaubt. Der Zoll kann jederzeit entsprechende Produkte sicherstellen. Im Falle von Verstößen gegen die Einfuhrvorschriften für Arzneimittel informiert der Zoll das Gesundheitsamt.

Der Bezug ärztlich verschriebener Arzneimittel über eine Apotheke stellt den rechtmäßigen Weg dar. Dabei wird von der Apotheke die Notwendigkeit und Angemessenheit der Verordnung eines ausländischen Arzneimittels gegenüber den in der EU verfügbaren  Arzneimitteln geprüft. Ist kein entsprechend vergleichbares Arzneimittel in der EU vorhanden und ist das verordnete Produkt nicht gesundheitsschädlich, kann der Import über eine Apotheke erfolgen. Generell kann das Gesundheitsamt bei Regelverstößen oder im Falle einer absehbaren Gefährdung für den Verbraucher rechtliche Maßnahmen ergreifen.

Betäubungsmittel

Betäubungsmittel sind auch Arzneimittel mit einem Sucht erregenden Potenzial. Weil Missbrauch und illegaler Umgang verhindert werden sollen, ist ihr Verkehr streng überwacht und gesetzlich geregelt. Alle am Verkehr mit Betäubungsmitteln Beteiligten haben den Verbleib bis zur Aushändigung an den Verbraucher lückenlos nachzuweisen. Betäubungsmittel werden ärztlich verschrieben bei starken Schmerzen, bei psychischen Leiden und als Ersatzmittel in der Drogensucht-Behandlung. Das Gesundheitsamt überprüft das Verschreiben und die Abgabe von Betäubungsmitteln sowie den Betäubungsmittelverkehr in Krankenhäusern und Arztpraxen.

Reisen mit Betäubungsmitteln

Sollen Betäubungsmittel während einer Reise ins Ausland mitgenommen werden, ist eine Bescheinigung mitzuführen, die Zollbehörden zum Nachweis des Bedarfs vorgelegt werden kann.

Das Gesundheitsamt bestätigt hierfür vorgesehene Formulare nach ärztlicher Bescheinigung der individuellen Verordnung. Es gibt zwei anerkannte Formular-Muster für die Mitnahme von Betäubungsmitteln ins Ausland. Welches Formular benötigt wird hängt davon ab, wohin man verreisen will.

Bei Reisen in die Länder der EU/EWR (Europäische Union/Europäischer Wirtschaftsraum) wird das Formular nach Schengener Abkommen benötigt, bei Reisen in andere Staaten der Welt wird das Formular des International Narcotic Control Board (INCB) empfohlen. Beide Formulare finden Sie auf den Seiten des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte, Bundesopiumstelle siehe unten.

Werden für die Drogensubstitution Betäubungsmittel auf Reisen mitgeführt, beschränkt sich der rechtlich zulässige Zeitraum der Mitnahme in einem Jahr (nicht Kalenderjahr) auf 30 Tage. Ansonsten ist die Bescheinigung einer Mitnahme von Betäubungsmitteln für einen Bedarf von max. 30 Tagen pro Bescheinigung statthaft.

Verfahren
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin das Formular ausfüllen und kommen Sie damit zum Stühmerweg. Sprechstunde s. Kasten rechts.
Damit wir die Angaben bestätigen können, benötigen wir:

  • das ärztliche Rezept (bei Drogensubstitution)
  • den Personalausweis
  • falls jemand anders beauftragt ist, die Bescheinigung abzuholen, die Vollmacht der Person, für die die Bescheinigung ausgestellt wurde.

Bei längeren Reisen informieren Sie sich vor Reiseantritt bei der diplomatischen Vertretung des Einreiselandes über die Einfuhrbestimmungen. Dies gilt auch für das Mitführen von Betäubungsmitteln außerhalb des Geltungsbereiches des Schengener Abkommens.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den Amtsapotheker Jochen Hendrichs (s. Kontakt rechts).


Kontakt

Jochen Hendrichs
Tel. 02 51/4 92-53 41

Vereinbaren Sie bitte für Ihr Anliegen einen Termin.

Offene Sprechzeit für Bescheinigungen nach Schengener Abkommen
Mittwoch 8.30 - 9.30 Uhr
Zimmer 211, 2. Etage


Adresse
Stühmerweg 8

Fax 02 51/4 92-77 91