Stadt Münster: Jib - Für Eltern

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Info & Beratung

SCHULDEN? NEIN DANKE! Für Eltern

Soll mein Kind Taschengeld bekommen?
Muss ich meinem volljährigen Kind Unterhalt zahlen?
Wie lange wird Kindergeld bezahlt?

Antworten auf diese Fragen finden Sie hier:


Taschengeld

Es gibt keinen "Rechtsanspruch" auf Taschengeld. Kinder und Jugendliche erlernen aber durch das Taschengeld einen frühzeitigen und bewussten Umgang mit Geld. Dabei werden die Grundlagen für sinnvolles Haushalten im Erwachsenenalter geschaffen.

Das Thema Taschengeld gibt den Eltern und Kindern auch die Möglichkeit über Wirtschaften, Haushalten und Planen zu sprechen.

Zur Orientierung über die Höhe des Taschengelds gibt es Taschengeldtabellen.

Um Wünsche besser planen zu können und dafür notwendige Sparbeträge leichter ausrechnen zu können, gibt es einen kostenlosen Taschengeldplaner oder als kostenlose App.



Taschengeldparagraph (§ 110 BGB, Bewirkung der Leistung mit eigenen Mitteln)

Es gibt Verträge, die Jugendliche zwischen 7 und 17 Jahren (beschränkt Geschäftsfähige) ohne Einwilligung ihrer Eltern schließen können (§ 110 BGB). Diese sind aber die Ausnahme. Voraussetzung ist, dass die Jugendlichen mit Geld bezahlen, das sie eigens zu diesem Zweck erhalten oder zur freien Verfügung haben (Taschengeld).

Hat beispielsweise ein Jugendlicher Geld geschenkt bekommen, das er für seinen Führerschein sparen soll, so kann er damit rechtskräftig keinen Mantel kaufen – der Taschengeldparagraph ersetzt die Einwilligung der Eltern nicht generell für alle Geschäfte, die Jugendliche mit Taschengeld, eigenem Arbeitseinkommen oder Geldgeschenken bezahlen.

Hinweis:

Der Taschengeldparagraph gilt nur, wenn Jugendliche den Kaufpreis bar bezahlen. Werden im Internet oder am Telefon z. B. Zeitschriften abonniert, deren Kaufpreis monatlich vom Taschengeldkonto abgebucht wird, ist hierfür immer die Zustimmung der Eltern notwendig.

Quelle:



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Unterhalt

Eltern sind dazu verpflichtet, den Lebensbedarf ihres Kindes sicherzustellen (§ 1601 BGB).

Minderjährige Kinder sind immer berechtigt, Unterhalt zu fordern. Volljährige Kinder hingegen müssen grundsätzlich selbst für ihren Lebensunterhalt aufkommen. Es sei denn, sie sind in Ausbildung. Eltern schulden grundsätzlich ihrem volljährigen Kind Unterhalt bis zum Erreichen eines ersten berufsqualifizierenden Abschlusses (§ 1610 Absatz 2 BGB).

Dabei ist das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme zwischen Eltern und ihren Kindern (§ 1618 a BGB) zu berücksichtigen.

Nach Abschluss einer Ausbildung oder eines Studiums muss das Kind grundsätzlich seinen Unterhalt selbst sicherstellen und kann keinen Unterhalt mehr von den Eltern verlangen. Einen Anspruch auf Unterhalt für eine weitere Berufsausbildung kann grundsätzlich nicht geltend gemacht werden. Unter bestimmten Voraussetzungen wird ein weiterer Unterhaltsanspruch bejaht (z. B. bei Abitur-Lehre-Studium-Fälle).

Eine Orientierungshilfe zum Unterhaltsrecht:



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Kindergeld

Kindergeld ist eine staatliche Leistung, die den Lebensunterhalt von Kindern sichern soll, indem die Eltern unterstützt und finanziell entlastet werden.

Nach dem Einkommenssteuergesetz erhalten grundsätzlich deutsche Staatsangehörige Kindergeld, wenn sie in Deutschland ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben. Außerdem gelten für EU-Bürger, Asylberechtigte sowie andere Ausländer besondere Regelungen und Mitteilungspflichten.

Die Kindergeldzahlung endet grundsätzlich bei Vollendung des 18. Lebensjahres. Falls das Kind ausbildungs- oder arbeitssuchend gemeldet ist, wird es bis zum 21. Lebensjahr gezahlt. Während einer schulischen oder betrieblichen Berufsausbildung oder Studium wird das Kindergeld grundsätzlich bis zum 25. Lebensjahr bezahlt.

Es gibt aber kein Kindergeld mehr, wenn beispielsweise die relevante Altersgrenze erreicht worden ist, oder wenn die Ausbildung abgeschlossen worden ist oder aufgegeben worden ist, oder auch wenn die Bemühungen um einen Ausbildungsplatz aufgegeben worden sind.

Der Antrag auf Kindergeld ist in der Regel bei der Familienkasse der zuständigen Agentur für Arbeit zu stellen.

Ein ausführliches Merkblatt zum Kindergeld ist zu finden unter:



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Zusatzinfos

Ansprechpartnerin

Heike Kammerer
Tel. 02 51/4 92-58 58