Betreuungs- und Verpflegungskosten im Ganztag

Unter bestimmten persönlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen kann der Elternbeitrag für das Betreuungsangebot und für die Verpflegungskosten auf Antrag ganz oder teilweise erlassen werden. Dieser Antrag wird im Amt für Kinder, Jugendliche und Familien bearbeitet.



Schulbücher (Übernahme des Eigenanteils)

Bei der Anschaffung von Schulbüchern müssen die Eltern einen Teil der Kosten zahlen. Wer Leistungen nach dem SGB XII, also laufende Hilfe zum Lebensunterhalt, bekommt, kann einen Antrag auf Erstattung der Kosten stellen. Dann wird der so genannte Eigenanteil bei den Schulbüchern von der Stadt übernommen.

Der Eigenanteil für Schulbücher für SGB II-Empfänger und Empfängerinnen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bzw. Jugendhilfegesetz wird zurzeit als freiwillige Leistung von der Stadt Münster übernommen. Eine Übernahme bei Personen, die lediglich Wohngeld, aber keine der vorgenannten Leistungen erhalten, ist leider nicht möglich.
Kosten für sonstige Schulmaterialien (zum Beispiel Taschenrechner, Hefte, Schreibmaterial, Sportzeug, usw.), Kopiergeld oder Klassenkasse usw. können nicht übernommen werden. Für viele Schüler/innen wird hierfür aber durch das Sozialamt bzw. Job-Center ein pauschaler Zuschuss gewährt.

Die Anträge auf Übernahme des Eigenanteils für Schulbücher können beim Amt für Schule und Weiterbildung gestellt werden. Bei der Antragsstellung sind die notwendige Unterlagen (Münster-Pass oder Bewilligungsbescheid) sowie die Mitteilung der Schule über zu beschaffende Bücher als Kopie einzureichen.



Schülerfahrkosten

Schülerinnen und Schüler, die mit Bus oder Bahn zur Schule kommen, können die Fahrkosten erstattet bekommen. Die Stadt Münster übernimmt als Schulträger die notwendigen Schülerfahrkosten, die bis zur nächstgelegene städtische Schule der entsprechenden Schulform entstehen. Maßgebliche Anspruchsvoraussetzung ist die Länge des Schulweges.

Der Schulweg ist übrigens der kürzeste Fußweg zwischen der Wohnung der Schülerin / des Schülers und der nächstgelegenen Schule des entsprechenden Schultyps. Einen Anspruch auf Übernahme von Schülerfahrkosten haben Schülerinnen und Schüler in NRW bei Schulwegen folgender Länge:

  • Grundschulen, Förderschulen (Klassen 1 bis 4) bei Schulwegen von mehr als 2 km
  • Förderschulen (Klassen 5 bis 10), Hauptschulen, Realschulen, Sekundarschulen, Gesamtschulen (Klassen 5 bis 10), Gymnasien (Klassen 5 bis 10) bei Schulwegen von mehr als 3,5 km
  • Gesamtschulen (Klassen 11 bis 13), Gymnasien (Klassen 11, 12 und gegebenenfalls 13), Berufskollegs bei Schulwegen von mehr als 5 km

In der Regel haben diese Schülerinnen und Schüler einen Anspruch auf Ausstellung eines ermäßigten goCardAbos der Verkehrsgemeinschaft Münsterland. Mit dem goCardAbo erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, alle schulischen Fahrten nach Münster ganzjährig durchzuführen. Das goCardAbo enthält außerdem die Möglichkeit, in der Freizeit ebenfalls ganzjährig im gesamten Münsterland beliebig mit dem ÖPNV zu fahren. Für diese Freizeitnutzung wird ein Eigenanteil erhoben. Der genaue Eigenanteil richtet sich zurzeit nach folgender Staffelung:

  • für volljährige Schülerinnen und Schüler = 10,90 €
  • für das erste minderjährige Kind = 10,90 €
  • für das zweite minderjährige Kind = 5,50 €

Der Eigenanteil entfällt für das dritte und jedes weitere minderjährige Kind einer Familie, sowie für anspruchsberechtigte Schülerinnen und Schüler, die laufende Leistungen nach dem SGB XII erhalten. Unter der Voraussetzung, dass Münster Schul- und Wohnort ist, erhalten auch Inhaber eines Münsterpasses eine 50-prozentige Ermäßigung auf die von ihnen zu entrichtenden Eigenanteile. Der jeweilige Verkehrsträger ermittelt die Höhe des zu zahlenden Eigenanteiles. Die Beantragung des goCardAbo erfolgt bereits im Rahmen der Schulanmeldung. Bei Schulen in privater Trägerschaft (Waldorfschule, Montessorischule, Friedensschule u.a.) ist der jeweilige Träger für die Erstattung von Fahrkosten zuständig.

Die Bewilligung der Fahrkostenerstattung erfolgt jeweils für ein Schuljahr im Voraus. Wird die Schule an weniger als 4 Tagen in der Woche besucht oder aber ein Vollzeitunterricht in geringerem Umfang, kann eine goCardAbo aus Kostengründen nicht zur Verfügung gestellt werden. Die entstandenen Fahrkosten können dann nachträglich erstattet werden. Dem Antrag sind die entsprechenden Fahrbelege beizufügen. Es ist darauf zu achten, dass nur die preisgünstigste Fahrkarte (Mehrfach-, Wochen- oder Monatkarte) bei der Abrechnung zugrunde gelegt werden kann.

Bei den Berufskollegs können lediglich Schüler/innen des Berufsgrundschuljahres, der Vorklasse zum Berufsgrundschuljahr, der Bezirksfachklassen der Berufsfachschule und der Fachoberschulklassen 11 und 12 Schülerfahrkosten beantragen. Allerdings dürfen sie noch keine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Schülerinnen und Schüler von Bezirksfachklassen zahlen einen Eigenanteil von 50 Euro monatlich. Alles, was darüber hinaus geht, wird bis zu einem Höchstbetrag von 50 Euro im Monat übernommen.

Hinweis: Es können nur an Schultagen entstandene Fahrkosten übernommen werden. Kosten für Abonnements werden dementsprechend anteilig umgerechnet.

Anträge auf Erstattung von Schülerfahrkosten müssen für das abgelaufene Schuljahr bis spätestens 31.10. des Jahres gestellt werden. Später eingehende Anträge können nicht mehr berücksichtigt werden (Ausschlussfrist).



Schulmitwirkung/ SV-Fahrten

Grundsätzlich gibt es für Aktivitäten in der Schule zwei Zuschuss-Möglichkeiten:

  • Eigenmittel der Schule
    Jeder Schule stehen eigene Finanzmittel auch für Schulmitwirkungsaktivitäten zur Verfügung. Das muss innerhalb der Schule beantragt, ausgehandelt und entschieden werden (Schulleitung / Schulkonferenz).
  • Sondermittel des Amtes für Schule und Weiterbildung
    Der Rat der Stadt hat Haushaltsmittel bereitgestellt, mit denen Veranstaltungen im Rahmen der Schulmitwirkung gefördert werden können. Diese Mittel - zum Beispiel für eine SV-Fahrt oder eine Referentin / einen Referenten für den Elternabend - werden beim Amt für Schule und Weiterbildung beantragt. Ein Zuschuss ist mindestens vier Wochen vor Durchführung der Veranstaltung zu beantragen. Aktuelle Informationen und ein entsprechendes Merkblatt können Ihnen auf Wunsch zur Verfügung gestellt werden (Tel. 02 51/4 92-40 15).

Schüler-BAföG

Das so genannte "Schüler-BAföG" können Schülerinnen und Schüler beantragen, die weiterführende allgemein bildende Schulen ab Klasse 10 besuchen, und zwar:

  • Berufsfachschulen, einschließlich der Klassen aller Formen der beruflichen Grundbildung
  • Fach- und Fachoberschulklassen
  • Weiterbildungskollegs und Berufsaufbauschulen

Ein Anspruch auf Leistungen nach dem BAföG besteht immer dann, wenn der Ausbildungsbedarf nicht durch eigenes Einkommen und Vermögen oder das Einkommen des Ehepartners und der Eltern gedeckt ist und der/die Auszubildende bestimmte persönliche Voraussetzungen (z.B. Staatsangehörigkeit, Höchstalter) erfüllt.
Für bestimmte Ausbildungsarten (z.B. allgemein bildende Schulen) wird eine Ausbildungsförderung zudem nur dann gewährt, wenn die Schülerinnen und Schüler nicht bei den Eltern wohnen und auswärts untergebracht sein müssen.
Anträge auf Förderung nach dem BAföG sind beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung zu stellen. BaföG wird frühestens vom Beginn des Antragsmonats gezahlt (nicht rückwirkend!).



Kontakt

Stadthaus 1
Klemensstraße 10
48143 Münster

Postanschrift:
48127 Münster

Tel. 02 51/4 92-40 01
Fax 02 51/4 92-77 23

bildung(at)stadt-muenster.de

Schulbücher (Übernahme des Eigenanteils)

Bettina Jahnig
Tel. 02 51/4 92-40 62
Zimmer 791

Edith Schulte
Tel. 02 51/4 92-40 45
Zimmer 791

Gaby Wehning
Tel. 02 51/4 92-40 90
Zimmer 791

Schülerfahrkosten

Cornelia Drewes
Tel. 02 51/4 92-40 25
Zimmer 661

Bettina Neuenstein
Tel. 02 51/4 92-40 40
Zimmer 662

Holger Rottstock
Tel. 02 51/4 92-40 39
Zimmer 662

Marcus Ueschner
Tel. 02 51/4 92-40 41
Zimmer 660

Schulmitwirkung/SV-Fahrten

Heribert Giffhorn
Tel. 02 51/4 92-40 15
Zimmer 782