Stadt Münster: Verkehrsplanung - Besonderheiten in Münster

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In Münster unterwegs mit dem Rad

Besonderheiten in Münster

In Münster sind viele Maßnahmen und Hilfen für sicheres und komfortables Radfahren realisiert worden. Sie können an verkehrsreichen Hauptstraßen gut ausgebaute Radwege nutzen und in sämtlichen Wohnstraßen sicher in Tempo-30-Zonen fahren. Aber auch weniger bekannte Maßnahmen für den Radverkehr wie Fahrradstraßen, die fast lückenlose Freigabe von Einbahnstraßen in Gegenrichtung für den Radverkehr, Bus- und Radspuren, Fahrradschleusen, Bike-and-Ride-Angebote und Kurzparkzonen gehören zum Angebot. Sie können virtuell hier im Netz eine große Rundtour durch die Innenstadt Münsters abfahren, um die vielen Beispiele aus der Planungspraxis kennen zu lernen.


radtour 1. Radstation 2. Fahrradstraße Schillerstraße 3. Fahrradschleuse Bremer Straße 4. Klassischer Bordsteinradweg 5. Ampel verschafft Radfahrern Vorfahrt 6. Promenade 7. Fahrradwegweisung 8. Neutor, Querung Promenade 9. Fahrradstraße Frauenstraße mit Induktionsschleifen 10. Unechte Einbahnstraße Krummer Timpen 11. Fahrradschleuse Aegidiitor 12. Fahrradparken vor der Mensa 13. Radfahren ohne Unterbrechung 14. Radweg mit Freigabe für Busse 15. Kreisverkehr ohne Radwege 16. Radfahrstreifen Hafenstraße 17. Fahrradluftpumpe 18. Freifahrtschein für die Fußgängerzone
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1. Radstation

Direkt am Bahnhof wurde 1999 die bundesweit größte Radstation mit inzwischen 3.300 Stellplätzen eröffnet. Etwa 95% der Nutzer sind Bahnfahrer. Zu den Service-Angeboten gehören eine Reparaturwerkstatt, eine Waschstraße für Fahrräder, ein Fahrradverleih und Gepäckfächer sowie touristische Informationen. Ein Tagesticket für Kurzparker kostet 70 Cent.

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2. Fahrradstraße Schillerstraße

Bereits 1990 wurde die Schillerstraße als erste Fahrradstraße in Münster ausgewiesen. Fahrradstraßen sind Anliegerstraßen in denen der Radverkehr Vorrang vor jeder anderen Verkehrsart hat. Auto- und Motorradverkehr sind in Münster aber weiterhin erlaubt. Die Schillerstraße ermöglicht Radfahrern eine zügige Verbindung zum Hauptbahnhof. Münster hat bisher 16 Fahrradstraßen eingerichtet.

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3. Fahrradschleuse Bremer Straße

An dieser Radfahrschleuse in der Bremer Straße fahren die Radfahrer vor den Autofahrern und sind so immer im Sichtfeld. Die Zufahrt zur Fahrradschleuse ist durch Verkehrszeichen geregelt. Radfahrer müssen nicht im Nebel der Autoabgase an der Ampel warten und können die Kreuzung zügig und sicher passieren.

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4. Klassischer Bordsteinradweg

Die Bordsteinradwege in Münster haben Tradition. Heute können Radfahrer an allen Hauptverkehrsstraßen, die von den Stadtteilzentren in die Innenstadt und von Stadtteil zu Stadtteil führen, über eigens gebaute Radwege fahren. Der klassische Bordsteinradweg ist in Münster rot gepflastert, liegt auf gleicher Ebene wie der Gehweg und hat zur Fahrbahn einen grauen Sicherheitstrennstreifen.

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5. Ampel verschafft Radfahrern Vorfahrt

In Münster haben Radfahrer Vorfahrt. Das zeigt sich zum Beispiel auch an Ampelkreuzungen. An dieser Doppelkreuzung an der Warendorfer Straße ist die Ampel so geschaltet, dass Radfahrer die Kreuzung noch vor dem Autoverkehr passieren können. Links abbiegende Fahrradfahrer können auf einer eigenen Spur die Kreuzung sicher überqueren.

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6. Promenade

Die ringförmig auf der ehemaligen Stadtbefestigung angelegte 4,5 km lange Promenade ist nur für den nicht motorisierten Verkehr freigegeben und deshalb für Radfahrer und Fußgänger sehr attraktiv. Die Radfahrer, die von den Stadtteilzentren oder Außenbezirken in die Innenstadt fahren, können die Promenade als Verteilerring nutzen. Für den Radverkehr ist die Promenade unverzichtbar. So wurden hier schon über 1.570 Radfahrer pro Stunde gezählt (2008).

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7. Fahrradwegweisung

Seit 2001 gibt es in Münster die beschilderte Wegweisung mit der Zielwegweisung, dem Wabensystem des Radelparks Münsterland und den touristischen Themenrouten. Mit dem Netz der Wegweisung bietet die Stadt Münster Radfahrern beschilderte Fahrradrouten mit ca. 245 km Gesamtlänge an.

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8. Neutor, Querung Promenade

Im Zuge der Neupflanzung der Promenade wurde zwischen den beiden Nachbarknoten eine zusätzliche direkte lichtsignalgeregelte Querung für Fußgänger und Radfahrer im Zuge der Promenade über die 5-streifige Straße Neutor eingerichtet.

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9. Fahrradstraße Frauenstraße mit Induktionsschleifen

Die Frauenstraße ist für Radfahrer eine wichtige Verbindung zwischen der Altstadt und den Einrichtungen der Universität im Schloss. Sie ist eine der bislang 16 Fahrradstraßen in Münster. An der Kreuzung Frauenstraße/Schlossplatz sichert eine Ampel den Verkehr. Radfahrer in und aus Richtung Schloss lösen die Ampel über Induktionsschleifen aus.

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10. Unechte Einbahnstraße Krummer Timpen

Viele Studenten sind auf der Straße Krummer Timpen unterwegs zur Unibibliothek. Um hier schnelle und möglichst direkte Verbindungen für Radfahrer zu schaffen, wurde die ehemals echte Einbahnstraße in eine unechte umgewandelt. Radfahrer dürfen generell in beide Richtungen fahren. Ein eigens markierter Radfahrstreifen sichert den Radverkehr entgegen der Einbahnstraße.

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11. Fahrradschleuse Aegidiitor

Eine großzügige Fahrradschleuse ermöglicht den Radfahrern ein direktes Linkseinbiegen in die Weseler Straße. Der nachfolgende Kfz-Verkehr behält dadurch die Übersicht – eine einfache, sichere und komfortable Lösung für die großen Radverkehrsmengen, insbesondere während der Mittagszeit zur Mensa am Aasee.

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12. Fahrradparken vor der Mensa

Seitdem eine große Fahrradparkanlage im Bereich der Fahrbahn vor der Mensa eingerichtet wurde, ist das Problem der wild abgestellten Fahrräder behoben. Kreuz und quer abgestellte Räder behindern jetzt nicht mehr den Verkehr. Von den über 8.000 Fahrradparkplätzen in der Innenstadt ist fast die Hälfte im Bereich der Universität eingerichtet worden.

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13. Radfahren ohne Unterbrechung

Kleine Maßnahme, große Wirkung: Zwischen der Bismarckallee und der Straße Am Kanonengraben wurde auf der Ostseite der Weseler Straße auf wenigen Metern ein einseitiger Radweg für beide Richtungen freigegeben. Mit dieser recht einfachen Lösung konnte eine kleine, aber für Radfahrer wichtige Lücke im Radwegenetz geschlossen werden.

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14. Radweg mit Freigabe für Busse

Auf der Moltkestraße gab es in beiden Fahrtrichtungen neben der normalen Fahrbahn eine Bussonderspur. Diese Busspuren wurden in Radfahrstreifen umgewandelt, die aber weiterhin auch für Busse freigegeben sind. Auf diese Weise konnte ein teurer Umbau der Straße vermieden werden.

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15. Kreisverkehr ohne Radwege

Die gesicherte Radverkehrsführung im hoch belasteten Kreisverkehr Ludgeriplatz wird durch eine frühzeitige und gesicherte Einfädelung des Radverkehrs mittels Schutzstreifen vor den Einmündungen zur Kreisfahrbahn erzielt. Gemeinsam mit den Kraftfahrzeugen und für die Kraftfahrzeugführer gut erkennbar fahren die Radfahrer in der rechten Spur des Kreisverkehrs mit.

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16. Radfahrstreifen Hafenstraße

Durch Ummarkierung der ehemals 4-streifigen Fahrbahn in eine 2+1-Lösung konnten erstmals beidseitig komfortable Radfahrstreifen geschaffen und somit eine wichtige Lücke im Radverkehrsnetz geschlossen werden.

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17. Fahrradluftpumpe

In der Altstadt vor dem Stadthaus 1 ist eine elektrisch betriebene Kompressorluftpumpe für Fahrräder installiert worden. Die Pumpe ist frostsicher und funktioniert auch im Winter. Die Nachfrage nach kostenloser Luft ist groß, weitere Pumpen in den Stadtteilen sind geplant.

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18. Freifahrtschein für die Fußgängerzone

Die Fußgängerzone Stubengasse ist für den Radverkehr freigegeben. Tagsüber dürfen Radfahrer dort fahren, wo auch Busse und Taxen zugelassen sind. Diese Regelung hat sich bewährt. Alle Verkehrsteilnehmer nehmen mehr Rücksicht aufeinander.

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