Stadt Münster: Villa ten Hompel - Kräfte bündeln für neue Kooperation

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Kräfte bündeln für neue Kooperation

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Schulleiter Frank Kaupert, Dr. Christoph Spieker und Lisa Rodenhäuser unterzeichneten den Kooperationsvertrag

Das Gelsenkirchener Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium und der Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster haben einen innovativen Kooperationsvertrag geschlossen. Verbindlich festgeschrieben sind damit Projekte, die Schülerinnen und Schülern die Auseinandersetzung mit Zeitgeschichte und Fragen nach Zivilcourage, mehr Toleranz, Minderheitenschutz und Menschenwürde ermöglichen - so beispielsweise im altersgerechten Lernparcours namens "Demokratiedschungel", der besonders beliebt in Klassen des 9. Jahrgangs ist.

Die neue Bildungspartnerschaft, die unter Schirmherrschaft des NRW-Schulministeriums steht, bündelt außerdem propädeutische Angebote für die Oberstufe und fächerbergreifende Aktivitäten, setzt aber auch lokal besondere Akzente. Konkret ist das Institut für Stadtgeschichte im Gelsenkirchener Wissenschaftspark eingebunden, wenn es um die Vor- und Nachbereitung einer Exkursion nach Weimar geht. Dort wird die Sekundarstufe II in Kürze die Gedenkstätte Buchenwald besuchen, den Ort eines früheren KZ und eines sowjetischen Speziallagers der Nachkriegszeit. Alles andere als eine einfache Kursfahrt, wirft die Begegnung mit Buchenwald doch Grundfragen menschlicher Existenz und Ethik auf. Auch die Frage nach dem "blinden Fleck" der Unfassbarkeit, die angesichts der Dimensionen von Willkür und Grausamkeit mit den NS-Massenverbrechen einher ging. Auch ein Bezug zu den Schlüsselwörtern, die über der Ausstellung der Villa ten Hompel stehen: "Geschichte - Gewalt - Gewissen".

Oberstudiendirektor Frank Kaupert als Schulleiter und Dr. Christoph Spieker, Direktor des Geschichtsorts Villa ten Hompel, unterstrichen bei der Vertragsunterzeichnung die Verbindlichkeit, aber auch die Vielseitigkeit der "BiPa Gedenkstätte und Schule", die es einzugehen lohne. Gerade im Konzert mit dem jüngsten Europa-Projekt am Gauß-Gymnasium oder dem Bezug zum Curriculum der unterschiedlichen Jahrgänge biete die Bildungspartnerschaft Chancen, auch die Persönlichkeiten der Schülerinnen und Schüler positiv weiter zu entwickeln und die jungen Menschen historisch-politisch urteilsfähig zu machen. Mitgliedern des Kollegiums seien zudem zusätzliche Möglichkeiten der Fortbildung eröffnet: Während der Yad Vashem-Lectures beispielsweise, einer Reihe der für Gelsenkirchen zuständigen Bezirksregierung, die in der Villa ten Hompel stattfindet.

Oberstudiendirektor Frank Kaupert und Studienrätin Lisa Rodenhäuser berichteten von der Begeisterung, die es im 9. Jahrgang bereits nach der ersten Reihe pädagogischer Pilotseminare gegeben habe. Der "Demokratiedschungel" sei begehrt, machten Dr. Christoph Spieker und sein Stellvertreter Stefan Querl als Gäste der Schule in Gelsenkirchen deutlich und dankten besonders der Schulleitung, der Fachkonferenz Geschichte wie allen Gremien, die den Kooperationsvertrag einmütig befürwortet hatten.
Am 20. Juni wurde auch in der Kardinal-von-Galen-Gesamtschule Nordwalde im Kreis Steinfurt ein solches Modell der Bildungspartnerschaft in einer großen Konferenz zur Diskussion gestellt.


 

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Geschichtsort Villa ten Hompel
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