Stadt Münster: Feuerwehr - 11.4.2018: Details zum Großeinsatz nach Amokfahrt am 7. April

Seiteninhalt

11.4.2018: Details zum Großeinsatz nach Amokfahrt am 7. April

Am Samstag, 7. April, fuhr gegen 15.20 Uhr ein Campingbus in Münsters Innenstadt in eine Gruppe von Menschen, die sich im Außenbereich einer Gaststätte aufhielt.

Dabei wurden zwei Personen getötet. Sechs Schwerstverletzte in akuter Lebensgefahr und mehr als 20 zum Teil schwer verletzte Personen sind die bisherige Bilanz. Ums Leben gekommen sind bei dieser Tat eine 51-jährige Frau und ein 65-jähriger Mann. Unmittelbar im Anschluss an die Tat beging der Täter Selbstmord.

Nach dem Ereignis gingen eine Vielzahl von Notrufmeldungen bei der Leitstelle der Feuerwehr Münster ein, sodass bereits zu Anfang des Einsatzes eine große Anzahl von Rettungskräften der Feuerwehr und des Rettungsdienstes alarmiert wurden.

Die Einsatzkräfte waren innerhalb kürzester Zeit vor Ort. Die Polizei sperrte die Unglücksstelle weiträumig ab. Im Verlauf der Menschenrettung musste die Sicherheit der Einsatzstelle neu bewertet werden, da Hinweise auf Gefahren durch das Unfallfahrzeug erkannt wurden, die zu einem erweiterten Polizeieinsatz mit Evakuierung von Teilen der Innenstadt führten.

In Absprache mit den vor Ort befindlichen Polizeibeamten wurden die bereits rettungsdienstlich erstversorgten Patienten aus dem direkten Umfeld des Fahrzeuges evakuiert und in näherer Umgebung weiter rettungsdienstlich versorgt. Erste Sichtungsergebnisse ergaben eine Vielzahl von Schwerverletzten mit höchster Transportpriorität.

Durch umfangreiche Nachalarmierungen von Einsatzkräften der Feuerwehr Münster, der Münsteraner Hilfsorganisationen, sowie vorgeplanter externen Rettungsdienstkomponenten aus Steinfurt und Warendorf konnte die schnelle Versorgung und der Transport der Patienten sichergestellt werden.

Durch die Einsatzleitstelle der Feuerwehr Münster wurden die Münsteraner Krankenhäuser verständigt, mit der Empfehlung den Krankenhausalarmplan ihrer Einrichtungen auf die Aufnahme und Versorgung von schwerverletzten Patienten vorzubereiten.

Es wurden 25 Patienten in sechs Münsteraner sowie zwei Krankenhäuser außerhalb von Münster transportiert.

Aus Erkenntnissen zu den globalen Ereignissen in jüngerer Zeit, bei denen viele Tote und Verletzte zu beklagen waren, wurden die Mitarbeiter der Feuerwehr Münster für solche Ereignisse geschult. Es wurden Trainings für die Erfassung von komplexen Ereignissen mit vielen Verletzten angeboten, Arbeitsmittel zur systematischen Verteilung von Verletzten auf regionale sowie überregionale Krankenhäuser etabliert und technische Ausstattungen der Rettungsdienstfahrzeuge angepasst.

Mehr als 450 Rettungskräfte aus beruflichen und ehrenamtlichen Organisationen kamen zum Einsatz.

Dank und Anerkennung spricht die Feuerwehr Münster für den vorgefundenen selbstlosen Einsatz und die Unterstützung von zahlreichen Ersthelfern durch die Bürgerinnen und Bürger aus.

Die Feuerwehr Münster weist in diesem Zusammenhang nochmals auf folgendes Angebot der Unfallkasse hin:



Zur Startseite

 

Zusatzinfos

Kontakt

Feuerwehr Münster
York-Ring 25
48159 Münster

Telefon: 02 51/20 25-0
Fax: 02 51/20 25-80 10

Funkkanal: 471 G/U