Höhe der Leistungen zum Lebensunterhalt

Einzusetzendes Vermögen

Zum Vermögen zählen alle für den Lebensunterhalt verwertbaren Vermögensgegenstände, die Sie und die Mitglieder Ihrer Bedarfsgemeinschaft haben, wie zum Beispiel

  • Bargeld
  • Bankguthaben
  • Aktien
  • Bausparverträge
  • Lebensversicherungen
  • Immobilien
  • Schmuck
  • Autos
  • Schenkungen innerhalb der vergangenen zehn Jahre
  • Erbansprüche

Bei der Berechnung Ihres Leistungsanspruchs werden unter anderem nicht berücksichtigt:

  • ein angemessener Hausrat
  • ein angemessenes Kraftfahrzeug für jeden erwerbsfähigen Leistungsberechtigten
  • für die Altersvorsorge bestimmtes Vermögen im Rahmen bestimmter Freibeträge
  • Riesterrente (Bedingung ist, dass das Vermögen der Altersvorsorge nicht vorzeitig verwendet werden darf)

Auch wenn solche Vermögensgegenstände nicht berücksichtigt werden, müssen sie trotzdem bei Antragstellung angegeben werden. Auch Veränderungen müssen Sie melden.

Von dem zu berücksichtigenden Vermögen werden folgende Freibeträge abgesetzt:

  • Jedem volljährigen Leistungsberechtigten und seinem Partner steht jeweils ein Grundfreibetrag von 150 € je vollendetem Lebensjahr zu. Der Grundfreibetrag beträgt mindestens 3.100 € und auf einen gewissen Höchstbetrag begrenzt. Jedem minderjährigen leistungsberechtigten Kind steht ein Grundfreibetrag von 3.100 € zu. Jeder in der Bedarfsgemeinschaft lebende Leistungsberechtigte erhält zusätzlich einen Freibetrag von pauschal 750 €. Der Freibetrag ist für notwendige Anschaffungen vorgesehen.
  • Zusätzlich zu dem Vermögens-Grundfreibetrag steht jedem erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ein Freibetrag in Höhe von 750 € je vollendetem Lebensjahr für die Altersvorsorge zu. Voraussetzung ist allerdings, dass die Verwertung der Anlage vor Eintritt in den Ruhestand vertraglich unwiderruflich ausgeschlossen ist. Auch ein Rückkauf, eine Kündigung oder eine Beleihung darf nicht möglich sein. 

Alle Fragen zum Vermögen müssen Sie wahrheitsgemäß beantworten. Das Jobcenter überprüft Ihre Angaben regelmäßig. Auf dem Wege des automatisierten Datenabgleichs werden viermal im Jahr entsprechende Auskünfte eingeholt. Das Verschweigen von Einkommen stellt eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat dar, die mit einer Geldbuße geahndet werden beziehungsweise eine Strafanzeige nach sich ziehen kann.

Jobcenter Münster

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Montag, Dienstag 8-12.30 Uhr, 14-16 Uhr
Mittwoch 8-12.30 Uhr
Donnerstag 8-12.30 Uhr, 14-18 Uhr
Freitag 8-12 Uhr

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