Stadt Münster: Kulturamt - Corona / Unterstützung

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Aktuelle Information für Kulturschaffende

Das solidarische und verantwortungsbewusste Handeln zur Eindämmung des Coronavirus führt zu massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Aktuell werden Kultur-, Unterhaltungs- und Bildungsveranstaltungen schrittweise wieder geöffnet.

Seit dem 4. Mai dürfen Museen, Galerien, Musikschulen, Weiterbildungseinrichtungen und Gedenkstätten unter Einhaltung der erforderlichen Abstands- und Hygieneregelungen wieder öffnen. Seit dem 11. Mai sind Konzerte und Aufführungen unter besonderen Hygieneregeln und mit Einschränkungen erlaubt. Großveranstaltungen finden bis zum 31. Oktober nicht statt.

Dem Kulturamt ist bewusst, dass dadurch insbesondere auch die freiberuflichen Kunst- und Kulturschaffenden und freien Kultureinrichtungen teils existentiellen Herausforderungen entgegenblicken. Auch auf Bundes-, Landes- und Verbandsebenen ist diese Dringlichkeit und sehr kurzfristige Handlungserfordernis erkannt, will man nicht einen "Flurschaden" in der gewachsenen vielfältigen Kulturlandschaft des Landes riskieren.

Das Kulturamt steht den freien Kunst- und Kulturschaffenden auch in dieser besonderen Situation zur Seite. Hier gibt es grundsätzliche Informationen sowie Hinweise und Links zu Hilfsangeboten, zum Umgang mit kommunalen Fördermitteln sowie Honorar- und Gagenausfällen aufgrund abgesagter Veranstaltungen, die jede(r) Kulturschaffende und jede Kultureinrichtung für sich prüfen sollte.



Hinweise zur Rückkehr zum normalen Kulturbetrieb

Die schrittweise Rückkehr zum normalen Kulturbetrieb ist wünschenswert, muss aber von Konzepten begleitet werden, um Publikum und Kulturschaffende gleichermaßen zu schützen. In der vom 15. Juli bis zum 11. August gültigen Coronaschutzverordnung sind die Regularien für Kultureinrichtungen unter § 8 zusammengefasst.



Umgang mit Zuschüssen durch Kulturamt der Stadt Münster

Nicht jede Detailfrage kann im Augenblick beantwortet werden. Aber für die zugewiesenen städtischen Zuschüsse der Stadt Münster an freie Kulturträger und für Projekte freier Initiativen und Kulturschaffenden gilt, dass die bislang ausgesprochenen Förderungen augenblicklich Bestand haben.

Sicherlich werden vor allem die Projektförderungen und auch die bestehenden institutionellen Förderungen – wie im Normalfall auch – individuell eingeschätzt werden müssen. Das Kulturamt sichert aber zu, dass die ihm zur Verfügung stehenden Spielräume bei der finanztechnischen Abwicklung im Sinne des jeweiligen Projektanliegens ausgelegt und angewendet werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine pauschalen Rückforderungen bei den geförderten Projekten, die aufgrund der Corona-Situation von einem Ausfall betroffen sind, geplant. Die Kulturschaffenden sind aufgefordert, alle Möglichkeiten, die im Sinne des Projektes eventuell gegeben sind, zu prüfen und zu nutzen: Von zeitlicher Verschiebung bis Verlagerung in den digitalen Raum, Konzeptänderungen und alternative Darstellungsformen, die den aktuellen Umständen angepasst sind – Kulturschaffende sollen ihre Arbeit fortsetzen. Gerade in dieser "angebotsausgedünnten" Zeit können Kultur-Beiträge alternativ präsentiert ein wichtiger Impuls in dieser Zeit sein. Die Änderungen müssen dem Kulturamt mitgeteilt werden,

Das Kulturamt empfiehlt zudem allen, die Änderungen und/oder Ausfälle belastbar (möglichst mit Nachweisen) zu dokumentieren (Verschiebung? Ausfall? / finanzielle Konsequenzen? / Einnahmeausfälle? etc.), so dass der jeweilige Projektstand besser einschätzbar ist.
Diese Dokumentation sollte dann spätestens dem sowieso erforderlichen Verwendungsnachweis / der Projektabrechnung beigefügt werden.
Anhaltspunkte dafür, welche Informationen dabei nach Möglichkeit erfasst werden sollten, sind:

  • Künstlerin/Künstler oder Veranstalterin/Veranstalter
  • Art der Veranstaltung / des Projekts / Ort, Datum / Zeitraum
  • Was ist beeinträchtigt? Aufführung / Veranstaltung / Projektentwicklung bzw. Proben
  • Einnahmen: Förderungen / kommunal / regional-landesweit / bundesweit
  • Eintritte / private Anteile / Sponsoring / Spenden
  • Eintritts- / Einnahmeausfälle
  • Vereinbarte Honorare / Ausfallhonorare
  • Auf eigene Veranlassung abgesagt / Wegen Reisebeschränkungen / Öffentliche Anordnung / (wenn ja, seit wann ...bis...)
  • Bereits getätigte Ausgaben, die nicht rückvergütet wurden/werden / Ausgabenhöhe
  • Wird der Termin wiederholt? / Zeitraum / ggf. Datum
  • Bei Ausfall: Welche Alternativen wurden geprüft / ggf. in Betracht gezogen

Für Beratungen im Zusammenhang mit den Projektabwicklungen steht das Kulturamt bereit.


Hilfen von Bund und Land

„Auf geht’s!“: Das Land NRW vergibt Stipendien

Das große Stärkungspaket "Kunst und Kultur" wurde bereits Anfang Juli vom Land NRW vorgestellt, jetzt geht ein Teil des Programms in die Zielgerade: das Stipendienprogramm mit dem Titel "Auf geht's!". Freischaffende Künstlerinnen und Künstler sollten sich den 10. August rot im Kalender markieren: Dann soll der Online-Antrag zur Verfügung stehen. Ganz wichtig: Schnelligkeit wird bei der Antragsstellung belohnt, da die Anträge nach Eingang beschieden werden. Eine Antragstellung ist zwar bis zum 30. September 2020 möglich, die Bewilligungen erfolgen aber im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel, die auch vor Ende dieser Frist ausgeschöpft sein können. Informationen unter www.mkw.nrw/FAQ_Sofortprogramm


Logo Neustart Kultur

Das Bundesprogramm "Neustart Kultur"

Mithilfe des Pilot-Förderprogramms „Neustart“ konnten bereits viele kleinere und mittlere Kultureinrichtungen investive Maßnahmen beantragen, um die Häuser nach der pandemiebedingten Schließung wieder zu eröffnen. Kulturstaatsministerin Monika Grütters hatte dafür zunächst 10, dann 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Anträge können hier nicht mehr gestellt werden, dafür aber beim Nachfolgeprogramm des Bundes mit dem Titel „Neustart Kultur“. Hier steht insgesamt eine Milliarde Euro zur Verfügung.

Es gibt verschiedene Förderprogramme, die sukzessive anlaufen. Erste Förderrichtlinien sind bereits veröffentlicht, teils können bereits Anträge gestellt werden. Das Rettungsprogramm sieht die Förderung ganz verschiedener Bereiche von Kultur und Medien vor. Profitieren sollen vor allem private, aber auch öffentlich getragene Einrichtungen, die von der Corona-Krise getroffen wurden. Einige der Förderungen richten sich direkt an Künstlerinnen und Künstler. Ziel ist es dabei weiterhin, die Einrichtungen in die Lage zu versetzen, ihre Häuser weiter zu öffnen und Programme wieder aufzunehmen.

Es gibt auch eine Fortsetzung des investiven Förderprogramms - in Höhe von 250 Millionen Euro. Anträge stellen können hier zum Beispiel Museen, Theater, Musikclubs und Festivals, Literaturhäuser, soziokulturelle Zentren und Kinos. Unterstützt werden etwa Sicherungsmaßnahmen in Kassenbereichen oder auch der Umbau von Lüftungsanlagen oder Sanitärbereichen.

Die freie Tanzszene erhält bis zu 20 Millionen Euro für ein mehrteiliges Hilfsprogramm. Sie kommen Künstlerinnen und Künstlern, aber auch Produktionsstätten oder Festivals zugute. Antragsstellungen sind ab sofort möglich. Einzelheiten zu den Förderprogrammen DIS-TANZEN, TANZPAKT Reconnect und NPN-STEPPING OUT sowie die Antragsunterlagen gibt es auf folgenden Webseiten:
www.dachverband-tanz.de
www.diehl-ritter.de
www.jointadventures.net

Die sechs Bundeskulturfonds erhalten aus dem Paket insgesamt 50 Millionen Euro zusätzlich, um Projekte in den von ihnen vertretenen Kultursparten zu fördern. Informationen zu Fördergrundsätzen und Antragsmodalitäten finden sich auf den Webseiten der Bundeskulturfonds:
Stiftung Kunstfonds
Deutscher Literaturfonds e. V.
Fonds Darstellende Künste e. V.
Fonds Soziokultur e. V.
Deutscher Übersetzerfonds e. V.
Musikfonds e. V.

Alle aktuellen Infos auch zu weiteren Veröffentlichungen von Förderprogrammen und Anträgsmodalitäten gibt es unter: www.kulturstaatsministerin.de/neustartkultur


Leere Theatersessel

Leere Theaterreihen könnten sich wieder füllen, wenn für Schutz gesorgt ist. Der Bund unterstützt Investitionen. (Foto: Pixabay)

Neustart für kleinere Kultureinrichtungen (Programm ist beendet)

Kleinere und mittlere Kultureinrichtungen, die coronabedingt geschlossen wurden, können Fördergelder für den Wiedereinstieg in den Betrieb beantragen. Finanziert werden zum Beispiel Investitionen in den Umbau oder zur Ausstattung von Schutzvorrichtungen, zum Beispiel die Optimierung der Besuchersteuerung, heißt es in einer Pressemitteilung der Bundesregierung. Für die Maßnahmen sind zwischen 10.000 und 50.000 Euro pro Kultureinrichtung vorgesehen. Antragsberechtigt sind Veranstaltungsorte von Konzert- und Theateraufführungen, soziokulturelle Zentren und Kulturhäuser, Museen, Ausstellungshallen und Gedenkstätten.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters stellt insgesamt zehn Millionen Euro für das Sofortprogramm „Neustart“ zur Verfügung, um kleineren und mittleren Kultureinrichtungen in ganz Deutschland die Voraussetzungen für den Start nach der behördlichen pandemiebedingten Schließung zu schaffen. Ziel des Programms ist es, in Zeiten der Corona-Krise die Zugänglichkeit von Kultureinrichtungen und deren Vermittlungsangeboten zu sichern.

Anträge können seit dem 6. Mai 2020 online gestellt werden auf der Webseite der Beauftragen der Bundesregierung für Kultur und Medien www.kulturstaatsministerin.de oder über die Webseite des Bundesverbands Soziokultur www.soziokultur.de.
Die Anträge werden entsprechend der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet. Das Verfahren endet, wenn alle Mittel vergeben wurden, spätestens jedoch am 15.10.2020.



NRW-Kultusministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen

NRW-Kultusministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (Foto: Land NRW)

Soforthilfe vom Land für Kulturschaffende (Programm ist beendet)

Freischaffende Künstlerinnen und Künstler können von der Landesregierung eine existenzfördernde Einmalzahlung in Höhe von bis zu 2.000 Euro erhalten. Die Soforthilfe ist mittels eines einfachen Formulars bei den zuständigen Bezirksregierungen zu beantragen und muss später nicht zurückgezahlt werden. Insgesamt stellt das Land eine Soforthilfe in Höhe von zunächst fünf Millionen Euro zur Verfügung. Freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler, die durch die Absage von Engagements in finanzielle Engpässe geraten, sollen so unterstützt werden.

Auch im regulären Förderverfahren verspricht das Land Sicherheit für die Kultureinrichtungen und -akteure: Bereits bewilligte bzw. derzeit noch in Prüfung befindliche Förderungen in Höhe von mehr als 120 Millionen Euro werden in jedem Falle ausgezahlt, heißt es. Dies gelte auch dann, wenn die Veranstaltungen und Projekte wegen Corona abgesagt oder verschoben werden müssen.
Zusätzliche Ausnahmeregelungen sollen Veranstalter und Einrichtungen finanziell wie zeitlich entlasten: So können etwa Ausfallkosten, die durch Absagen entstehen, als zuwendungsfähige Ausgaben im Rahmen der Förderungen anerkannt werden sowie die üblicherweise bei der Verwendung von Fördermittel geltenden Zwei-Monats-Fristen gelockert werden.

Nachdem das Sonderförderprogramm in Höhe von 5 Millionen Euro ausgeschöpft war, hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft am 12. Mai 2020 eine Aufstockung auf 32 Millionen Euro angekündigt. Antragsberechtigte, die bereits einen Antrag gestellt haben, bislang aufgrund der Mittelbegrenzung jedoch nicht zum Zuge gekommen sind, erhalten unter Nachweis ihrer künstlerischen Tätigkeit einen finanziellen Zuschuss für ihren Lebensunterhalt in Höhe von 2.000 Euro für die Monate März und April. Voraussetzung ist, dass sie im März und April keine Leistungen aus dem MKW-Programm, der NRW-Soforthilfe 2020 oder der Grundsicherung bezogen haben. Damit erhielten nun bis zu 13.000 weitere Kulturschaffende einen Zuschuss, hieß es in der Pressemitteilung des Ministeriums. Auch die Unterstützung für jene Antragssteller, deren Antrag bereits positiv beschieden wurde, wird auf pauschal 2.000 Euro erhöht.
Zur Pressemitteilung des Ministeriums



Münzen und Geldscheine

Bund und Land geben Soforthilfe. (Foto: Steve Buissinne auf Pixabay)

Soforthilfe vom Bund und die "NRW-Soforthilfe" (Programm beendet)

Solo-Selbstständige, Kleinbetriebe, Freiberufler und Gründer können die Corona-Soforthilfe des Bundes beantragen. Die Anträge sind online verfügbar und werden von den Mitarbeitern der Bezirksregierung bearbeitet. Das Programm sieht direkte Zuschüsse in Höhe von 9.000 Euro beziehungsweise 15.000 Euro vor. Die Landesregierung stockt noch einmal auf und unterstützt über die NRW-Soforthilfe Unternehmen mit zehn bis 50 Beschäftigten mit 25.000 Euro.

Aktualisierung (16. April):
Nachdem Betrüger Daten abgegriffen hatten, stoppte die Landesregierung vorübergehend Auszahlung und Antragstellung. Ab Freitag, 17. April 2020, können wieder Anträge auf NRW-Soforthilfe gestellt werden. Auch die Auszahlung bereits bewilligter Anträge soll zeitgleich wieder aufgenommen werden. Abrufbar ist der Antrag nur über die offiziellen Landesseiten: www.wirtschaft.nrw

Aktualisierung (6. April):
Noch bis zum 31. Mai können die Anträge auf die sogenannte "NRW-Soforthilfe" gestellt werden. Die Bezirksregierung Münster hat wichtige Informationen zur Antragsstellung, aber auch zur aktuellen Bearbeitungszeit der Anträge auf ihrer Internetseite zusammengefasst. Dort gibt es auch ein Video-Tutorial, das die Antragsstellung erklärt:
www.bezreg-muenster.de/de/foerderung

Fragen, die sich im Anschluss der Antragsstellung ergeben, beantwortet die Bezirksregierung Antragsstellerinnen und Antragsstellern aus den Städten Bottrop, Gelsenkirchen und Münster sowie den Kreisen Borken, Coesfeld, Recklinghausen, Steinfurt und Warendorf unter info-soforthilfe@brms.nrw.de.

In NRW sind in den ersten sechs Tagen der "NRW-Soforthilfe" fast 400.000 Anträge eingegangen (Stand: 2. April, 20.30 Uhr). Über 40.000 Anträge waren es allein im Regierungsbezirk Münster, davon in Münster 5.887.



Logo KfW

Zinssubventionierte Liquiditätsdarlehen

Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt werden. Hierbei kommt der KfW die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern. Die KfW wird dazu die folgenden bestehenden Kreditprogramme auf dem Weg der Bankdurchleitung sowie im Rahmen von Konsortialfinanzierungen nutzen, um dort die Zugangsbedingungen und Konditionen für Unternehmen zu verbessern. Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler, die eine Finanzierung aus den Programmen der KfW nutzen möchten, können sich an ihre Hausbank bzw. an Finanzierungspartner wenden, die KfW-Kredite durchleiten.
www.kfw.de


LWL-Fahnen vor dem Landeshaus in Münster

LWL-Fahnen vor dem Landeshaus in Münster (Foto: Tronquet)

Entschädigung bei Verdienstausfall nach Infektionsschutzgesetz

Nach dem Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten erhalten auch Selbstständige und Freiberufler einen Verdienstausfall ersetzt. Wer auf Grund des Coronavirus offiziell unter Quarantäne gestellt wird, einem Tätigkeitsverbot unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann eine Entschädigung beantragen. Berechnungsgrundlage der Entschädigung ist der letzte vorliegende Einkommenssteuerbescheid. Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung übernimmt das entschädigungspflichtige Land. www.lwl-soziales-entschaedigungsrecht.de


Fragezeichen und Ausrufezeichen

(Foto: Pixabay)

Bund fördert Krisenberatungen

Kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler, die von der Corona-Krise betroffen sind, können sich eine professionelle wirtschaftliche Beratung fördern lassen. Der Antrag muss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden und kann bis zu 4.000 Euro ohne Eigenanteil betragen. Mit externer professioneller Hilfe sollen Unternehmen Krisen-Know-how aufbauen. Weitere Informationen: www.bafa.de


Hilfe für den Bereich Musik

Logo Initiative Musik

Hilfe für Musikschaffende

Mit einem Hilfsprogramm unterstützt das deutsche Förder- und Exportbüro professionelle Musikerinnen und Musiker in finanzieller Notlage aus den Bereichen Rock, Pop, Jazz, Hip-Hop, Metal, experimentelle und elektronische Musik. Ermöglicht wird es durch die Einnahmen einer Spendenaktion, ein Sonderausschuss entscheidet über die Vergabe. Die Höhe des Zuschusses soll 1.000 Euro pro Solokünstler oder Band betragen.
Anträge können ab Freitag, 24. April, online gestellt werden:
www.initiative-musik.de/foerderprogramme/hilfsprogramm


Nothilfefonds für Musikerinnen und Musiker

Die Deutsche Orchesterstiftung hat einen Nothilfefonds für freischaffende Musikerinnen und Musiker eingerichtet. Auf der Internetseite gibt es sowohl die Spendenkontonummer als auch ein Formular für Betroffene, die Hilfe aus dem Fonds beantragen möchten:
www.orchesterstiftung.de


Infos für Live-Musik-Clubs

Die LiveMusikKommission (kurz LiveKomm) hat Informationen speziell für Clubs zur Verfügung gestellt: Informationen zu Kurzarbeit, Steuern, Versicherung und Tipps zur Rettung der Institution.
www.livemusikkommission.de


Fragen zu Verträgen

Der Verein Rockcity Hamburg e. V. hat auf seiner Internetseite eine Corona-Sonderseite mit häufig gestellten Fragen für selbständige und freie Kulturschaffende mit Fokus auf die Musik, aber auch zu allgemeinen Themen wie Verträgen zusammengefasst, die auch außerhalb Hamburgs gelten:
www.rockcity.de


Hilfe für den Bereich Kunst

Malutensilien im Glas

Infos für bildende Künstlerinnen und Künstler

Ein zusätzliches Informationsangebot für bildende Künstlerinnen und Künstler, die im Zuge der Covid-19-Krise Fragen zu ihrer arbeitsrechtlichen Situation haben, stellt das Landesbüro für Bildende Kunst (LaBK) zur Verfügung.
Alle Infos dazu in der Rubrik "Aktuelles" unter www.labk.nrw


Hilfe für den Bereich Film

Kamera-Piktogramm

Filmförderer geben 15 Millionen Euro

Mit einem Hilfsprogramm in Höhe von 15 Millionen Euro wollen die Bundes- und Länderförderer der Film- und Medienbranche die Bereiche Produktion, Verleih und Kino in Zeiten der Corona-Krise unterstützen. Es soll dort greifen, wo alle anderen ergriffenen Hilfsmaßnahmen und Förderprogramme des Bundes und der Länder nicht in Anspruch genommen werden können.
www.ffa.de


KSK / GVL / GEMA / Steuern

Logo KSK

Änderungsmeldungen bei der KSK

Künstlerinnen und Künstler, die in der KSK versichert sind, können eine Änderungsmitteilung darüber machen, dass sich ihr Jahreseinkommen ändern wird. Der Antrag sollte so schnell wie möglich gestellt werden, da sich Änderungen nicht rückwirkend, sondern nur für die Zukunft auswirken.



Logo der GVL

Soforthilfe bei Honorarausfällen

Eine einmalige Soforthilfe in Höhe von 250 Euro kann bei der Gesellschaft für Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) beantragt werden, wenn Kulturschaffende als Inhaber/Inhaberin eines Wahrnehmungsvertrages durch eine virusbedingte Veranstaltungsabsage Honorarausfälle erlitten haben.
www.gvl.de


Logo GEMA

Sofortmaßnahmen für Kunden der GEMA

Die GEMA hat mitgeteilt, dass für den Zeitraum, in dem Betriebe aufgrund behördlicher Anordnungen zur Eindämmung der Pandemieausbreitung schließen müssen, alle Monats-, Quartals- und Jahresverträge für Lizenznehmer ruhen. Es entfallen während dieses Zeitraumes die GEMA-Vergütungen. Dies gilt rückwirkend ab dem 16. März 2020 und bis auf weiteres. Zudem bietet die GEMA ein Nothilfe-Programm für ihre Mitglieder an.



Aussetzen und Herabsetzen von Steuerzahlungen

Bei entsprechender Antragstellung können laufende Vorauszahlungen zur Einkommenssteuer bzw. Körperschaftssteuer herab- oder ausgesetzt werden. Zudem können Säumniszuschläge erlassen sowie fällige Steuerzahlungen gestundet werden. Entsprechende Anträge müssen bei dem zuständigen Finanzamt gestellt werden: www.finanzverwaltung.nrw.de


Hilfe von Arbeitsagentur und Jobcenter

Logo (Schriftzug) Agentur für Arbeit

Kulturunternehmen können Kurzarbeitergeld beantragen

Wie anderen Unternehmen in wirtschaftlichen Krisen stehen Kultureinrichtungen finanzielle Hilfen der öffentlichen Hand zu, z. B. Gelder für Kurzarbeit bei sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen.
Unternehmen mit mindestens einem Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin können Kurzarbeitergeld beantragen. Beim Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn eine Firma ihre Beschäftigten in Kurzarbeit schickt. Den Arbeitgebern sollen außerdem die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet werden. Arbeitgeber können Kurzarbeitergeld beantragen, wenn mindestens 10 Prozent der Belegschaft von einem erheblichen Arbeitsausfall betroffen ist. Die Maßnahme soll Unternehmen helfen, bei eingebrochenem Geschäft Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen zu halten. Kurzarbeitergeld gibt es jedoch nicht für geringfügig Beschäftigte.
Kulturbetriebe haben davon bisher selten Gebrauch gemacht, da der Verwaltungsaufwand groß erschien und die Betriebe sich nicht als Nutznießer der Maßnahmen sahen.
Anlässlich der Corona-Krise hat die Bundesregierung hier kurzfristig Erleichterungen für den Bezug von Kurzarbeitsgeld geschlossen.
Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit: www.arbeitsagentur.de


Logo Jobcenter

Arbeitslosengeld II

Selbständige oder Freiberufler, die ihren Lebensunterhalt nicht bzw. nicht mehr aus den Gewinnen der Geschäftstätigkeit bestreiten können, können einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II als ergänzende Leistung zum Lebensunterhalt haben. Wenn diese noch nie oder länger als sechs Monate kein Arbeitslosengeld II ("Hartz IV") bezogen haben, können Sie sich an das Jobcenter Münster, Tel. 02 51/4 92-92 92, jobcenter@stadt-muenster.de wenden.
www.stadt-muenster.de/jobcenter


Weitere Informationen

Logo LaFT

Hinweis zum Ausfall von Veranstaltungen

Ob bei Ausfall / Absage einer Veranstaltung ein Ausfallhonorar von dem Auftraggeber/ Veranstalter gezahlt wird bzw. bezahlt werden muss, hängt zunächst einmal von den individuellen Vertragsbedingungen ab. Wirksam sind auch Vereinbarungen, die mündlich oder per WhatsApp/SMS geschlossen wurden.
Bedeutsam ist zum anderen aber auch der Grund der Absage der Veranstaltung: Bei einer behördlichen Untersagung der Durchführung der Veranstaltung wird in der Regel ein Fall der höheren Gewalt vorliegen (so nun auch in NRW geschehen). Sagt ein Veranstalter eine Veranstaltung wegen höherer Gewalt ab, entfällt in der Regel der Honoraranspruch bei allen Künstlerinnen und Künstlern, die Leistungen bei der Veranstaltung erbringen sollen.
Sind bei einem Projekt bereits Teilleistungen erbracht, besteht zumindest anteilig Anspruch auf das Honorar.
Über die rechtlichen Eckpunkte und Handlungsideen informiert in einem Newsletter vom LAFT Baden-Württemberg die Rechtsanwältin Sonja Laaser. Sie informiert insbesondere auch bzgl. der Absagen mit oder ohne behördliche Anordnung sowie zu Auswirkungen auf künftige Vertragsgestaltungen:
www.nrw-lfdk.de


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Weitere Entwicklungen auf kommunaler Ebene sowie relevante Hinweise werden auf dieser Seite zeitnah aktualisiert.
Hinweise und Informationen nimmt das Kulturamt entgegen unter kulturamt@stadt-muenster.de.


 

Zusatzinfos

Kontakt

Kulturamt Münster
Stadthaus 1
Klemensstraße 10
48143 Münster

Telefon: 02 51/4 92-41 01
Fax: 02 51/4 92-77 52



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