Stadt Münster: Kulturamt - Corona / Unterstützung

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Aktuelle Information für Kulturschaffende

Das solidarische und verantwortungsbewusste Handeln zur Eindämmung des Coronavirus führt zu massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Aktuell werden Kultur-, Unterhaltungs- und Bildungsveranstaltungen schrittweise wieder geöffnet.

Seit dem 4. Mai dürfen Museen, Galerien, Musikschulen, Weiterbildungseinrichtungen und Gedenkstätten unter Einhaltung der erforderlichen Abstands- und Hygieneregelungen wieder öffnen. Seit dem 11. Mai sind Konzerte und Aufführungen unter besonderen Hygieneregeln und mit Einschränkungen erlaubt. Großveranstaltungen finden bis zum 31. Oktober nicht statt.

Dem Kulturamt ist bewusst, dass dadurch insbesondere auch die freiberuflichen Kunst- und Kulturschaffenden und freien Kultureinrichtungen teils existentiellen Herausforderungen entgegenblicken. Auch auf Bundes-, Landes- und Verbandsebenen ist diese Dringlichkeit und sehr kurzfristige Handlungserfordernis erkannt, will man nicht einen "Flurschaden" in der gewachsenen vielfältigen Kulturlandschaft des Landes riskieren.

Das Kulturamt steht den freien Kunst- und Kulturschaffenden auch in dieser besonderen Situation zur Seite. Hier gibt es grundsätzliche Informationen sowie Hinweise und Links zu Hilfsangeboten, zum Umgang mit kommunalen Fördermitteln sowie Honorar- und Gagenausfällen aufgrund abgesagter Veranstaltungen, die jede(r) Kulturschaffende und jede Kultureinrichtung für sich prüfen sollte.



Hinweise zur Rückkehr zum normalen Kulturbetrieb

Die schrittweise Rückkehr zum normalen Kulturbetrieb ist wünschenswert, muss aber von Konzepten begleitet werden, um Publikum und Kulturschaffende gleichermaßen zu schützen. In der vom 1. September bis zum 15. September gültigen Coronaschutzverordnung sind die Regularien für Kultureinrichtungen unter § 8 zusammengefasst. Die Regeln zu Hygiene- und Infektionsschutzkonzepten unter § 2b besagen zudem, dass bei Kulturveranstaltungen mit mehr als 500 Personen ein Hygienekonzept von der nach dem Landesrecht für Schutzmaßnahmen nach § 28 Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes zuständigen Behörde in Abstimmung mit der zuständigen unteren Gesundheitsbehörde genehmigt werden muss. Bei Veranstaltungen, Versammlungen und Angeboten mit gleichzeitig mehr als 500 teilnehmenden Personen muss das Konzept auch darlegen, wie die An- und Abreise der Personen unter Einhaltung der Belange des Infektionsschutzes erfolgt. Bei Veranstaltungen mit gleichzeitig mehr als 1.000 teilnehmenden Personen hat die Behörde aufgrund der überregionalen Bedeutung für das Infektionsgeschehen vor der Erteilung der Genehmigung das Einverständnis des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales einzuholen. Musikfeste, Festivals und ähnliche Kulturveranstaltungen sind bis mindestens zum 31. Dezember 2020 untersagt.



Umgang mit Zuschüssen durch Kulturamt der Stadt Münster

Nicht jede Detailfrage kann im Augenblick beantwortet werden. Aber für die zugewiesenen städtischen Zuschüsse der Stadt Münster an freie Kulturträger und für Projekte freier Initiativen und Kulturschaffenden gilt, dass die bislang ausgesprochenen Förderungen augenblicklich Bestand haben.

Sicherlich werden vor allem die Projektförderungen und auch die bestehenden institutionellen Förderungen – wie im Normalfall auch – individuell eingeschätzt werden müssen. Das Kulturamt sichert aber zu, dass die ihm zur Verfügung stehenden Spielräume bei der finanztechnischen Abwicklung im Sinne des jeweiligen Projektanliegens ausgelegt und angewendet werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine pauschalen Rückforderungen bei den geförderten Projekten, die aufgrund der Corona-Situation von einem Ausfall betroffen sind, geplant. Die Kulturschaffenden sind aufgefordert, alle Möglichkeiten, die im Sinne des Projektes eventuell gegeben sind, zu prüfen und zu nutzen: Von zeitlicher Verschiebung bis Verlagerung in den digitalen Raum, Konzeptänderungen und alternative Darstellungsformen, die den aktuellen Umständen angepasst sind – Kulturschaffende sollen ihre Arbeit fortsetzen. Gerade in dieser "angebotsausgedünnten" Zeit können Kultur-Beiträge alternativ präsentiert ein wichtiger Impuls in dieser Zeit sein. Die Änderungen müssen dem Kulturamt mitgeteilt werden,

Das Kulturamt empfiehlt zudem allen, die Änderungen und/oder Ausfälle belastbar (möglichst mit Nachweisen) zu dokumentieren (Verschiebung? Ausfall? / finanzielle Konsequenzen? / Einnahmeausfälle? etc.), so dass der jeweilige Projektstand besser einschätzbar ist.
Diese Dokumentation sollte dann spätestens dem sowieso erforderlichen Verwendungsnachweis / der Projektabrechnung beigefügt werden.
Anhaltspunkte dafür, welche Informationen dabei nach Möglichkeit erfasst werden sollten, sind:

  • Künstlerin/Künstler oder Veranstalterin/Veranstalter
  • Art der Veranstaltung / des Projekts / Ort, Datum / Zeitraum
  • Was ist beeinträchtigt? Aufführung / Veranstaltung / Projektentwicklung bzw. Proben
  • Einnahmen: Förderungen / kommunal / regional-landesweit / bundesweit
  • Eintritte / private Anteile / Sponsoring / Spenden
  • Eintritts- / Einnahmeausfälle
  • Vereinbarte Honorare / Ausfallhonorare
  • Auf eigene Veranlassung abgesagt / Wegen Reisebeschränkungen / Öffentliche Anordnung / (wenn ja, seit wann ...bis...)
  • Bereits getätigte Ausgaben, die nicht rückvergütet wurden/werden / Ausgabenhöhe
  • Wird der Termin wiederholt? / Zeitraum / ggf. Datum
  • Bei Ausfall: Welche Alternativen wurden geprüft / ggf. in Betracht gezogen

Für Beratungen im Zusammenhang mit den Projektabwicklungen steht das Kulturamt bereit.


Hilfen von Bund und Land

Wappenzeichen Nordrhein-Westfalen

„Auf geht’s!“: Das Land NRW vergibt Stipendien

Das große Stärkungspaket "Kunst und Kultur" wurde bereits Anfang Juli vom Land NRW vorgestellt, jetzt geht ein Teil des Programms in die Zielgerade: das Stipendienprogramm mit dem Titel "Auf geht's!". Freischaffende Künstlerinnen und Künstler sollten sich den 10. August rot im Kalender markieren: Dann soll der Online-Antrag zur Verfügung stehen. Ganz wichtig: Schnelligkeit wird bei der Antragsstellung belohnt, da die Anträge nach Eingang beschieden werden. Eine Antragstellung ist zwar bis zum 30. September 2020 möglich, die Bewilligungen erfolgen aber im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel, die auch vor Ende dieser Frist ausgeschöpft sein können. Informationen unter www.mkw.nrw/FAQ_Sofortprogramm


Stärkungspaket "Kunst und Kultur": Der Kulturstärkungsfonds

Der zweite Teil des 185 Millionen Euro schweren NRW-Stärkungspakets "Kunst und Kultur" soll Kultureinrichtungen stärken und ergänzen. Während das Bundesprogramm „Neustart Kultur“ vor allem die privatwirtschaftlich tätigen Kulturstätten aller Sparten in den Blick nimmt, sind hier kulturelle Einrichtungen angesprochen, die maßgeblich von Kommunen oder vom Land oder als gemeinnützige Einrichtungen gemischt finanziert werden. Hier stehen 80 Millionen Euro für die Kultureinrichtungen bereit. Speziell für Privattheater ist ein Hilfsprogramm mit 700.000 Euro vorgesehen. Informationen zu den Bewerbungsmodalitäten sollen zeitnah folgen.

Das Stipendienprogramm "Auf geht's", dotiert mit 105 Mio. Euro, gehört ebenfalls zum Stärkungspaket "Kunst und Kultur". Weitere Informationen


Logo Neustart Kultur

Das Bundesprogramm "Neustart Kultur"

Mithilfe des Pilot-Förderprogramms „Neustart“ konnten bereits viele kleinere und mittlere Kultureinrichtungen investive Maßnahmen beantragen, um die Häuser nach der pandemiebedingten Schließung wieder zu eröffnen. Kulturstaatsministerin Monika Grütters hatte dafür zunächst 10, dann 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Anträge können hier nicht mehr gestellt werden, dafür aber beim Nachfolgeprogramm des Bundes mit dem Titel „Neustart Kultur“. Hier steht insgesamt eine Milliarde Euro zur Verfügung. Freischaffende Künstlerinnen und Künstler, Kultureinrichtungen und Initiativen können davon profitieren. Überblick sortiert nach Sparten:

Programme zur Förderung der Bildenden Kunst
Die Stiftung Kunstfonds vergibt im Zuge des Programms "Neustart Kultur" zum einen Stipendien für bildende Künstlerinnen und Künstler. Anträge können ab sofort gestellt werden, Bewerbungsfrist ist der 10. September 2020. Zudem gibt es Projektförderungen für kunstvermittelnde Akteure. Bewerben können sich zum Beispiel Produzentengalerien, Kunstvereine, Projekt- oder Kunsträume, soloselbständige Akteurinnen und Akteure. Anträge sind ab dem 14. August 2020 möglich, Bewerbungsfrist ist der 14. September.
www.kunstfonds.de/bewerbung/sonderfoerderprogramm-2021

Informationen zu pandemiebedingten Investitionen für Heimatmuseen, private Museen, Ausstellungshäuser und öffentlich zugängliche Gedenkstätten gibt es ab dem 15. August 2020 unter www.dvarch.de

Programme für Darstellende Künste / Tanz
Der Fonds Darstellende Künste führt die #takecare-Initiative mit dem Programm "Neustart Kultur" in breitenwirksamer Form weiter und vergibt eine stipendienartige Förderung für freie Künstlerinnen und Künstler. Laufende Projekte sollen unter den neuen Corona-Arbeitsbedingungen fortgeführt oder weiterentwickelt werden. Die Antragsstellung ist ab sofort möglich, es gibt mehrere Antragsfristen. Die nächste Antragsfrist ist der 1. November (für Projekte, die bis zum 31. März 2021 realisiert werden sollen). www.fonds-daku.de/neustart_kultur_takecare

Pandemiebedingte Investitionen für Kultureinrichtungen können Theater, künstlerische Produktionsorte, Festspielhäuser und Festivals, Kleinkunstbühnen und Varietétheater über das Programm "Neustart Kultur" beantragen. Die Antragsstellung ist ab sofort möglich, der Antrag muss bis spätestens 31. Oktober per Mail eingereicht werden.
neustartkultur.dthg.de

Das Modul mit dem Namen "Dis-Tanzen" splittet sich noch einmal in zwei Programme. Mit "Dis-Tanz-Solo" sind soloselbständige Tanzschaffende angesprochen, mit "Dis-Tanz-Impuls" Tanzschulen und Tanzpädagogik in kulturellen Einrichtungen. Die Fristen für die nächsten Förderrunden werden in Kürze auf den folgenden Websites bekannt gegeben: www.dis-tanzen.de/home oder www.dachverband-tanz.de

Das dritte Modul im Tanzbereich heißt "NPN-Stepping out" und richtet sich an Einzelkünstlerinnen und -künstler, Tanzdozentinnen und -dozenten, Tanzensembles, Kollektive, Produktionszentren, Spielstätten, Festivals, Produktionsbüros und Tanznetzwerke. Hiermit sollen neue Räume für den Tanz erfunden und erschlossen werden. Die nächste Antragsfrist ist der 15. Januar 2021, danach folgen weitere Vergabetermine. www.jointadventures.net

Programme zur Musikförderung
Das Programm der Künstlerinnen- und Künstlerförderung der Initiative Musik wird vom Bund im Rahmen des Zukunftsprogramms Neustart Kultur mit zusätzlich 10 Millionen Euro unterstützt. Bewerben können sich Solokünstlerinnen und -künstler und Bands, vor allem im Bereich Nachwuchs. Gefördert werden Albumproduktionen und -veröffentlichungen sowie Konzerttourneen. Auch Autorinnen und Autoren können gemeinsam mit einem Unternehmen der Musikwirtschaft Anträge stellen. Die nächste Antragsfrist: 13. Oktober 2020.
www.initiative-musik.de/foerderprogramme/kuenstler

Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen zur Erhaltung und Stärkung der bundesweit bedeutenden Kulturlandschaft gibt es für Musikaufführungsstätten, Musikclubs und Festivals. Die GEMA koordiniert als Partner des Investitionsprogramms die Fördergelder. Die Fördergrundsätze sind bereits einsehbar, eine Antragsstellung kann bis zum 31. Oktober 2020 erfolgen, sofern bis zu diesem Zeitpunkt noch Fördermittel aus dem Programmteil "Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen zur Erhaltung und Stärkung der bundesweit bedeutenden Kulturlandschaft" zur Verfügung stehen. www.gema.de

Der Musikfonds bietet im Trimester-Turnus Projektförderungen an. Die nächste Antragsfrist ist der 30. September 2020. www.musikfonds.de/foerderung

Programme für Soziokultur und Kulturzentren
(Update 17.9.2020) Für pandemiebedingte Investitionen fallen aus dem Programm "Neustart Kultur" bis zu 25 Millionen Euro in den Bereich der Kulturzentren, Literaturhäuser und soziokulturellen Zentren. Die Gelder kommen Einrichtungen zugute, deren regelmäßiger Betrieb nicht überwiegend von der öffentlichen Hand finanziert wird. Seit dem 1. September sind die Informationen zur Bewerbung online einsehbar. Anträge können ab dem 1. Oktober 2020 gestellt werden. www.neustartkultur.de/nk/ausschreibung

Programme für Literatur
Der Deutsche Literaturfonds bietet im Rahmen von "Neustart Kultur" drei Förderprogramme. Das Programm "100 Autoren präsentieren ihre Arbeit im Internet" ist bereits gelaufen. Das Programm "Tausende literarische Begegnungen" ist für Bibliotheken, Buchhandlungen, Literaturhäuser und Literaturbüros, Kulturhäuser, Museen und Theater, auch Schulen und Hochschulen, in denen literarische Programme angeboten werden, gedacht. Gefördert werden Veranstaltungen, auch in digitaler Form, ab sofort.

Ein digitales interaktives Programm für Kinder und Jugendliche können Bibliotheken und vergleichbare Einrichtungen der Literaturvermittlung und der außerschulischen Bildungsarbeit ab sofort beantragen.

Anträge können gestellt werden, bis die Fördertöpfe erschöpft sind. Aktuell sind noch Mittel verfügbar (Stand 17.09.2020).
www.deutscher-literaturfonds.de/neustart-kultur

Programme für Kinos und Verleiher
Künstlerisch anspruchsvolle Filme in die Kinos zu bringen, ist das Ziel der Verleih- und Vertriebsförderung. Der kulturellen Verleihförderung werden durch das Programm "Neustart Kultur" 4 Millionen Euro mehr Fördergelder zugesprochen. Die nächste Antragsfrist ist der 9. Oktober 2020.
Mehr Informationen: www.bundesregierung.de

Darüber hinaus ist eine neue wirtschaftliche Fördersäule des Bundes zur Stärkung des Filmverleihs mit bis zu 10 Millionen Euro und zur Unterstützung des Vertriebs von Filmen ins Ausland mit bis zu 1 Million Euro geplant. Diese Förderung soll durch die Filmförderungsanstalt (FFA) abgewickelt werden. Es wird regelmäßige Ausschüttungen geben. Die nächste Antragsfrist ist der 5. November 2020.
www.kulturstaatsministerin.de/neustart

Vom Fördertopf für pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen können auch Kinos profitieren. Anträge können ab sofort eingereicht werden, nähere Informationen gibt es unter www.ffa.de



Logo NRW Überbrückungshilfe

Überbrückungshilfen

Der Bund hat die Antragsfrist für die Überbrückungshilfen um einen Monat bis zum 30. September 2020 verlängert. Kleine und mittelgroße Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler können mit der Überbrückungshilfe ihre coronabedingten Umsatzausfälle der Monate Juni bis August 2020 teilweise geltend machen. Anders als beim Vorgängerfördermodell der Soforthilfe kann ein Antrag nur in Zusammenarbeit mit einem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer gestellt werden. Da der Bund wie schon bei der Soforthilfe keinen Zuschuss zum entgangenen Unternehmerlohn leistet, ergänzt das Land NRW die Zahlungen des Bundes mit der NRW Überbrückungshilfe Plus. Beantragt werden kann eine Pauschale für Lebenshaltungskosten von 1.000 Euro pro Monat für drei Monate für Solo-Selbstständige und Personengesellschaften.



Münzen und Geldscheine

Bund und Land geben Soforthilfe. (Foto: Steve Buissinne auf Pixabay)

Soforthilfe vom Bund und die "NRW-Soforthilfe" (Programm beendet)

Solo-Selbstständige, Kleinbetriebe, Freiberufler und Gründer konnten die Corona-Soforthilfe des Bundes beantragen.

Fragen, die sich im Anschluss der Antragsstellung ergeben, beantwortet die Bezirksregierung Antragsstellerinnen und Antragsstellern aus den Städten Bottrop, Gelsenkirchen und Münster sowie den Kreisen Borken, Coesfeld, Recklinghausen, Steinfurt und Warendorf unter info-soforthilfe@brms.nrw.de.

In NRW sind in den ersten sechs Tagen der "NRW-Soforthilfe" fast 400.000 Anträge eingegangen (Stand: 2. April, 20.30 Uhr). Über 40.000 Anträge waren es allein im Regierungsbezirk Münster, davon in Münster 5.887.



Logo KfW

Zinssubventionierte Liquiditätsdarlehen

Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt werden. Hierbei kommt der KfW die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern. Die KfW wird dazu die folgenden bestehenden Kreditprogramme auf dem Weg der Bankdurchleitung sowie im Rahmen von Konsortialfinanzierungen nutzen, um dort die Zugangsbedingungen und Konditionen für Unternehmen zu verbessern. Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler, die eine Finanzierung aus den Programmen der KfW nutzen möchten, können sich an ihre Hausbank bzw. an Finanzierungspartner wenden, die KfW-Kredite durchleiten.
www.kfw.de


LWL-Fahnen vor dem Landeshaus in Münster

LWL-Fahnen vor dem Landeshaus in Münster (Foto: Tronquet)

Entschädigung bei Verdienstausfall nach Infektionsschutzgesetz

Nach dem Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten erhalten auch Selbstständige und Freiberufler einen Verdienstausfall ersetzt. Wer auf Grund des Coronavirus offiziell unter Quarantäne gestellt wird, einem Tätigkeitsverbot unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann eine Entschädigung beantragen. Berechnungsgrundlage der Entschädigung ist der letzte vorliegende Einkommenssteuerbescheid. Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung übernimmt das entschädigungspflichtige Land. www.lwl-soziales-entschaedigungsrecht.de


Fragezeichen und Ausrufezeichen

(Foto: Pixabay)

Bund fördert Krisenberatungen

Kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler, die von der Corona-Krise betroffen sind, können sich eine professionelle wirtschaftliche Beratung fördern lassen. Der Antrag muss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden und kann bis zu 4.000 Euro ohne Eigenanteil betragen. Mit externer professioneller Hilfe sollen Unternehmen Krisen-Know-how aufbauen. Weitere Informationen: www.bafa.de


Hilfe für den Bereich Musik

Nothilfefonds für Musikerinnen und Musiker

Die Deutsche Orchesterstiftung hat einen Nothilfefonds für freischaffende Musikerinnen und Musiker eingerichtet. Auf der Internetseite gibt es sowohl die Spendenkontonummer als auch ein Formular für Betroffene, die Hilfe aus dem Fonds beantragen möchten:
www.orchesterstiftung.de


Infos für Live-Musik-Clubs

Die LiveMusikKommission (kurz LiveKomm) hat Informationen speziell für Clubs zur Verfügung gestellt: Informationen zu Kurzarbeit, Steuern, Versicherung und Tipps zur Rettung der Institution.
www.livemusikkommission.de


Fragen zu Verträgen

Der Verein Rockcity Hamburg e. V. hat auf seiner Internetseite eine Corona-Sonderseite mit häufig gestellten Fragen für selbständige und freie Kulturschaffende mit Fokus auf die Musik, aber auch zu allgemeinen Themen wie Verträgen zusammengefasst, die auch außerhalb Hamburgs gelten:
www.rockcity.de


Hilfe für den Bereich Kunst

Malutensilien im Glas

Infos für bildende Künstlerinnen und Künstler

Ein zusätzliches Informationsangebot für bildende Künstlerinnen und Künstler, die im Zuge der Covid-19-Krise Fragen zu ihrer arbeitsrechtlichen Situation haben, stellt das Landesbüro für Bildende Kunst (LaBK) zur Verfügung.
Alle Infos dazu in der Rubrik "Aktuelles" unter www.labk.nrw


Hilfe für den Bereich Film

Kamera-Piktogramm

Filmförderer geben 15 Millionen Euro

Mit einem Hilfsprogramm in Höhe von 15 Millionen Euro wollen die Bundes- und Länderförderer der Film- und Medienbranche die Bereiche Produktion, Verleih und Kino in Zeiten der Corona-Krise unterstützen. Es soll dort greifen, wo alle anderen ergriffenen Hilfsmaßnahmen und Förderprogramme des Bundes und der Länder nicht in Anspruch genommen werden können.
www.ffa.de


KSK / GVL / GEMA / Steuern

Logo KSK

Änderungsmeldungen bei der KSK

Künstlerinnen und Künstler, die in der KSK versichert sind, können eine Änderungsmitteilung darüber machen, dass sich ihr Jahreseinkommen ändern wird. Der Antrag sollte so schnell wie möglich gestellt werden, da sich Änderungen nicht rückwirkend, sondern nur für die Zukunft auswirken.



Logo GEMA

Sofortmaßnahmen für Kunden der GEMA

Die GEMA hat mitgeteilt, dass für den Zeitraum, in dem Betriebe aufgrund behördlicher Anordnungen zur Eindämmung der Pandemieausbreitung schließen müssen, alle Monats-, Quartals- und Jahresverträge für Lizenznehmer ruhen. Es entfallen während dieses Zeitraumes die GEMA-Vergütungen. Dies gilt rückwirkend ab dem 16. März 2020 und bis auf weiteres. Zudem bietet die GEMA ein Nothilfe-Programm für ihre Mitglieder an.



Aussetzen und Herabsetzen von Steuerzahlungen

Bei entsprechender Antragstellung können laufende Vorauszahlungen zur Einkommenssteuer bzw. Körperschaftssteuer herab- oder ausgesetzt werden. Zudem können Säumniszuschläge erlassen sowie fällige Steuerzahlungen gestundet werden. Entsprechende Anträge müssen bei dem zuständigen Finanzamt gestellt werden: www.finanzverwaltung.nrw.de


Hilfe von Arbeitsagentur und Jobcenter

Logo (Schriftzug) Agentur für Arbeit

Kulturunternehmen können Kurzarbeitergeld beantragen

Wie anderen Unternehmen in wirtschaftlichen Krisen stehen Kultureinrichtungen finanzielle Hilfen der öffentlichen Hand zu, z. B. Gelder für Kurzarbeit bei sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen.
Unternehmen mit mindestens einem Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin können Kurzarbeitergeld beantragen. Beim Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn eine Firma ihre Beschäftigten in Kurzarbeit schickt. Den Arbeitgebern sollen außerdem die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet werden. Arbeitgeber können Kurzarbeitergeld beantragen, wenn mindestens 10 Prozent der Belegschaft von einem erheblichen Arbeitsausfall betroffen ist. Die Maßnahme soll Unternehmen helfen, bei eingebrochenem Geschäft Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen zu halten. Kurzarbeitergeld gibt es jedoch nicht für geringfügig Beschäftigte.
Kulturbetriebe haben davon bisher selten Gebrauch gemacht, da der Verwaltungsaufwand groß erschien und die Betriebe sich nicht als Nutznießer der Maßnahmen sahen.
Anlässlich der Corona-Krise hat die Bundesregierung hier kurzfristig Erleichterungen für den Bezug von Kurzarbeitsgeld geschlossen.
Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit: www.arbeitsagentur.de


Logo Jobcenter

Arbeitslosengeld II

Selbständige oder Freiberufler, die ihren Lebensunterhalt nicht bzw. nicht mehr aus den Gewinnen der Geschäftstätigkeit bestreiten können, können einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II als ergänzende Leistung zum Lebensunterhalt haben. Wenn diese noch nie oder länger als sechs Monate kein Arbeitslosengeld II ("Hartz IV") bezogen haben, können Sie sich an das Jobcenter Münster, Tel. 02 51/4 92-92 92, jobcenter@stadt-muenster.de wenden.
www.stadt-muenster.de/jobcenter


Weitere Informationen

Logo LaFT

Hinweis zum Ausfall von Veranstaltungen

Ob bei Ausfall / Absage einer Veranstaltung ein Ausfallhonorar von dem Auftraggeber/ Veranstalter gezahlt wird bzw. bezahlt werden muss, hängt zunächst einmal von den individuellen Vertragsbedingungen ab. Wirksam sind auch Vereinbarungen, die mündlich oder per WhatsApp/SMS geschlossen wurden.
Bedeutsam ist zum anderen aber auch der Grund der Absage der Veranstaltung: Bei einer behördlichen Untersagung der Durchführung der Veranstaltung wird in der Regel ein Fall der höheren Gewalt vorliegen (so nun auch in NRW geschehen). Sagt ein Veranstalter eine Veranstaltung wegen höherer Gewalt ab, entfällt in der Regel der Honoraranspruch bei allen Künstlerinnen und Künstlern, die Leistungen bei der Veranstaltung erbringen sollen.
Sind bei einem Projekt bereits Teilleistungen erbracht, besteht zumindest anteilig Anspruch auf das Honorar.
Über die rechtlichen Eckpunkte und Handlungsideen informiert in einem Newsletter vom LAFT Baden-Württemberg die Rechtsanwältin Sonja Laaser. Sie informiert insbesondere auch bzgl. der Absagen mit oder ohne behördliche Anordnung sowie zu Auswirkungen auf künftige Vertragsgestaltungen:
www.nrw-lfdk.de


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Weitere Entwicklungen auf kommunaler Ebene sowie relevante Hinweise werden auf dieser Seite zeitnah aktualisiert.
Hinweise und Informationen nimmt das Kulturamt entgegen unter kulturamt@stadt-muenster.de.


 

Zusatzinfos

Kontakt

Kulturamt Münster
Stadthaus 1
Klemensstraße 10
48143 Münster

Telefon: 02 51/4 92-41 01
Fax: 02 51/4 92-77 52



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