Stadt Münster: Kulturamt - Corona / Unterstützung

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Aktuelle Information für Kulturschaffende

(Update 2. November 2020) Vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen haben Bund und Länder erneut weitreichende Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beschlossen. Veranstaltungen, Konzerte und Aufführungen in Theatern, Opern- und Konzerthäusern, Kinos und anderen öffentlichen oder privaten Einrichtungen sowie der Betrieb von Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen sind bis zum 30. November 2020 unzulässig. Allein der zur Berufsausübung zählende Probebetrieb ist weiterhin zulässig. Der Betrieb von Autokinos, Autotheatern und ähnlichen Einrichtungen ist ebenfalls zulässig, wenn der Abstand zwischen den Fahrzeugen mindestens 1,5 Meter beträgt. Kulturelle Großveranstaltungen finden bis zum 31. Dezember nicht statt.

Dem Kulturamt ist bewusst, dass dadurch erneut insbesondere auch die freiberuflichen Kunst- und Kulturschaffenden und freien Kultureinrichtungen teils existentiellen Herausforderungen entgegenblicken. Auch auf Bundes-, Landes- und Verbandsebenen ist diese Dringlichkeit und sehr kurzfristige Handlungserfordernis erkannt, will man nicht einen "Flurschaden" in der gewachsenen vielfältigen Kulturlandschaft des Landes riskieren.

Das Kulturamt steht den freien Kunst- und Kulturschaffenden auch in dieser besonderen Situation zur Seite. Hier gibt es grundsätzliche Informationen sowie Hinweise und Links zu Hilfsangeboten, zum Umgang mit kommunalen Fördermitteln sowie Honorar- und Gagenausfällen aufgrund abgesagter Veranstaltungen, die jede(r) Kulturschaffende und jede Kultureinrichtung für sich prüfen sollte.



Kulturbetrieb unter Corona-Bedingungen

Alle aktuellen Informationen zur Lage in Münster, die aktuellen Regeln und Konzepte zum Infektionsschutz sowie Verweise zu den Verordnungen und Erlassen des Landes NRW finden Sie unter www.muenster.de/corona


Umgang mit Zuschüssen durch das Kulturamt der Stadt Münster

Nicht jede Detailfrage kann im Augenblick beantwortet werden. Aber für die zugewiesenen städtischen Zuschüsse der Stadt Münster an freie Kulturträger und für Projekte freier Initiativen und Kulturschaffenden gilt, dass die bislang ausgesprochenen Förderungen augenblicklich Bestand haben.

Sicherlich werden vor allem die Projektförderungen und auch die bestehenden institutionellen Förderungen – wie im Normalfall auch – individuell eingeschätzt werden müssen. Das Kulturamt sichert aber zu, dass die ihm zur Verfügung stehenden Spielräume bei der finanztechnischen Abwicklung im Sinne des jeweiligen Projektanliegens ausgelegt und angewendet werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine pauschalen Rückforderungen bei den geförderten Projekten, die aufgrund der Corona-Situation von einem Ausfall betroffen sind, geplant. Die Kulturschaffenden sind aufgefordert, alle Möglichkeiten, die im Sinne des Projektes eventuell gegeben sind, zu prüfen und zu nutzen: Von zeitlicher Verschiebung bis Verlagerung in den digitalen Raum, Konzeptänderungen und alternative Darstellungsformen, die den aktuellen Umständen angepasst sind – Kulturschaffende sollen ihre Arbeit fortsetzen. Gerade in dieser "angebotsausgedünnten" Zeit können Kultur-Beiträge alternativ präsentiert ein wichtiger Impuls in dieser Zeit sein. Die Änderungen müssen dem Kulturamt mitgeteilt werden,

Das Kulturamt empfiehlt zudem allen, die Änderungen und/oder Ausfälle belastbar (möglichst mit Nachweisen) zu dokumentieren (Verschiebung? Ausfall? / finanzielle Konsequenzen? / Einnahmeausfälle? etc.), so dass der jeweilige Projektstand besser einschätzbar ist.
Diese Dokumentation sollte dann spätestens dem sowieso erforderlichen Verwendungsnachweis / der Projektabrechnung beigefügt werden.
Anhaltspunkte dafür, welche Informationen dabei nach Möglichkeit erfasst werden sollten, sind:

  • Künstlerin/Künstler oder Veranstalterin/Veranstalter
  • Art der Veranstaltung / des Projekts / Ort, Datum / Zeitraum
  • Was ist beeinträchtigt? Aufführung / Veranstaltung / Projektentwicklung bzw. Proben
  • Einnahmen: Förderungen / kommunal / regional-landesweit / bundesweit
  • Eintritte / private Anteile / Sponsoring / Spenden
  • Eintritts- / Einnahmeausfälle
  • Vereinbarte Honorare / Ausfallhonorare
  • Auf eigene Veranlassung abgesagt / Wegen Reisebeschränkungen / Öffentliche Anordnung / (wenn ja, seit wann ...bis...)
  • Bereits getätigte Ausgaben, die nicht rückvergütet wurden/werden / Ausgabenhöhe
  • Wird der Termin wiederholt? / Zeitraum / ggf. Datum
  • Bei Ausfall: Welche Alternativen wurden geprüft / ggf. in Betracht gezogen

Für Beratungen im Zusammenhang mit den Projektabwicklungen steht das Kulturamt bereit.


Hilfen von Bund und Land

Geldscheine und Münzen

Novemberhilfe beantragen

(Update 25.11.2020) Wer durch die Schließungen im November betroffen ist, kann einen Antrag für eine außerordentliche Wirtschaftshilfe, die sogenannte Novemberhilfe, stellen. Sie ist gedacht für Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen. Darunter fallen auch Kulturschaffende und Veranstaltungsstätten. Soloselbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, können den Antrag selbst stellen, ansonsten muss über Steuerberatende oder Wirtschaftsprüfende ein Antrag gestellt werden. Anträge können ab sofort bis zum 31. Januar 2021 gestellt werden.

Der Zuschuss beträgt 75 Prozent des jeweiligen durchschnittlichen Umsatzes im November 2019, tageweise anteilig für die Dauer der coronabedingten Schließungen. Soloselbständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Insgesamt stehen 10 Milliarden Euro für die Novemberhilfe bereit.



Logo Neustart Kultur

Das Programm NEUSTART KULTUR

Für das Bundesprogramm "Neustart Kultur" steht insgesamt eine Milliarde Euro zur Verfügung. Freischaffende Künstlerinnen und Künstler, Kultureinrichtungen und Initiativen können davon profitieren. Unterstützt wird dadurch der Neustart in einen normalen Kulturbetrieb. Die Programme werden sukzessive veröffentlicht.
Ein Überblick sortiert nach Sparten:


#TakeThat: Elf Programme für die Freie Szene

Im Rahmen von "Neustart Kultur" legt der Fonds Darstellende Künste das Maßnahmenpaket #TakeThat auf. Es umfasst insgesamt elf Programme, die sich an frei produzierende Künstlerinnen und Künstler sowie an Ensembles aller Sparten sowie Produktionsorte und Festivals der Freien Szene richten. Darüber hinaus gibt es die Programme "Autonom" und "Global Villages Prjects" sowie die Konzeptionsförderung des Fonds Darstellende Künste. Einige Anträge können ab sofort gestellt werden, es gibt unterschiedlichen Fristen. Alle Informationen und Antragsfristen: www.fonds-daku.de/takethat


Logo NRW Überbrückungshilfe

Überbrückungshilfen

Kleine und mittelgroße Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler können mit der Überbrückungshilfe ihre coronabedingten Umsatzausfälle teilweise geltend machen. Die 1. Phase der Überbrückungshilfe war ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von drei Monaten (Juni bis August 2020), in NRW ergänzt um die Überbrückungshilfe Plus (fiktiver Unternehmerlohn). Für die Monate September bis Dezember 2020 wird die Überbrückungshilfe mit der 2. Phase fortgesetzt. Dabei werden die Zugangsbedingungen erleichtert und die Förderung ausgeweitet. Die Antragsstellung ist ab sofort durch einen vom Antragsteller beauftragten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt möglich. Anträge können bis zum 31.12.2020 gestellt werden.

(Update 25.11.2020) Die Überbrückungshilfe III ist das Folgeprogramm und reicht bis Juni 2021. Sie umfasst auch die sogenannte „Neustarthilfe für Soloselbstständige“. Damit soll der besonderen Situation von Soloselbstständigen, insbesondere Kulturschaffenden, Künstlerinnen und Künstlern Rechnung getragen werden. Sie erhalten künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 5.000 Euro für den Zeitraum bis Ende Juni 2021 als steuerbaren Zuschuss.



NRW-Soforthilfe

Wer im Frühjahr 2020 die NRW-Soforthilfe erhalten hat, ist verpflichtet, den Anteil zurückzuzahlen, der höher ist als der tatsächliche Liquiditätsbedarf im Förderzeitraum. Die Rückmeldefrist beim Land NRW ist bis zum 30. November 2020 verlängert worden, da die Abrechnungsmöglichkeiten nachgebessert wurden - unter anderem bei Personalkosten, Stundungen und der Anrechnung zeitversetzter Zahlungseingänge. Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Berechnung und eventueller Rückzahlung der NRW-Soforthilfe gibt es hier: www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020-rueckmeldeverfahren


Logo KfW

Zinssubventionierte Liquiditätsdarlehen

Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt werden. Hierbei kommt der KfW die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern. Die KfW wird dazu die folgenden bestehenden Kreditprogramme auf dem Weg der Bankdurchleitung sowie im Rahmen von Konsortialfinanzierungen nutzen, um dort die Zugangsbedingungen und Konditionen für Unternehmen zu verbessern. Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler, die eine Finanzierung aus den Programmen der KfW nutzen möchten, können sich an ihre Hausbank bzw. an Finanzierungspartner wenden, die KfW-Kredite durchleiten.
www.kfw.de


LWL-Fahnen vor dem Landeshaus in Münster

LWL-Fahnen vor dem Landeshaus in Münster (Foto: Tronquet)

Entschädigung bei Verdienstausfall nach Infektionsschutzgesetz

Nach dem Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten erhalten auch Selbstständige und Freiberufler einen Verdienstausfall ersetzt. Wer auf Grund des Coronavirus offiziell unter Quarantäne gestellt wird, einem Tätigkeitsverbot unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann eine Entschädigung beantragen. Berechnungsgrundlage der Entschädigung ist der letzte vorliegende Einkommenssteuerbescheid. Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung übernimmt das entschädigungspflichtige Land. www.lwl-soziales-entschaedigungsrecht.de


Beratung

Logo zur Corona-Sprechstunde

Individuelle Corona-Sprechstunde

Der Kulturrat NRW bietet individuelle telefonische Beratungen für Kulturschaffende in NRW an. Beraten wird zu finanziellen Soforthilfe-Programmen/Entlastungen sowie zur Vorsorge von negativen finanziellen Konsequenzen (Projektförderung, Fundraising). Ansprechpartner und aktuelle Termine: www.kulturrat-nrw.de/corona-sprechstunde


Logo des CED-Infodesk

Info-Desk für EU-Förderungen

Der Creative Europe Desk Kultur hat einen Infodesk zur EU-Kulturförderung in der Corona-Krise eingerichtet. Dieser informiert über zusätzliche Förderungen der EU und Maßnahmen zur Unterstützung des Kultur- und Kreativsektors in der Coronakrise und darüber hinaus und gibt einen Ausblick zu Kulturfördermöglichkeiten in den kommenden Jahren.
kultur.creative-europe-desk.de/service/ infodesk-corona.html


Fragezeichen und Ausrufezeichen

(Foto: Pixabay)

Krisenberatungen für Unternehmen

(Update 26.10.2020) Das Bundesförderprogramm zur Krisenberatung ist zwar ausgelaufen, aber andere Module zur Förderung unternehmerischen Know-hows ermöglichen weiterhin geförderte Beratungen zu günstigen Konditionen. Diese Module werden unverändert fortgeführt und stehen Unternehmerinnen und Unternehmern weiter zur Verfügung. Kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler, die von der Corona-Krise betroffen sind, erhalten so eine professionelle wirtschaftliche Beratung. Weitere Informationen: www.bafa.de


Hilfe für den Bereich Musik

Nothilfefonds für Musikerinnen und Musiker

Die Deutsche Orchesterstiftung hat einen Nothilfefonds für freischaffende Musikerinnen und Musiker eingerichtet. Auf der Internetseite gibt es sowohl die Spendenkontonummer als auch ein Formular für Betroffene, die Hilfe aus dem Fonds beantragen möchten:
www.orchesterstiftung.de


Infos für Live-Musik-Clubs

Die LiveMusikKommission (kurz LiveKomm) hat Informationen speziell für Clubs zur Verfügung gestellt: Informationen zu Kurzarbeit, Steuern, Versicherung und Tipps zur Rettung der Institution.
www.livemusikkommission.de


Fragen zu Verträgen

Der Verein Rockcity Hamburg e. V. hat auf seiner Internetseite eine Corona-Sonderseite mit häufig gestellten Fragen für selbständige und freie Kulturschaffende mit Fokus auf die Musik, aber auch zu allgemeinen Themen wie Verträgen zusammengefasst, die auch außerhalb Hamburgs gelten:
www.rockcity.de


Hilfe für den Bereich Kunst

Malutensilien im Glas

Infos für bildende Künstlerinnen und Künstler

Ein zusätzliches Informationsangebot für bildende Künstlerinnen und Künstler, die im Zuge der Covid-19-Krise Fragen zu ihrer arbeitsrechtlichen Situation haben, stellt das Landesbüro für Bildende Kunst (LaBK) zur Verfügung.
Alle Informationen, auch zu aktuellen Fördermöglichkeiten: www.labk.nrw


Hilfe für den Bereich Film

Piktogramm mit  Filmprojektor

Filmförderung

Die Filmförderanstalt (FFA) unterstützt Kinofilme verschiedener Genres in allen Phasen des Entstehens und der Verwertung: von der Drehbuchentwicklung über die Produktion bis hin zu Verleih, Vertrieb und Video. Unter anderem werden unterschiedliche Hilfsprogramme im Rahmen von "Neustart Kultur" über die FFA abgewickelt. So sollen Produktion, Verleih und Kino in Zeiten der Corona-Krise unterstützt werden.
www.ffa.de/foerderungen-und-antraege.html


KSK / GVL / GEMA / Steuern

Logo KSK

Änderungsmeldungen bei der KSK

Künstlerinnen und Künstler, die in der KSK versichert sind, können eine Änderungsmitteilung darüber machen, dass sich ihr Jahreseinkommen ändern wird. Der Antrag sollte so schnell wie möglich gestellt werden, da sich Änderungen nicht rückwirkend, sondern nur für die Zukunft auswirken.



Logo GEMA

Sofortmaßnahmen für Kunden der GEMA

Die GEMA hat mitgeteilt, dass für den Zeitraum, in dem Betriebe aufgrund behördlicher Anordnungen zur Eindämmung der Pandemieausbreitung schließen müssen, alle Monats-, Quartals- und Jahresverträge für Lizenznehmer ruhen. Es entfallen während dieses Zeitraumes die GEMA-Vergütungen. Dies gilt rückwirkend seit dem 16. März 2020 und bis auf Weiteres. Mit dem „Schutzschirm LIVE“ stellt die GEMA zudem eine pauschale Nothilfe zur Verfügung, mit der Musikurheber eine Vorauszahlung auf ihre künftigen Ausschüttungen in den Live- und Wiedergabesparten beantragen können.



Aussetzen und Herabsetzen von Steuerzahlungen

Bei entsprechender Antragstellung können laufende Vorauszahlungen zur Einkommenssteuer bzw. Körperschaftssteuer herab- oder ausgesetzt werden. Zudem können Säumniszuschläge erlassen sowie fällige Steuerzahlungen gestundet werden. Entsprechende Anträge müssen bei dem zuständigen Finanzamt gestellt werden: www.finanzverwaltung.nrw.de


Hilfe von Arbeitsagentur und Jobcenter

Logo Jobcenter

Arbeitslosengeld II - Sonderhotline eingerichtet

(Update 13.11.2020) Von den anhaltenden Auswirkungen von Covid 19 auf den Arbeitsmarkt sind Selbständige und Künstler besonders betroffen. Um möglichen Hemmschwellen bei der Antragstellung von Arbeitslosengeld 2 oder anderen Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch 2 entgegenzuwirken und notwendige Informationen zu geben, ist bis zum 31. Dezember 2021 eine Sonderhotline eingerichtet. Unter der Service-Rufnummer 08 00/4 55 55 21 (gebührenfrei) erhalten Selbstständige sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler Informationen zu Hilfen für den Lebensunterhalt und die Aufrechterhaltung ihres Betriebs. Die Hotline ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr erreichbar.

Informationen gibt es auch beim Jobcenter Münster, Tel. 02 51/4 92-92 92, jobcenter@stadt-muenster.de
www.stadt-muenster.de/jobcenter


Logo (Schriftzug) Agentur für Arbeit

Kulturunternehmen können Kurzarbeitergeld beantragen

Wie anderen Unternehmen in wirtschaftlichen Krisen stehen Kultureinrichtungen finanzielle Hilfen der öffentlichen Hand zu, z. B. Gelder für Kurzarbeit bei sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen.
Unternehmen mit mindestens einem Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin können Kurzarbeitergeld beantragen. Beim Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn eine Firma ihre Beschäftigten in Kurzarbeit schickt. Den Arbeitgebern sollen außerdem die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet werden. Arbeitgeber können Kurzarbeitergeld beantragen, wenn mindestens 10 Prozent der Belegschaft von einem erheblichen Arbeitsausfall betroffen ist. Die Maßnahme soll Unternehmen helfen, bei eingebrochenem Geschäft Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen zu halten. Kurzarbeitergeld gibt es jedoch nicht für geringfügig Beschäftigte.
Kulturbetriebe haben davon bisher selten Gebrauch gemacht, da der Verwaltungsaufwand groß erschien und die Betriebe sich nicht als Nutznießer der Maßnahmen sahen.
Anlässlich der Corona-Krise hat die Bundesregierung hier kurzfristig Erleichterungen für den Bezug von Kurzarbeitsgeld geschlossen.
Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit: www.arbeitsagentur.de


Weitere Informationen

Weitere Informationen

Logo LaFT

Hinweis zum Ausfall von Veranstaltungen

Ob bei Ausfall / Absage einer Veranstaltung ein Ausfallhonorar von dem Auftraggeber/ Veranstalter gezahlt wird bzw. bezahlt werden muss, hängt zunächst einmal von den individuellen Vertragsbedingungen ab. Wirksam sind auch Vereinbarungen, die mündlich oder per WhatsApp/SMS geschlossen wurden.
Bedeutsam ist zum anderen aber auch der Grund der Absage der Veranstaltung: Bei einer behördlichen Untersagung der Durchführung der Veranstaltung wird in der Regel ein Fall der höheren Gewalt vorliegen (so nun auch in NRW geschehen). Sagt ein Veranstalter eine Veranstaltung wegen höherer Gewalt ab, entfällt in der Regel der Honoraranspruch bei allen Künstlerinnen und Künstlern, die Leistungen bei der Veranstaltung erbringen sollen.
Sind bei einem Projekt bereits Teilleistungen erbracht, besteht zumindest anteilig Anspruch auf das Honorar.
Über die rechtlichen Eckpunkte und Handlungsideen informiert in einem Newsletter vom LAFT Baden-Württemberg die Rechtsanwältin Sonja Laaser. Sie informiert insbesondere auch bzgl. der Absagen mit oder ohne behördliche Anordnung sowie zu Auswirkungen auf künftige Vertragsgestaltungen:
www.nrw-lfdk.de


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Weitere Entwicklungen auf kommunaler Ebene sowie relevante Hinweise werden auf dieser Seite zeitnah aktualisiert.
Hinweise und Informationen nimmt das Kulturamt entgegen unter kulturamt@stadt-muenster.de.


 

Zusatzinfos

Kontakt

Kulturamt Münster
Stadthaus 1
Klemensstraße 10
48143 Münster

Telefon: 02 51/4 92-41 01
Fax: 02 51/4 92-77 52



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