Stadt Münster: Kulturamt - Daniela Danz

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Literaturline

Lesung Oktober 2015

Daniela Danz

Daniela Danz (Foto: Nils-Christian Engel)

Daniela Danz liest aus »V: Gedichte«

Beim diesjährigen 19. Internationalen Lyrikertreffen in Münster las Daniela Danz aus ihrem 2014 im Göttinger Wallstein Verlag erschienen Gedichtband »V: Gedichte«.

Daniela Danz‘ 2009 erschienener Gedichtband »Pontus« war eine Sensation, er wurde mit höchstem Lob bedacht und liegt mittlerweile in der vierten Auflage vor. So wie die Autorin dort den Blick auf die Grenzen Europas, besonders im Osten, richtete, so widmet sie sich in ihrem neuen Buch dem schwierigen und fast nur mit der Chiffre »V« zu fassenden Thema Vaterland, das sie als transzendierte Heimat versteht. Sprachmächtig und formbewusst fragt Daniela Danz dem nach, was unsere Gesellschaft, was Europa zusammenhält jenseits dessen, was leicht zu haben ist.

»Das ist das Land von dem man sagt / dass alles hier aufhört und alles anfängt / das sind die Dörfer die im Schlaf / über mich kriechen mit schweren Sockeln / der Kirchen und bellenden Hunden / das sind die Dörfer in deren Leere / ich morgens stehe wenn ich erwache / das ist der Tau zu dem ich den Durst / noch am Abend verspürt habe / das ist das Land der kalten Dörfer / das sind die bellenden Dörfer / die sagen: wie lebst du bequem / während wir dreimal aufhören / und einmal den Anfang nicht finden ...«

»Mit starker poetischer Kraft bannt sie […] die Gefahr des bloßen Ausstellens von kulturgeschichtlichem Wissen […]: ›V‹ wie ›Vaterland‹ heißt der Band, der dicht gefügt ist und enzyklopädisch anhebt, das Phänomen zu erkunden, und der es doch nicht durch angestrengte Systematik erstickt. Poetisch, zugleich sehr zeitbewusst und politisch umkreist Daniela Danz die Begriffe.« (Holger Pils)

Daniela Danz, 1976 in Eisenach geboren, lebt heute in Kranichfeld. Sie studierte Kunstgeschichte und Germanistik in Tübingen, Prag, Berlin, Leipzig und Halle und promovierte über den Krankenhauskirchenbau der Weimarer Republik. Seit 2002 ist sie freiberufliche Autorin und Kunsthistorikerin. Mehrere Jahre arbeitete sie als Kunstinventarisatorin für die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland. 2010 gründete sie die Internationale Schülertextwerkstatt svolvi und lehrt seit dieser Zeit an der Universität Hildesheim. Seit Juni 2013 leitet sie das Schillerhaus in Rudolstadt. Für ihre Arbeiten wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2014, gemeinsam mit Mirko Bonné, mit dem Rainer-Malkowski-Preis.


Jetzt anhören:

Daniela Danz »V: Gedichte«

 

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