Stadt Münster: Vermessungs- und Katasteramt - Straßenname: Biederlackweg

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Straßennamen in Münster

Bedeutungen und Hintergründe


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Biederlackweg

Stadtbezirk   Münster-Südost
Statistischer Bezirk   Gremmendorf-West
Lage  im Stadtplan

Entstehung   1966   21.11.1966
Amtsblatt   2/1967   31.01.1967

Benannt nach dem Mitglied des Provinziallandtages und Fabrikanten Johann Christoph Biederlack, (1773-1854) aus Greven.

Johann Christian Biederlack
Nach Einschätzung des damaligen münsterischen Oberbürgermeisters Hüffer war Johann Christian Biederlack ein durch und durch praktischer Mensch; alles was Phantasie, Kunst, Theorie heißt, lag ihm fern, dagegen hatte er durchdringenden Verstand, klare Einsicht und einen ganz auf die Sache gerichteten Sinn ..., schreibt Wilhelm Schulte in Westfälische Köpfe.
Biederlack wurde in Greven geboren. Das vom Vater übernommene Kaufmannsgeschäft erweiterte er zu einem Großunternehmen. Auf eigenen Emsschiffen beförderte er Kolonialwaren, Teer, Tran und schwedisches Eisen. In Emsdetten beteiligte er sich an einem florierenden Geschäft zur Einfuhr von Baumwoll-, Flachs- und Hanfgarnen.
Biederlacks Wirken in der Öffentlichkeit und auch seine erfolgreiche kaufmännische Tätigkeit verschafften ihm - als einem der ersten Westfalen 1837 - den begehrten preußischen Titel eines Kommerzienrates.
Gegen das Bettlerunwesen der damaligen Zeit richtete Biederlack sich auf, indem er in Greven eine Armenanstalt stiftete. Mit Oberbürgermeister Hüffer arbeitete er eine Denkschrift für das Preußische Finanzministerium aus; die die wirtschaftlichen Verhältnisse in Westfalen und im Rheinland durchleuchtete.
Mit den anderen 18 westfälischen Abgeordneten gehörte Johann Christoph Biederlack zur Verhandlungsdelegation über die Einführung der Provinzialstände. In diesem Gremium vertrat er dann ab 1826 den Kreis Münster. Wegen seiner Differenzen mit dem Adel wurde er 1846 aus dem Provinzial-Landtag verdrängt.
Doch hiervon ließ sich Biederlack nicht beirren. Der Ausbau der Landstraßen, die Schiffbarmachung der Ems sowie Hilfsmaßnahmen bei Hagelschlag und Missernten blieben sein weiteres Arbeitsgebiet. Zusammen mit anderen tatkräftigen Männern zog er alle Register, um den Bau der Eisenbahn Münster-Emden über Greven und Emsdetten und nicht über Borghorst-Burgsteinfurt zu betreiben. Die preußischen Zeitgenossen Biederlacks Freiherr vom Stein und auch der Oberpräsident von Vincke waren von der klarsichtigen Arbeit des Mannes Biederlack angetan, obwohl sie sich mit ihm nicht immer in vollem Einverständnis befanden.
Quelle: Westfälische Nachrichten vom 13.08.1984


 

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