Stadt Münster: Vermessungs- und Katasteramt - Straßenname: Braunsbergstraße

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Straßennamen in Münster

Bedeutungen und Hintergründe


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Braunsbergstraße

Stadtbezirk   Münster-Ost
Statistischer Bezirk   Mauritz-Ost
Lage  im Stadtplan

Entstehung   1958   17.12.1958
Amtsblatt   4/1959   04.02.1959

Benannt nach der Stadt Braunsberg in Ostpreußen, über die Münster die Patenschaft übernommen hat.

Die Stadt und der Landkreis Braunsberg
Der Landkreis Braunsberg lag im nördlichen Ermland, diesem größtenteils katholischen Gebietsteil der Provinz Ostpreußen. Mit seiner Größe von 946 Quadratkilometern und seinen 62317 Einwohnern war es im Jahre 1939 der am dichtesten besiedelte Landkreis im Regierungsbezirk Königsberg. Die Städte Frauenburg, Mehlsack und Wormditt gehörten zum Kreisgebiet.
Die gleichnamige Burg wurde 1240 vom Deutschen Orden angelegt, geriet nach einigen Jahren in bischöflichen Besitz und war bis 1340 Residenz des Bischofs von Ermland. Die Burgsiedlung erhielt 1254 durch Bischof Anselm das lübische Stadtrecht. Im Jahre 1939 hatte Braunsberg 21142 Einwohner. Seit dem 14. Jahrhundert bereits war Braunsberg Hansestadt. Vielleicht sind die ersten Kontakte mit Gesandten der Hansestadt Münster bei den Hansetagen in Lübeck erfolgt.
In späteren Jahrhunderten kam es zu regem Austausch von Gelehrten der Universität Münster und dem Lyceum Hosianum in Braunsberg mit seinen theologischen und philosophischen Fakultäten, das ab 1912 zu einer staatlichen Akademie erhoben wurde. Professoren und Dozenten wie Johann Bernhard Farwick, Johann Heinrich Achterfeld, Johann Heinrich Schülling, Franz Neuhaus, Johann Bernhard Busse, Joseph Annegarn, Karl Weyerstraß, Joseph Lortz, Max Meinertz und Bernhard Poschmann lehrten hier wie dort.
Bereits im Ersten Weltkrieg entstand zwischen Münster und Braunsberg eine Kriegspatenschaft. So spendete Münster im Rahmen der Ostpreußen-Hilfe u. a. eine Summe von 23.000 Mark für Braunsberg.
Am 17. Juli 1954 kam es zur erneuten Patenschaft der Stadt Münster für den Landkreis und die Stadt Braunsberg. Im polnischen Sprachgebrauch wird die Stadt heute Braniewo genannt. Nur wenige Kilometer von der Stadt entfernt verläuft heute die sowjetische Grenze.
Quelle: Westfälische Nachrichten vom 22.10.1982


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Albersloher Weg 33
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Fax 02 51/4 92-77 55
 
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