Stadt Münster: Vermessungs- und Katasteramt - Straßenname: Eisenbahnstraße

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Straßennamen in Münster

Bedeutungen und Hintergründe


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Eisenbahnstraße

Stadtbezirk   Münster-Mitte
Statistischer Bezirk   Bahnhof
Lage  im Stadtplan

Entstehung   1874   —
Amtsblatt   —   —

Die Straße verlief damals direkt neben dem Eisenbahngleis.

Die Straße hat bis 1874 Kleine Pagenstiege geheißen. Als die Bahnlinie und der erste Güterbahnhof gebaut wurden, erhielt die Straße den Namen Eisenbahnstraße. Die damaligen Gleise lagen auf der Fläche, auf der heute die evangelische Erlöser-Kirche und das Paul-Gerhardt-Haus stehen.

Münster und die Eisenbahn
Um die Mitte des 19. Jahrhunderts war Münster langsam über den Promenadenring hinaus gewachsen. Die Anlage des Bahnhofs im Osten der Stadt schuf einen besonderen Siedlungsschwerpunkt außerhalb der früheren Grenzen der Stadt. Bald nach Eröffnung des Bahnverkehrs im Jahre 1848 siedelten sich Kaufhäuser und Wohnbauten und Hotels um den Bahnhof an. Die Salzstraße erlangte als Verbindungsweg von Innenstadt und Bahnhof, der damals noch am Servatiiplatz lag, eine besondere Bedeutung. Der erste Münstersche Bahnhof, der 1850 erbaute so genannte Westfälische Bahnhof wurde 1893 gegen Ende des 19. Jahrhunderts durch einen ersten Hauptbahnhof, ein Bauwerk in typisch wilhelminischem Baustil, ersetzt. Dabei verlegte man den Sitz des Bahnhofs vom Servatiiplatz an den heutigen Ort.
Anlässlich des Katholikentages 1930 erhielt der Hauptbahnhof ein neues Empfangsgebäude. Von diesem Vorkriegsgebäude blieb durch die Zerstörungen des Krieges nur wenig erhalten. In den 50er Jahren entstand ein Bahnhofsneubau mit zahlreichen Geschäften und einer lichten Eingangshalle.
Die ersten Bahnstrecken waren 1848 Münster-Hamm; 1856 Münster-Emden; 1870/1875 Köln-Münster-Hamburg; 1875 Münster-Burgsteinfurt-Gronau; 1887 Münster-Warendorf-Rheda; 1903 Westfälische Landes-Eisenbahn Münster-Beckum-Lippstadt; 1906 Münster-Coesfeld-Bocholt; Durch die Westfälische Landes-Eisenbahn (WLE), eine eigene Bahngesellschaft, erhielt Münster einen zweiten, kleinen Bahnhof, den so genannten Beckumer Bahnhof an der Hafenstraße. Die WLE befuhr nur die Strecke von Münster nach Lippstadt. Relativ Spät, 1920, entstand die Strecke Münster-Dortmund, und somit eine direkte Verbindung zum Ruhrgebiet. Durch die Verlegung des Hauptbahnhofs in den 20er Jahren kann die Windthorststraße zu größerer Bedeutung und entlastete die Salzstraße als Zugangsweg in die Stadt.
Quelle: Detlef Fischer, Münster von A bis Z, Münster 2000


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