Stadt Münster: Vermessungs- und Katasteramt - Straßenname: Fitzmauriceweg

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Straßennamen in Münster

Bedeutungen und Hintergründe


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Fitzmauriceweg

Stadtbezirk   Münster-Südost
Statistischer Bezirk   Gremmendorf-West
Lage  im Stadtplan

Entstehung   1969   27.01.1969
Amtsblatt   5/1969   27.02.1969

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Benannt nach dem Piloten James C. Fitzmaurice, irischer Flieger, der 1928 zusammen mit Hermann Köhl und Ernst G. Von Hünefeld den Nord-Atlantik zum ersten mal von Ost nach West überquert hat.

James C. Fitzmaurice wurde im Jahre 1899 in Dublin geboren. Er trat während des Krieges in die britische Armee ein, wurde zweimal verwundet und meldete sich daraufhin zu den Fliegern. Dort wurde er zum Offizier befördert, spezialisierte sich auf den Nachtflug und war der erste, der nach der Besetzung Kölns durch die Engländer nach Kriegsschluss nachts die Post von Folkestone nach Köln brachte.
Aus dem britischen Heeresdienst schied er 1919 aus und trat 1922 in die neugegründete Luftflotte des irischen Freistaates ein, in der er bald eine maßgebliche Stellung bekleidete. 1927 versuchte er zusammen mit Hauptmann Mac Intosh in dem Flugzeug Xenia von Irland aus nach Amerika zu fliegen. Nach einem Flug von 300 Seemeilen waren sie auf stürmisches Wetter gestoßen und umgekehrt. Mit knapper Not konnten sie Irland wieder erreichen.
Im April 1928 beteiligte sich Fitzmaurice an dem ersten erfolgreichen Ost-Westflug über den Atlantik zusammen mit den Deutschen Ernst Günther Freiherr von Hünefeld und Hermann Köhl in einem einmotorigen Junkers-Frachtflugzeug vom Typ W 33, der berühmt gewordenen Bremen. Dieser erste Direktflug über den Atlantik in Ost-Westrichtung dauerte 36 1/2 Stunden. Die drei Flieger wurden in Amerika und Deutschland begeistert gefeiert.
Fitzmaurice bekleidete in den folgenden Jahren weiter führende Stellungen bei den irischen Luftstreitkräften, stieß aber bei Vorschlägen zur Verbesserung und zum Ausbau der irischen Luftflotte auf beständige Ablehnung seiner Anregungen, weshalb er 1928 als Oberst seinen Abschied nahm.
Nachdem er lange vergeblich versucht hatte, in der britischen Zivilluftfahrt Verwendung zu finden, wanderte er, wie er selbst erklärte, verbittert nach Amerika aus und fand sogleich einen Posten bei einer großen Flugzeugfirma. Im Mai 1929 übergab er dem amerikanischen Volk das diesem von Hünefeld geschenkte Atlantikflugzeug Bremen.
Im Oktober 1934 meldete sich Fitzmaurice als Teilnehmer des Luftrennens England - Australien in London, konnte aber wegen eines Startverbots, dessen Gründe nicht bekannt wurden, nicht daran teilnehmen. 1939 etwa kehrte Fitzmaurice nach Europa zurück und lebte zuerst in London, seit 1951 wieder in Dublin.
Anlässlich des 25. Jahrestages des Atlantikfluges im April 1953 traf Fitzmaurice als letzter Überlebender in Deutschland ein und nahm an den offiziellen Feierlichkeiten teil. Fitzmaurice starb, 66 Jahre alt, am 26. Sept. 1965 in Dublin.

Quelle: Eintrag "Fitzmaurice, James C." in Internationales Biographisches Archiv (Munzinger-Archiv), 22.01.1966, Nr. 5506, Lieferung 3/66

In Gremmendorf-Ost gibt es zwei Gebiete mit Straßennamen aus dem Themenbereich Jagdflieger und Piloten. Die Namen haben einen örtlichen Bezug zum damaligen Fliegerhorst Loddenheide bzw. Luftnachrichtenkaserne in Gremmendorf, Albersloher Weg 450. Es sind die Straßennamen
Boelckeweg, Fitzmauriceweg, Köhlweg, Lindberghweg, Von-Hünefeld-Weg, Gustav-Tweer-Weg, Josef-Suwelack-Weg, Lilienthalweg, Paul-Engelhard-Weg.


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