Stadt Münster: Vermessungs- und Katasteramt - Straßenname: Tönne-Vormann-Weg

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Straßennamen in Münster

Bedeutungen und Hintergründe


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Tönne-Vormann-Weg

Stadtbezirk   Münster-Südost
Statistischer Bezirk   Wolbeck
Lage  im Stadtplan

Entstehung   1994   18.01.1994
Amtsblatt   —   —

Benannt nach Tönne Vormann, (1902-1993), Zeichner, Maler, Schriftsteller und Sänger.

Anton-Wilhelm Vormann, besser bekannt als Tönne Vormann, verstarb im November 1993. Der 1902 geborene Künstler besuchte von 1918 bis 1923 die Kunstgewerbeschule Münster, wo er sich zum Glasmaler ausbilden ließ. Es schlossen sich Studien an den Kunstakademien in Düsseldorf und Berlin an. Bereits in den Anfangsjahren des Rundfunks in Münster war Tönne Vormann dort als Sänger, Sprecher und Hörspielautor tätig. 1941 bis 1945 betätigte er sich als Kriegsmaler in Frankreich und Rußland. Nach dem Krieg zog er nach Wolbeck. Dort setzte er seine Tätigkeit als vielfach begabter Maler, Dichter, Liedermacher und Lautensänger fort. Oberbürgermeister Twenhöven sagte über Tönne Vormann: Er war ein Synonym für westfälische Bodenständigkeit und verkörperte zugleich den weltoffenen, ja neugierigen Westfalen. Er war im besten Sinne ein münstersches Original. 1983 wurde Tönne Vormann das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Quelle: Beschlussvorlage Nr. 46/1994 zur Sitzung der Bezirksvertretung Münster-Südost am 18.01.1994

Töns Vormann wurde 1902 in Münster unter dem Namen Anton Wilhelm Vormann geboren. Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte er zunächst eine Ausbildung als Kirchenmaler und besuchte anschließend die Kunstgewerbeschule in Münster. Dort zählten Heinrich Schewen, Bernhard Bröker und Anton Rüller zu seinen Lehrern.
1923 verließ Vormann Münster, um zunächst in Düsseldorf und anschließend in München Kunst zu studieren. Nebenher nahm er Gitarren- und Gesangsunterricht. In München lernte er den Schriftsteller und Kabarettisten Joachim Ringelnatz kennen, mit dem er gemeinsam im Münchener Künstlerlokal Simplicissimus auftrat. 1928 wechselte Vormann an die Kunstakademie nach Berlin und wurde Meisterschüler von Max Slevogt. Der renommierte Berliner Galerist Alfred Flechtheim betreute in jenen Jahren das malerische Werk Vormanns. In der von Flechtheim herausgegebenen Zeitschrift Der Querschnitt, zu deren Mitarbeitern zahlreiche europäische Intellektuelle zählten, veröffentliche Vormann zwischen 1929 und 1932 einige Zeichnungen. Nach der Zerschlagung des Berliner Kunstbetriebes durch die NSDAP 1934 kehrte Vormann nach Münster zurück.
Nach dem Krieg, den er als Kriegsberichterstatter in Frankreich und Rußland erlebte, ließ er sich in Münster-Wolbeck nieder. Neben seiner Arbeit als Maler, Zeichner und Grafiker nahm Vormann seine bereits 1924 begonnene Tätigkeit als Sänger, Sprecher und Hörspielautor beim Rundfunk in Münster wieder auf. Bis zu seinem Tode 1993 wurde Tönne Vormann einem breiten Publikum vor allem als Mundart-Dichter und Sänger bekannt.
Quelle: Faltblatt zur Ausstellung im Westpreußischen Landesmuseum im Drostenhof zu Wolbeck und in Stadtmuseum Münster (01.12.2001 bis 24.02.2002)


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