Förderprogramm
Energieeinsparung und Altbausanierung - Programmteil 3: Neuinstallation von Batteriespeichersystemen in Kombination mit neuen Photovoltaikanlagen

Fördergeber: Stadt Münster

Förderempfänger: Eigentümer, Eigentümergemeinschaften und sonstige dingliche Nutzungsberechtigte von Wohngebäuden

Antragsunterlagen:

Stadt Münster, Umweltberatung
im CityShop, Salzstraße 21
48143 Münster
Tel. 4 92-6 7 67 (Mo 13 - 18 Uhr, Di - Do 10 -13 Uhr, 3. Sa/Monat 10-16 Uhr)
FAX 492-7737
umwelt@stadt-muenster.de

Förderfähige Maßnahmen:

Die Stadt Münster gewährt im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel der Stadt und nach Maßgabe der Richtlinie im Förderbereich 3 dieses Förderprogramms Fördermittel für die Neuinstallation eines stationären Batteriespeichersystems mit Lithium-Eisenphosphat- oder mit Salzwasser-Technologie in Verbindung mit der Neuerrichtung einer festinstallierten netzverbundenen Photovoltaik (PV)-Anlage mit einer installierten Leistung von mindestens 5 bis maximal 30 Kilowattpeak (kWp) auf Wohngebäuden im Stadtgebiet Münsters. In Hinblick auf die Kriterien Gefahrstoffe, Sicherheit und Lebensdauer sowie eingesetzte Rohstoffe und Recycling überwiegen bei Salzwasser- und Lithium-Eisenphosphat-Batterien im Vergleich zu den übrigen gängigen Batterietechnologien die positiven Aspekte.

Förderbedingungen:

Gefördert wird die Neuinstallation eines stationären Batteriespeichersystems in Verbindung mit der Neuerrichtung einer PV-Anlage in, an und auf Wohngebäuden oder dem Grundstück des Wohngebäudes.

Es werden nur Anlagen mit PV-Modulen gefördert, für die von einer anerkannten Prüfstelle die Einhaltung der Mindestanforderungen nach IEC 61215/EN 61215 bzw. IEC 61646/EN 61646 bestätigt werden. Gleiches gilt für den Wechselrichter (z.B. VDE-AR-N-4105:2011-08, IEC 60529, IEC 62103 oder EN 61000 ff).

Für den elektrischen Speicher muss eine Zeitwertersatzgarantie des Herstellers von mindestens 7 Jahren nachgewiesen werden.

Die maximale Wirkleistungseinspeisung der Anlage in das öffentliche Netz ist zu jedem Zeitpunkt auf 60 % der installierten Leistung begrenzt. Hierdurch soll ein netzdienlicher Betrieb des Batteriespeichers im Sinne der Energiewende gefördert werden. Zudem sind die technischen Anschlussbedingungen des Netzbetreibers (münsterNETZ GmbH) einzuhalten.

Förderempfänger: Die Förderung wird Eigentümern und sonstigen dinglichen Nutzungsberechtigten von Wohngebäuden gewährt. Bei Eigentümergemeinschaften wird die Förderung allen gemeinsam gewährt. Die Stadt leistet den Förderbetrag jedoch an den bevollmächtigten Antragsteller.

Antragsverfahren: Für die Bewilligung und Auszahlung der Fördermittel sind die ordnungsgemäße, sichere Installation des Batteriespeichersystems und der PV-Anlage gemäß gültiger Normen und Regelwerke und die ordnungsgemäße sichere Inbetriebnahme durch ein geeignetes Fachunternehmen zu bescheinigen. Je Antragsteller und Kalenderjahr kann nur ein Antrag auf Förderung gestellt werden.

Bewilligung: Die Anträge auf Bewilligung der Fördermittel sind auf vorgedruckten Formblättern schriftlich beim Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung zu stellen. Dem Antragsformular ist neben dem Angebot eines Fachunternehmens das Moduldatenblatt der PV-Anlage, das
Datenblatt des Batteriespeichers und das Datenblatt des Wechselrichters beizufügen. Die Stadt Münster behält sich vor, zusätzliche technische Unterlagen anzufordern, soweit sie für die Entscheidung über den Antrag erforderlich sind. Ein Rechtsanspruch auf Gewährung der Förderung besteht nicht. Die Bewilligungsstelle entscheidet nach Reihenfolge der Antragseingänge (Windhundprinzip) und pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der verfügbaren Mittel.

Leistungsnachweis: Die Förderempfängerin, der Förderempfänger hat bis zum Ablauf der von der Bewilligungsbehörde zu benennenden Frist, spätestens jedoch 10 Monate nach der Bekanntgabe des Bewilligungsbescheides ein vom Fachunternehmen bestätigtes Formblatt über die ordnungsgemäße sichere Inbetriebnahme sowie den Kostennachweis für die Installation der Anlage vorzulegen. Wurden bis zum Ablauf der Frist die Nachweise nicht erbracht, verliert der Bewilligungsbescheid seine Gültigkeit. Auf Antrag kann die Frist einmal um 4 Monate verlängert werden, soweit der Nachweis erbracht wird, dass besondere Gründe für eine Verlängerung sprechen. Der Antrag ist nur zulässig, wenn er vor Ablauf der Frist gestellt wird.

Kumulation: Die Förderpauschale kann mit anderen Förderungen kumuliert werden. Batteriespeicher bis 30 kWp können auch in den KfW-Produkten "Erneuerbare Energien (270, 274)" und "Energieeffizient Bauen (153)" mitfinanziert werden. Eine Doppel-Förderung kann die mögliche Förderhöhe aus der KfW-Speicherförderung beeinflussen. Hinweis: Das Landes-Programm "Förderung regenerativer Energien - progres.nrw (Markteinführung)" beinhaltet ebenfalls einen Förderbaustein "Energiespeicher". Hier werden stationäre Batteriespeicher in NRW in Verbindung mit einer Photvoltaikanlage größer 30 kWp gefördert. Die Förderquote beträgt 50 % der Investitionsausgaben für den Speicher bis zu einer max. Fördersumme von 75.000 €.

Bewilligung: Über den jeweiligen Förderantrag (Altbausanierung, Qualitätssicherung, Installation eines PV-Batteriespeichersystems) entscheidet die Stadt nach pflichtgemäßem Ermessen unter Anwendung dieser Richtlinien. Der Bewilligungsbescheid kann mit Auflagen verbunden werden. Für die Bewilligung muss der Antrag vollständig eingereicht werden. Die Bewilligung erfolgt unter Vorbehalt der Durchführung der dem Antrag zugrunde liegenden Maßnahmen und Einreichen des Kosten-/Leistungsnachweises.

Auszahlung: Die Auszahlung der Mittel erfolgt entsprechend des vorbehaltlosen endgültigen Bewilligungsbescheides nach Durchführung der förderfähigen Maßnahmen. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Zuweisung von Fördermitteln, d.h. die Stadt Münster verfügt über das alleinige Recht der Entscheidung der Zuweisung von Zuschüssen.

Nicht Förderfähig:

sind:

Fördermittel:

Die Pauschal-Förderung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses beträgt:

Sonstiges:

Die Anträge auf Bewilligung der Fördermittel sind auf vorgedruckten Formblättern schriftlich beim Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung, Albersloher Weg 33, 48155 Münster einzureichen (Zimmer E 401 oder E 403) .

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Beratungen zum Förderprogramm (jeweils kostenfrei und ohne Anmeldung) bieten:

Stand der Informationen: 24.01.2019

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