Förderprogramm
Energiesparberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)

Fördergeber: Bund

Förderempfänger: Energieberater beantragen den Zuschuss zur Erstellung von Energiegutachten für: Eigentümer, Mieter/Pächter v. Wohngebäuden, Wohnungseigentümergemeinschaften, Nießbrauchberechtigte

Antragsunterlagen:

Energieberater
(anerkannt für die Vor-Ort-Beratung des Bundeswirtschaftsministeriums)

Förderfähige Maßnahmen:

Das Förderprogramm "Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)" trägt zur Umsetzung des energiepolitischen Ziels der Bundesregierung bei, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Eine qualifizierte Energieberatung für Wohngebäude soll Eigentümern einen sinnvollen Weg aufzeigen, wie sie die Energieeffizienz ihres Gebäudes verbessern können. urch eine energetische Sanierung können in aller Regel Energie und Treibhausgase eingespart werden. Eine Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung) wird deshalb vom Bund gefördert.

Folgende wesentliche Änderungen gelten seit dem 1.12.2017:

Informationen zum Zuschuss-Förderprogramm:

Im Rahmen einer Energieberatung für Wohngebäude zeigt Ihnen ein Energieberater, wie Sie Energie sparen können. Der Energieberater ermittelt vor Ort den energetischen Zustand Ihres Wohngebäudes. Auf dieser Grundlage erstellt er für Sie ein passendes Sanierungskonzept. Er schlägt Ihnen also vor, wie Sie Ihr Wohngebäude modernisieren können, um den Energiebedarf zu senken. Der Energieberater weist auch darauf hin, welche Fördermittel Sie beantragen können. Die Ergebnisse fasst er in einem schriftlichen Energieberatungsbericht zusammen, den er Ihnen aushändigt und in einem Abschlussgespräch erläutert.

Der Zuschuss wird an den Energieberater gezahlt. Dieser ist aber verpflichtet, Ihnen ein um den Zuschuss ermäßigtes Beratungshonorar in Rechnung zu stellen.

Sie haben die Wahl, ob der Energieberater entweder

Ihre persönlichen Verhältnisse oder Wünsche können bei einer Vor-Ort-Beratung in bestimmtem Umfang berücksichtigt werden. So haben Sie die Wahl zwischen zwei Beratungsalternativen:

Der individuelle Sanierungsfahrplans (iSFP):
Sie sollten den Energieberater bei beiden Beratungsalternativen bitten, Ihnen die Maßnahmen zur energetischen Sanierung Ihres Wohngebäudes in Form eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) darzustellen. Er präsentiert Ihnen die empfohlenen Sanierungsmaßnahmen übersichtlich und mit besonderer Anschaulichkeit (Design, Struktur und farblichen Visualisierung). Dadurch wird es Ihnen einerseits leicht gemacht, sich ein Bild vom energetischen Ausgangszustand des Wohngebäudes zu machen. Andererseits können Sie sich besser vorstellen, wie sich die Energieeffizienz des Gebäudes bei Umsetzung der einzelnen Sanierungsvorschläge schrittweise verbessert.

Nicht zu verwechseln ist eine Vor-Ort-Beratung mit der Ausstellung eines Gebäudeenergieausweises. Als Grundlage für Sanierungsentscheidungen ist ein Gebäudeenergieausweis deutlich weniger geeignet als ein iSFP, dessen Informationsgehalt erheblich höher zu veranschlagen ist.

Förderbedingungen:

Gebäude, auf die sich die Beratung beziehen sollen:

Weitere Infos und Checkliste der Bewilligungsbehörde (BAFA - Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)

Zwischen zwei Beratungen für dasselbe Gebäude muss ein Abstand von mindestens vier Jahren liegen. Ein neuer Eigentümer des Gebäudes kann dagegen ohne Wartezeit eine Energieberatung für Wohngebäude für dasselbe Gebäude in Anspruch nehmen.

Einen Antrag auf Förderung durch das BAFA können Sie (z. B. als Hauseigentümer) nicht selbst stellen, sondern nur ein von ihnen beauftragter Energieberater, der zugelassen ist.

Zugelassene Energieberater aus Ihrer Region finden Sie in der "Energieeffizienz-Expertenliste".

Kumulierung: Der Zuschuss kann auch gezahlt werden, wenn die Beratung aus anderen öffentlichen Mitteln (z. B. der Länder oder Kommunen) finanziert wird; die Förderung insgesamt darf dabei aber 90 % der Honorarkosten nicht übersteigen. Der Beratene trägt daher mindestens einen Eigenanteil von 10 % des Beratungshonorars. Ausgeschlossen ist eine Förderung allerdings, wenn auch Mittel aus anderen Beratungsprogrammen des Bundes in Anspruch genommen werden; in diesem Fall besteht ein Kumulierungsverbot.

Nicht Förderfähig:

Obwohl ein Wohngebäude die vorgenannten Voraussetzungen erfüllt, ist eine geförderte Energieberatung ausgeschlossen, wenn

Fördermittel:

Die Förderung besteht in einem Zuschuss, den der Energieberater erhält. Dadurch verbilligt sich die Beratung für Sie als Kunden, denn der Energieberater ist verpflichtet, den Zuschuss mit seinen Beratungshonorar zu verrechnen und Ihnen einen entsprechend ermäßigten Betrag in Rechnung zu stellen.

Der Zuschuss für eine geförderte Energieberatung für Wohngebäude beträgt 60 % des zuwendungsfähigen Beratungshonorars (einschließlich Umsatzsteuer), für

Die Beratungskosten für die Vor-Ort-Beratung sind frei verhandelbar und werden nach dem jeweiligen Aufwand berechnet. Für Gebäude, in denen nachträglich bauliche Veränderungen an der Gebäudehülle erfolgten oder für Gebäude ab 3 Wohneinheiten werden je nach Art und Menge des erhöhten Aufwandes Zuschläge berechnet.

Die Energieberater in Münster laut Energieberater-Liste (s. Punkt "Sonstiges") bieten bei Erstellung eines ausführlichen Energiegutachtens die Ausstellung des Gebäudeenergie-Bedarfsausweises nach EnEV kostenfrei dazu (dies ist nicht förderschädlich).

Sonstiges:

Bitte bei der Zeitplanung für die Fördermittelanträge und -bewilligung die jeweilige Wartezeit für die Erstellung des Energiegutachtens berücksichtigen.

Anträge werden vor Beginn der Beratung vom Energieberater beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt.

Eine Liste der Mitglieder im "Energieberater Netzwerk Münster", die die Energiesparberatung vor Ort mit anschließender Erstellung eines Energieausweises für Ihr Haus anbieten, und eine Beratung zum Förderprogramm bieten (jeweils kostenfrei und ohne Anmeldung):

Die Mitglieder im "Energieberater Netzwerk Münster" verpflichen sich zur Einhaltung bestimmter, von der Stadt Münster erarbeiteter Qualitätsstandards.

Link zum "Energieberater Netzwerk Münster"

Qualifizierte Energieberater für eine Vor-Ort-Beratung und Fachleute für eine von der KfW geförderte Planung und Baubegleitung energetischer Sanierungsvorhaben finden sie auch auf der Internetseite: www.energie-effizienz-experten.de

Weitere Infos der Bewilligungsbehörde, Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Frankfurter Str. 29 - 35, 65760 Eschborn

Stand der Informationen: 24.01.2019

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