Förderprogramm
Marktanreizprogramm: Heizen mit Erneuerbaren Energien

Fördergeber: Bund

Förderempfänger: Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaft, Freiberufler, Kommunen, Unternehmen, andere juristische Personen

Antragsunterlagen:

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
Heizen mit Erneuerbaren Energien
Frankfurter Straße 29 - 35
65760 Eschborn
Tel. 0 61 96-908-1625
FAX 0 61 96/908-1800

Förderfähige Maßnahmen:

Die geänderte Richtlinie zur Förderung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (Marktanreizprogramm) ist am 1.1.2020 in Kraft getreten. Anträge können über das elektronische Antragsformular beim BAFA gestellt werden. Die Höhe der Förderung wird ab dem 1.1.2020 als prozentualer Anteil der tatsächlich für den Austausch bzw. die Erweiterung der Heizungsanlage entstandenen förderfähigen Kosten berechnet. Dabei werden auch die Kosten für notwendige Umfeldmaßnahmen zur Installation der neuen Anlage berücksichtigt. Antragsteller, die nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind, können die Kosten außerdem einschließlich der Umsatzsteuer ansetzen.

Was wird gefördert?

In Neubauten werden Solarkollektoranlagen mit 30 % der förderfähigen Kosten und Biomasse- sowie Wärmepumpenanlagen mit 35 % der förderfähigen Kosten gefördert, sofern sie die entsprechenden technischen Mindestanforderungen erfüllen.

In bestehenden Gebäuden, d. h. solchen, in denen zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits seit mehr als 2 Jahren ein Heizungs- bzw. Kühlsystem in Betrieb genommen war, das ersetzt oder unterstützt werden soll, werden gefördert:

Förderbedingungen:

Antragstellung ab 2020:
Die Antragstellung über das elektronische Antragsformular muss vor Beginn der Maßnahme erfolgen. Als Vorhabenbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA. Für die Antragstellung sollten Ihnen Kostenvoranschläge für die Leistungen, die gefördert werden sollen, vorliegen. Die Summe der von Ihnen im Antrag angegebenen Kosten ist Grundlage für die Zuwendungsentscheidung. Sie kann im späteren Verlauf nicht nach oben korrigiert werden. Die Antragstellung kann auch von Bekannten, vom Fachunternehmer oder anderen Bevollmächtigten durchgeführt werden. Dazu muss mit dem Antrag eine ausgefüllte Vollmacht hochgeladen werden.

Die Erstellung eines Gasanschlusses sowie die Erschließungen der Wärmequelle einer Wärmepumpenanlage (bei Erdsondenbohrungen einschließlich Abschluss verschuldensunabhängige Versicherung) dürfen zwar vor dem oben definierten Vorhabensbeginn durchgeführt werden, ohne die Förderfähigkeit der Gesamtmaßnahme zu beeinträchtigen. Jedoch sind die Kosten für diese vorbereitenden Maßnahmen in diesem Fall nicht förderfähig.
Bei den folgenden Maßnahmen sind darüber hinaus weitere Nachweise hochzuladen:

Sobald Sie einen Antrag über das elektronische Antragsformular gestellt haben, steht es Ihnen frei mit der geplanten Maßnahme zu beginnen. Aufgrund des aktuell erhöhten Antragsaufkommens kann die Bearbeitung Ihres Antrags einige Zeit in Anspruch nehmen.

Nach der Antragstellung prüft das BAFA alle Antragsvoraussetzungen. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, erhalten Sie den Zuwendungsbescheid. Dann haben Sie 12 Monate Zeit die Maßnahme umzusetzen (Bewilligungszeitraum). Sofern erforderlich, kann der Bewilligungszeitraum einmalig um weitere 12 Monate verlängert werden. Der formlose schriftliche Antrag auf Verlängerung muss innerhalb des im Zuwendungsbescheides festgesetzten Bewilligungszeitraumes gestellt werden. Nach Ablauf dieser Frist ist eine weitere Verlängerung ausgeschlossen. Spätestens sechs Monate nach Ablauf des Bewilligungszeitraumes ist der Verwendungsnachweis über das elektronische Formular auf der BAFA-Internetseite einzureichen.

Nutzen Sie bitte für den vorgangsbezogenen Schriftwechsel nach der Antragstellung den Upload-Bereich bei der BAFA.

Zur aktuellen Richtlinie (Rechtsgrundlagen) und zu den Formularen auf Förderung eines regenerativen Wärmeerzeugers (Formulare/Upload-Bereich)

Kumulation:
Die Kumulierung mit anderen Fördermitteln für die gleichen förderfähigen Kosten ist grundsätzlich möglich, sofern die Summe aus Krediten, Zuschüssen und Zulagen die Summe der förderfähigen Kosten nicht übersteigt. Mit einer Förderung aus den im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms aufgelegten KfW-Programmen ist eine Kumulierung nur bei den KfW-Programmen Energieeffizient Bauen (Programmnummer 153) und Energieeffizient Sanieren - Ergänzungskredit (Programmnummer 167) möglich.

Nicht zulässig ist eine Kumulierung mit der Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden (§ 35 c Einkommenssteuergesetz).

Zuwendungen für gewerbliche Antragsteller:
Zuwendungen für gewerbliche Antragsteller können nach der Verordnung über De-minimis-Beihilfen-Beihilfen oder der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) gewährt werden. Weitere Informationen zur Berechnung der beihilfefähigen Kosten finden Sie in dem BAFA-Merkblatt "Entscheidungshilfe zur Wahl der beihilferechtlichen Fördergrundlage".

Informationen zu den Fördervoraussetzungen und den technischen Mindestanforderungen (TMA) an die Anlagen:

Nicht Förderfähig:

Bei einer Austauschpflicht gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) § 10 kann keine Förderung gewährt werden.

Fördermittel:

Die Fördersätze verstehen sich als Förderhöchstgrenze und beziehen sich auf die förderfähigen Kosten für die beantragte Maßnahme.

1. Solarthermieanlage
Da die Solarthermieanlage nie allein die gesamte Heizlast eines Gebäudes tragen kann, wird hier keine Austauschprämie gewährt.


2. Biomasse- oder Wärmepumpe-Anlage


3. Erneuerbare Energien Hybridheizung (EE-Hybride)
Kombination einer Solarthermieanlage, Biomasse- und/oder Wärmepumpenanlage.


4. Nachrüstung eines Sekundärbauteils für die Biomasseanlage zur Partikelabscheidung oder Brennwertnutzung
Im Neubau als Errichtung einer Biomasseanlage inkl. Sekundärbauteil.


5. Gas-Hybridheizung mit erneuerbarer Wärmeerzeugung
Gilt für die gesamte förderfähige Anlage, inkl. erneuerbarer Wärmeerzeuger.Anlage


6. Gas-Hybridheizung mit späterer Einbindung der erneuerbaren Wärmeerzeugung (Renewable Ready)
Renewable Ready: Installiert wird eine Gasbrennwertheizung mit Speicher und Steuerungs- und Regelungstechnik für die spätere Einbindung eines erneuerbaren Wärmeerzeugers.

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Sonstiges:

Für bis zum 31.12.2019 beantragte Maßnahmen gelten die Bestimmungen der Förderrichtlinien zum Marktanreizprogramm vom 11.03.2015. Die entsprechenden Verwendungsnachweise können über die BAFA-Internetseite eingereicht werden.

Stand der Informationen: 16.04.2020

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