Förderprogramm
progres.nrw (Markteinführung)

Fördergeber: Land NRW

Förderempfänger: kl. und mittlere Unternehmen, natürliche und juristische Personen, Träger v. Schulen, Kindergärten u.a. wissenschaftl., sozialer od. karitativer Einrichtungen, Gemeinden u. -verbände mit Klimaschutzkonzept-Programmen od. Teilnehmer des EEA in NRW

Antragsunterlagen:

Bezirksregierung Arnsberg
Bergbau und Energie in NRW
Goebenstraße 25
44135 Dortmund
Tel. 0211-837-1001
nrwdirekt@nrw.de

Förderfähige Maßnahmen:

Die aktualisierte Richtlinie gilt ab Oktober 2018: Förderanträge können in 2019 vom 4.2. bis zum 1.12. gestellt werden. Die Förderung von regenerativen Energietechnologien wurden im landesweiten Programm progres.nrw gebündelt. Unternehmen, Verbrauchern und Kommunen wird eine breite Palette von Fördermöglichkeiten geboten, um effizienten Umgang und Einsatz von regenerativen Energien voranzubringen.

Und: Seit dem 16.10.2017 gilt die Richtlinie mit dem neuen Fördersegment Sofortprogramm Elektromobilität "Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge". Seit dem 1. Oktober 2018 fördert das Land NRW zudem die Anschaffung von Elektro-Lastenfahrrädern. Voraussetzung ist eine Nutzlast von mindestens 70 kg ohne Fahrer (NRW-Förderrichtlinie Emissionsarme Mobilität für Privatnutzer, Unternehmen, Kommunen).

Gegenstände der Förderung in 2018:
(nach der Richtlinie aus 2017 - Die Überarbeitung nach der aktualisierten Richtlinie von 2018 ist in Arbeit)

  1. Lüftungsanlagen und Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung
  2. Gewerbliche Anlagen zur Verwertung von Abwärme
  3. Thermische Solaranlagen
  4. Stationäre elektrische Batteriespeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden Photovoltaikanlage
  5. Wasserkraftanlagen
  6. Wärmeübergabestationen
  7. Biomasseanlagen in Verbindung mit einer thermischen Solaranlage
  8. Wärme- und Kältespeicher
  9. Wärme- und Kältenetze
  10. Oberflächennahe Geothermie (Bohrungen und Erdwärmekollektoren)
  11. Anlagen, Maßnahmen und Studien, an denen besonderes Landesinteresse besteht
  12. Wohngebäude im Passivhaus-Standard einschließlich Lüftungsanlagen
  13. Wohngebäude im Drei-Liter-Haus-Standard einschließlich Lüftungsanlagen
  14. Und: Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge
  15. Und: Elektro-Lastenfahrräder

Detaillierte Angaben zu den einzelnen Fördergegenständen finden Sie in der Richtlinie (Nr. 6), in der dazugehörigen Anlage sowie in den Antragsvordrucken.
Link zum "Förderprogramm regenerative Energien - progres.nrw"

Förderbedingungen:

Art und Umfang der Zuwendung

Nicht Förderfähig:

Zu 3: Thermische Solaranlagen werden nur dann gefördert, wenn diese nicht zur Erfüllung der Vorgaben des ErneuerbareEnergienWärmegesetzes (EEWärmeG) dienen (das bedeutet für den Gebäudebestand und z.B. im Neubau für bestimmte Niedrigenergie und Passivhäuser).

Zu 6: Achtung: Es gibt Baugebiete der Stadt Münster mit Fernwärme-Anschlusszwang. Die Förderung ist ausgeschlossen, wenn die Wärmelieferung in einem Versorgungsgebiet mit Anschluss- oder Benutzungszwang erfolgt.

Fördermittel:

Zuschüsse und Anteilfinanzierung:

zu 1.: Lüftungsanlagen und Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung
Die Vorlage einer Luftdichtigkeitsmessung ist zwingend erforderlich. Wirkungsgrade: Neubau mindestens 80 %, Bestandsbauten mindestens 65 %.

zu 2: Gewerbliche Anlagen zur Verwertung von Abwärme

Auswahl und Festlegung der Fördervoraussetzung erfolgt nach Vorlage einer detaillierten Antragsbeschreibung. Privatpersonen sind nicht antragsberechtigt.

zu 3: Thermische Solaranlagen

zu 4: Stationäre elektrische Batteriespeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden Photovoltaikanlage

zu 5: Wasserkraftanlagen

zu 6: Wärmeübergabestationen

Förderung nach De-minimis. Jeweils nur eine Übergabestation (z.B. Fernwärmeanschluss) je Gebäude bzw. Standort.Antragsberechtigung für Unternehmen nur über das Förderprogramm progres.nrw - im Programmbereich KWK.

Die bereitgestellte Wärme muss:

zu 7: Biomasseanlagen in Verbindung mit einer thermischen Solaranlage

Je Gebäude und Standdort wird eine Anlage gefördert. Anlage muss als einzige Hauptheizung dienen, sie muss wassergeführt sein und mit einem ausreichend großen Speicher (30 l/kW) verbunden werden.Anlage muss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gelistet sein und die fachgerechte Montage ist durch eine Fachunternehmerbescheinigung ist nachzuweisen.

zu 8.: Wärme- und Kältespeicher

Die fachgerechte Montage ist durch eine Fachunternehmerbescheinigung nachzuweisen.

zu 9: Wärme- und Kältenetze

Die bereitgestellte Wärme beziehungsweise Kälte muss:

Privatpersonen sind nicht antragsberechtigt, die Förderobergrenze liegt bei 50.000 € (größere Maßnahmen können ggf. über die Richtlinie "progres.nrw - Wärme- und Kältenetze" beantragt werden). Das Netz muss zum überwiegenden Teil zur Versorgung Dritter dienen.

zu 10.: Oberflächennahe Geothermie (Bohrungen und Erdwärmekollektoren)

Bohrungen bis 400 m Tiefe, Die Auslegung und Ausführung muss gemäß der Richtlinie VDI 4640 (Thermische Nutzung des Untergrundes) durchgeführt werden. Die Maßnahme muss den Anforderungen des Merkblatts "Wasserwirtschaftliche Anforderungen an die Nutzung von oberflächennaher Erdwärme" entsprechen.

zu 11: Anlagen, Maßnahmen und Studien, an denen besonderes Landesinteresse besteht

Festlegung der Förderhöhe durch Einzelfallprüfung. Privatpersonen sind nicht antragsberechtigt.

zu 12.: Wohngebäude im Passivhaus-Standard einschließlich Lüftungsanlagen

Bitte einreichen: Vorlage der Berechnungen durch einen Bauvorlageberechtigten (z.B. Architekten) auf der Basis des Passivhaus-Projektierungspakets (PHPP), maximaler Heizwärmebedarf 15 kWh/(m2/a), Bauzeichnungen 1:100 und einen Lageplan.

zu 13.: Wohngebäude im Drei-Liter-Haus-Standard einschließlich Lüftungsanlagen

Neubauten werden nur innerhalb von Klimaschutzsiedlungen gefördert. Bitte einreichen: Vorlage der Berechnungen durch einen Bauvorlageberechtigten (z.B. Architekten) auf der Basis des Passivhaus-Projektierungspakets (PHPP), maximaler Heizwärmebedarf 35 kWh/(m2/a), Bauzeichnungen 1:100 und Lageplan.

zu 14: Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge
Das Land NRW unterstützt seit dem 16.10.17 Privatleute, die auf ihrem Grundstück eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge installieren wolllen.

Gefördert werden Ladepunkte mit einer Ladeleistung zwischen 11 und 22 kW sowie Leistungselektronik, Kennzeichnung, Verkabelungen, Parkplatzmarkierungen und-sensoren, Anfahrschutz, Beleuchtung, Tiefbau und Fundament, Netzanschluss und die Ertüchtigung des bestehenden Hausanschlusses sowie die Montage und Inbetriebnahme. Voraussetzung für die Förderung ist, dass der für den Ladevorgang erforderliche Strom aus erneuerbaren Energien (Bezug von zertifiziertem Grünstrom) oder aus vor Ort eigenerzeugtem regenerativem Strom stammt. Eine Übergangsregelung gibt es für Kunden mit üblichem Stromtarif: Sie können bis Ende März 2018 die Errichtung ihres Ladepunktes mit 30% bezuschussen lassen. Eine Kumulierung mit Mitteln aus Bundes- und anderen Landesförderprogrammen ist nicht möglich. Darüber hinaus ist für öffentlich zugängliche Ladepunkte eine Antragstellung im Rahmen dieses Programmes nicht während der Laufzeit eines Aufrufs der "Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge in Deutschland" des BMVI zulässig.

zu 15: Elektrolastenfahrräder
Seit dem 1. Oktober 2018 fördert das Land NRW die Anschaffung von Elektro-Lastenfahrrädern. Voraussetzung ist eine Nutzlast von mindestens 70 kg ohne Fahrer (NRW-Förderrichtlinie Emissionsarme Mobilität für Privatnutzer, Unternehmen, Kommunen). Fördermittel:


Auch die Stadt Münster fördert Lastenfahrräder für Privatpersonen

Sonstiges:

Anträge auf Gewährung einer Zuwendung sind unter Verwendung der dafür vorgesehenen Antragsvordrucke bei der Bezirksregierung Arnsberg als Bewilligungsbehörde zu stellen (Antragseingang für die Förderperiode 2019 ist frühestens der 4.2.2019). Je Vorhaben ist ein Antragsvordruck zu verwenden. Der Antrag ist persönlich oder auf dem Postweg einzureichen. Eine Antragstellung mittels Fax ist - auch zur Fristwahrung - nicht zulässig.

Zur Bezirksregierung Arnsberg

Der Bewilligungszeitraum, innerhalb dessen die Maßnahme realisiert, bzw. die Anlage betriebsbereit sein muss, beträgt i.d.R. zwölf Monate. Innerhalb dieser Frist ist auch der Verwendungsnachweis vorzulegen (Ausnahme anteilig finanzierte Maßnahmen). Eine Verlängerung des Bewilligungszeitraumes ist nur im Ausnahmefall und nur dann möglich, wenn dieses schriftlich vor Ablauf des Bewilligungszeitraums beantragt wurde.

Die Auszahlung des bewilligten Zuschusses erfolgt für anteilfinanzierte Vorhaben auf Grundlage der dem Zuwendungsbescheid beiliegenden Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen (ANBest-P bzw. ANBest-G) und für festbetragfinanzierte Vorhaben nach Abschluss der Prüfung des Verwendungsnachweises.

Hinweise und Beratung zu weiteren Fördermitteln für Fotovoltaikanlagen, Solaranlagen, KWK-, Mini-KWK-Anlagen oder Fernwärmeanschluss - folgende Stellen helfen Ihnen weiter:

1. Kreditanstalt für Wiederaufbau: www.kfw-foerderbank.de

2. Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle: www.bafa.de

3. Umweltberatung der Stadt Münster: Beratung zum Förderprogramm im Stadtwerke CityShop, Salzstraße 21, 48143 Münster zu den Beratungszeiten (Mo 13-18, Di-Do 10-13 und 3. Sa/Monat 10-16 Uhr) persönlich und telefonisch unter 0251-492-6767, kostenfrei und ohne Anmeldung.

4. Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW - Beratungstelle Münster: Telefonische Kurzberatung und Terminvereinbarung für persönliche Beratung: Aegidiistr. 46, 48143 Münster, Tel.: 0251-20 86 53 05 oder nutzen Sie die offene Sprechstunde der Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW im Kundenzentrum im Stadthaus 3, Albersloher Weg 33, ohne Terminvereinbarung und kostenfrei: montags 9 - 16 Uhr (persönlich und telefonisch 02 51-4 92-67 68).

5. Lokales Energieversorgungsunternehmen Stadtwerke Münster GmbH: www.stadtwerke-muenster.de, Anmeldung zur gebäudetechnischen Energieberatung im Stadtwerke CityShop, Salzstraße 21 unter 02 51-6 94-12 34

Stand der Informationen: 14.02.2019

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