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Pflanzenschutzmittel

Pflanzenschutzmittel teilt man nach ihren Einsatzbereichen ein in Insektizide (gegen Insekten), Akarizide (gegen Milben), Fungizide (gegen Pilze), Herbizide (gegen Unkraut), Molluskizide (gegen Schnecken) und Rodentizide (gegen Nagetiere). Den insgesamt rund 1000 zugelassenen Pflanzenschutzmitteln liegen ca. 250 Wirkstoffe zugrunde.
Seit dem Inkrafttreten des neuen Pflanzenschutzgesetzes am 1. Juli 2001 mĂŒssen Pflanzenschutzmittel fĂŒr die Verwendung im Haus- und Kleingarten mit der Aufschrift "Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich zulĂ€ssig" gekennzeichnet sein. Pflanzenschutzmittel ohne diese Aufschrift dĂŒrfen im Haus- und Kleingarten nicht eingesetzt werden. Der Gebrauch von Großpackungen ist im Hobbygarten verboten. Der Inhalt einer Verpackungseinheit ist fĂŒr eine BehandlungsflĂ€che von maximal 500 mÂČ ausreichend. Damit soll verhindert werden, dass sich bei Haus- und KleingĂ€rtnern grĂ¶ĂŸere Restmengen ansammeln, weil eine Packung nicht innerhalb einer Saison aufgebraucht wird. Wenn die Zulassung eines Pflanzenschutzmittels endet, dĂŒrfen Restmengen nur noch im Jahr des Zulassungsendes und in den zwei darauf folgenden Jahren aufgebraucht werden.
Besonders beachtet werden muss die Indikationszulassung, die ebenfalls seit dem 1. Juli 2001 gilt: Demnach dĂŒrfen Pflanzenschutzmittel nur noch bei den Pflanzenarten und gegen die Schaderreger eingesetzt werden, gegen die sie zugelassen worden sind. Der Anwender muss sich also strikt an die Angaben in der Gebrauchsanweisung halten. So darf er z. B. ein PrĂ€parat, das gegen BlattlĂ€use an Rosen zugelassen ist, nicht automatisch auch gegen BlattlĂ€use an KohlgemĂŒse einsetzen. Dadurch wird im Vergleich zu frĂŒheren Jahren die Anwendung vieler PrĂ€parate stark eingeschrĂ€nkt. Daneben mĂŒssen auch alle anderen Angaben in der Gebrauchsanweisung, wie die Aufwandmenge, die Zahl der Anwendungen, die Wartezeit (= Zeit zwischen Anwendung und Ernte), der Bienenschutz und der GewĂ€sserschutz sorgfĂ€ltig beachtet werden. GrundsĂ€tzlich sollten Pflanzenschutzmittel nur dann eingesetzt werden, wenn die Gefahr besteht, dass die Pflanzen sehr stark geschĂ€digt werden und wenn biologische oder biotechnische Maßnahmen nicht ausreichend wirken.

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist verboten bei Wegen und FlÀchen mit befestigter Decke innerhalb von gÀrtnerischen Nutzungsformen
sowie Gestaltungs- und AusgleichsflÀchen, z. B.: auf Wegen, Böschungen,
Feldrainen, StraßenbegleitgrĂŒn, Hecken, Feldgehölzen und GrĂŒnflĂ€chen und sonstigen Außenanlagen, die nicht oder nicht vorwiegend fĂŒr gĂ€rtnerische, sondern fĂŒr sonstige Zwecke genutzt werden, zum Beispiel KinderspielplĂ€tze,
Spiel- und Liegewiesen.

Ausnahmegenehmigungen erteilt die Landwirtschaftskammer NRW.

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
www.lwk.nrw.de
Pflanzenschutzdienst
Nevinghoff 40
48147 MĂŒnster
Tel. 23 76-6 55

RĂŒckstĂ€nde von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln:

Gesundheits- und VeterinÀramt
www.stadt-muenster.de/verbraucherschutz
VeterinĂ€rwesen und LebensmittelĂŒberwachung
Nieberdingstraße 30a
48155 MĂŒnster
Tel. 02 51-4 92-54 61 (Mo - Mi 8 - 16 Uhr, Do 8 - 18 Uhr, Fr. 8 - 13 Uhr)
FAX 02 51-4 92-54 99
veterinaeramt@stadt-muenster.de

Lagerung:

Amt fĂŒr GrĂŒnflĂ€chen, Umwelt und Nachhaltigkeit
www.stadt-muenster.de/umwelt
Albersloher Weg 450
48167 MĂŒnster
Tel. 4 92-67 80
umwelt@stadt-muenster.de

entsorgung:
Pflanzenschutzmittel sind ProblemabfÀlle. Haushalte können sie bei den Recyclinghöfen, Kleingewerbebetriebe beim Zwischenlager der AWM donnerstags von 10 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 15.30 Uhr sowie nach telefonischer Terminabsprache abgeben.

Abfallwirtschaftsbetriebe (AWM)
www.awm.stadt-muenster.de
Rösnerstr. 10
48155 MĂŒnster
Tel. 60 52 28
awm@stadt-muenster.de
Amt fĂŒr GrĂŒnflĂ€chen, Umwelt und Nachhaltigkeit
www.stadt-muenster.de/umwelt
Untere Abfallwirtschaftsbehörde
Albersloher Weg 450
48167 MĂŒnster
Tel. 4 92-68 50
umwelt@stadt-muenster.de