Stadt Münster: Schulamt - Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte

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Bildungskoordination für Neuzugewanderte: Sport, Sprache, Integration

Der Schwerpunkt in Münster

Durch die im Jahr 2015 erhöhte Zuwanderung nach Deutschland stellte sich ein hoher Bedarf an Sprachförder- und Integrationsmaßnahmen für neuzugewanderte Menschen heraus. Wenn auch die fluchtbedingten Zuzüge seit Ende 2015 stetig abnehmen, besteht weiter Bedarf an solchen Maßnahmen — für die Neuzugewanderten, die bereits in Münster leben, und insbesondere auch für jene, die künftig zuziehen werden.

Derzeit leben in Münster mehr als 71.665 Menschen mit Migrationsvorgeschichte (Stand: 31.12.2017), und damit mit unterschiedlichster Herkunft, Kultur und verschiedenen Aufenthaltsstati. Um der Heterogenität gerecht zu werden und Integration durch Bildung zu ermöglichen, bedarf es mehr als der (zum Teil eingeschränkten) Möglichkeit zur Erreichung formaler Abschlüsse an Sprachschulen, Schulen oder Universitäten. Es braucht zudem non-formale und informelle Bildungsmöglichkeiten – durch alltägliche Erfahrungen in der sozialen Umwelt –, um Bildungsprozesse anzustoßen und zu fördern.
Gerade im und durch den Sport können sowohl informelle Sprachbildungsprozesse und lebenslanges Lernen ermöglicht sowie weiter vorangebracht werden als auch eine gegenseitige Annäherung verschiedener Kulturen erfolgen. Unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Bildungsgrad oder Sprachkompetenz kann sich jeder Mensch im Sport beteiligen und anderen begegnen. Durch gemeinsame sportliche Aktivitäten kann die deutsche Sprache in sozialen, handlungsrelevanten und sinnvollen Zusammenhängen erlernt werden. Dies ist besonders einprägsam und wirkt sich nicht nur positiv auf die Bewältigung der Sprachanforderungen in Alltag, Schule und Beruf aus, sondern auch auf andere alltägliche Herausforderungen, mit denen sich Neuzugewanderte konfrontiert sehen (z.B. unsicherer Status, Verluste, etc.).
Deshalb liegt in Münster der Schwerpunkt der kommunalen Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte auf der Verbindung der Themen "Sport, Sprache, Integration". Durch die zwei definierten Handlungsfelder "Sprache" und "Sport" zeichnet sich die Stadt Münster mit einer Vorreiterstellung innerhalb des Bundesprojekts aus:

Neben den Angeboten der sprachlichen Bildung werden auch Aktivitäten im Bereich des Sports als Faktor für eine gelingende Bildung und Integration verstanden und in das Aufgabenfeld der Koordination einbezogen. Münsters Schwerpunktsetzung erfolgt damit ganz im Sinne der Zielvereinbarung "Nr.1: Sportland Nordrhein-Westfalen" zwischen der Landesregierung und dem Landessportbund NRW für die Jahre 2018 bis 2022, die dem Sport bei der Integration Zugewanderter eine bedeutende Rolle beimisst.

In einer Zusammenarbeit zwischen lokalen Vertreter/-innen aus dem Handlungsfeld Sport (Institut für Sportwissenschaften der WWU Münster, Hochschulsport, Stadtsportbund), dem Sportamt und dem Amt für Schule und Weiterbildung ist diese Schwerpunktsetzung ausgestaltet worden und das Projekt wurde im Amt für Schule und Weiterbildung angesiedelt.


Sport, Sprache, Integration

 

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