Stadt Münster: Stadtentwicklung - Demografischer Wandel

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Stadtentwicklung

Demografischer Wandel

Jung und Alt in Münster

Jung und Alt in Münster (Foto: Presseamt Münster / Ulrike Dammann)

Der Demografische Wandel gilt bereits heute als eine der bedeutendsten Herausforderungen westlicher Gesellschaften. Er ist gekennzeichnet von zurückgehenden Geburtenzahlen, einer ansteigenden Lebenserwartung und von zunehmender Relevanz des Wanderungsverhaltens der Menschen. Kurz gesagt werden unsere Gesellschaften künftig kleiner, älter, bunter und zunehmend weiblich.

Dies führt zu sichtbaren und spürbaren Veränderungen gerade auf der Ebene der Kommunen. Praktisch alle Lebensbereiche werden von diesem "Strukturwandel" erfasst, etwa bei der Nachfrage am Wohnungsmarkt, der technischen und sozialen Infrastruktur, den Kommunalfinanzen, dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt und nicht zuletzt der Frage der Integration von Migrantinnen und Migranten.


Ergebnisse des stadtteilorientierten Demografiemonitorings Münster 2005-2010

In der Berichtsvorlage V/0964/2012 werden die Ergebnisse des stadtteilorientierten Demografiemonitorings Münster 2005-2010 dokumentiert. Das Münsteraner Demografiemonitoring ist ein Instrument, um Veränderungen in der Bevölkerungsentwicklung und -struktur transparent zu machen und für mögliche Auswirkungen dieser Veränderungen zu sensibilisieren. Es stellt Informationsgrundlagen und Orientierungen für die gestaltenden Akteure in Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft zur Verfügung.



Handlungskonzept "Demografischer Wandel in Münster"

In der Bevölkerungsentwicklung hat Münster mit einer wachsenden Bevölkerungszahl eine gute Ausgangssituation. Doch der demografische Wandel hat auch Münster bereits erreicht. So stehen kleinräumig betrachtet schrumpfende, stabile und wachsende Quartiere nebeneinander und auch in den Altersgruppen gibt es deutlich unterschiedliche Entwicklungen. Damit wächst die Notwendigkeit in einen gezielten und systematischen Umgang mit dem demografischen Wandel, der nahezu alle Fachbereiche und Zuständigkeiten der kommunalen Verwaltung trifft.

Mit dem vorliegenden Handlungskonzept zum demografischen Wandel wird für die Stadt Münster eine nicht nur methodisch, sondern auch planerisch fundierte und authentische Antwort auf die demografischen Herausforderungen gegeben.

Von dem integrierten Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingkonzept  über die demografische Standortbestimmung hin zu einem Leitbild für die demografische Entwicklung der Stadt mit einem abgeleiteten Handlungskatalog, das sind die Meilensteine, dem demografischen Wandel in Münster aktiv und präventiv zu begegnen.

Auf der Basis des Münster-Profils ‚Wissenschaft und Lebensart’ und der demografischen Biografie wurde das Leitbild erarbeitet, werden Handlungsempfehlungen gegeben, Handlungsaufträge formuliert, werden Kooperations- und Kommunikationsansätze vorgestellt und auch die Instrumente des Monitoring und Controlling definiert. Eine kommunale Strategie, die sich in Münster auf einen integrierten und langfristigen planerischen Ansatz gründet und die zeitlich und inhaltlich verzahnt ist mit der Erarbeitung des Leitbildes Integration und Migration. Damit spiegelt das vorgelegte Handlungskonzept den klassischen Steuerungszyklus einer demografieorientierten Stadtentwicklung wider.

Dass die Stadt die Herausforderungen des demografischen Wandels nicht allein bewältigen kann, liegt auf der Hand. Nur gemeinsam mit den verschiedenen Akteuren der Stadtgesellschaft, mit den Bürgerinnen und Bürgern, mit Vereinen, Verbänden und Unternehmen ist es möglich, die Entwicklung zu lenken. Aber auch der Austausch mit den Kommunen in der Stadtregion und mit anderen kommunalen Netzwerken ist notwendig. In diesem Kontext versteht sich die Stadt Münster auch als Moderator und Koordinator, und dieses insbesondere nach außen, um lokale Akteure zusammenzubringen, Diskussionsprozesse zu initiieren, zu bündeln und die verschiedenen Interessen zusammenzuführen.

Das Handlungskonzept zum demografischen Wandel wurde am 18.06.2008 in den Rat der Stadt Münster eingebracht. Auf Wunsch der im Rat vertretenen Fraktionen fand zunächst das Auftakt-Hearing am 30.10.2008 mit ca. 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Hieran schloss sich eine umfangreiche parlamentarische Beratung an, die mit dem Beschluss des Handlungskonzeptes im Rat am 10.12.2008 endete.



 

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