Stadt Münster: Stadtentwicklung - Entwicklungskonzept

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Räumliche Stadtentwicklung

Das Gewerbeflächenentwicklungskonzept Münster

Struktur der Manövriermasse

Struktur der Manövriermasse

Die Sicherstellung gewerblicher Entwicklungsflächen im Sinne der „Manövriermasse“ vor allem durch liegenschaftliches Engagement sowie durch Planung und Erschließung von Gewerbeflächen ist eine ständige Herausforderung für die Verwaltung und Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM GmbH). Um dieser Zielsetzung auch zukünftig gerecht werden zu können, hat das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung mit Unterstützung der WFM GmbH das neue Gewerbeflächenentwicklungskonzept Münster erarbeitet, das am 14.12.2016 vom Rat der Stadt Münster als Grundlage für die zukünftige Gewerbeflächenbereitstellung in Münster beschlossen wurde.

Im Mittelpunkt des Konzepts steht die Sicherstellung und Verstetigung der sog. „Manövriermasse“ an baureifen Gewerbe- und Industrieflächen im Eigentum der Stadt Münster/WFM GmbH, die für Vermarktungszwecke unmittelbar zur Verfügung steht. Der Umfang der Manövriermasse soll mit 50 ha das Fünffache des durch langjähriges Monitoring belegten durchschnittlichen Flächenbedarfs von 10 ha für Vermarktungszwecke mit der zeitlich nachgelagerten Flächeninanspruchnahme durch Bebauung und Nutzung betragen.

Die Manövriermasse (50 ha) teilt sich qualitativ und quantitativ auf in ein Flächenangebot für das sog.

  • „Gesamtstädtische Gewerbe“ (ca. 35 – 40 ha) mit der Eignung für GI-Ausweisungen für emittierende Betriebe bzw. Betriebe mit Nacht- und Schichtarbeit sowie mit der Möglichkeit u. a. sehr großer Flächenzuschnitte; weiterhin beinhaltet es auch das Sondergebiet Technologiepark
  • „Stadtteilorientierte Gewerbe“ (ca. 10 – 15 ha) für das kleinbetriebliche Gewerbe (Handwerker, kleinere Produktionsbetriebe, Dienstleister) mit siedlungsstruktureller Anbindung an die Stadtteile. 

Mit rd. 65 ha lag die ermittelte Manövriermasse an verfügbaren Gewerbeflächen zum Stichtag 31.12.2015 quantiativ zwar über dem Sollwert von 50 ha, wies jedoch folgende angebotsstrukturelle und lageräumliche Defizite auf:

  • starke räumliche Konzentration an drei Standorten (Gewerbegebiete Hessenweg, Hansa-Businesspark, östlich Münsterstr. in Wolbeck)
  • Mangel an verfügbaren stadtteilorientierten Gewerbeflächen insbesondere im Stadtbezirk West
  • keine Angebotsflächen in innenstadtnaher Lage (in vergleichbarer Lagequalität zum Gebiet Loddenheide)
  • nur noch geringe Reserven im Technologiepark Teil 1 (dringender Bedarf zur Entwicklung Technologiepark Teil 2)

Zum Abbau der ermittelten strukturellen Defizite und zur Sicherung der angestrebten Manövriermasse stehen rund 98 ha bereits planerisch gesicherter  Reserveflächen auf der Ebene des Flächennutzungsplans der Stadt Münster und/oder des Regionalplans Münsterland zur Verfügung. Für den kurz- bis mittelfristigen Zeitraum sollen rund 32 ha, die bereits im FNP als gewerbliche Baufläche dargestellt sind, durch Aufstellung eines Bebauungsplans und Herstellung der Erschließung baureif gemacht werden.

Hierbei handelt es sich um die Flächen:

  • Gremmendorf, südlich Heumannsweg
  • Mitte, nördlich Stadthafen II
  • Roxel, Bahnhaltepunkt
  • Roxel, südlich Gewerbegebiet Nottulner Landweg
  • Gievenbeck, Technologiepark, 2. Teil



Die Aktivierung der langfristigen Flächenreserven im FNP und REP (rd. 66 ha) ist in Abhängigkeit von der sich im Zeitablauf ergebenden Bedarfs- und Nachfragesituation festzulegen. Diese wird im Zusammenwirken mit der WFM GmbH im Rahmen des kontinuierlichen Gewerbeflächenmonitorings erfasst und bewertet (Ermittlung der Vermarktungsaktivitäten und des faktischen „Gewerbeflächenverbrauchs“ durch bauliche Nutzung). Darüber hinaus werden für die perspektivische Sicherung  von Gewerbe- und Industrieflächen sowie auch von Büromarktflächen innerhalb eines Suchraums im Westen des Stadtgebietes, entlang der Achse der Bundesautobahn A1,  über den planungsrechtlichen Rahmen des Regionalplans Münsterland hinausgehend, weitere Flächenpotenziale auf eine mögliche Aktivierung in späteren Jahren hin geprüft.



 

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