Stadt Münster: Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit - Baumkrankheiten

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Bäume

Aktuelle Baumkrankheiten

Rußrindenkrankheit

Die aus Nordamerika kommende Rußrindenkrankheit wird durch die Schlauchpilzart Cryptostroma corticale hervorgerufen. Sie schädigt insbesondere den Bergarhorn (Acer pseudoplatatnus) und wird über Sporen verbreitet. Trockenheit und Hitze begünstigen die Ausbreitung der Sporen. Erst vor ca. drei Jahren ist die Krankheit in Münster angekommen. Betroffene Bäume sterben innerhalb eines oder mehrerer Jahre ab. Beginnend mit Schleimfluss und Verfärbungen am Stamm setzen sich die Absterbeerscheinungen im Kronenbereich fort. Später blättert die Borke an der Stammbasis ab und ein schwarzer rußartiger Belag, auf dem sich die Sporen befinden, wird sichtbar.

Bei intensivem Kontakt, z. B. beim Einatmen der Sporen bei Fällarbeiten oder Aufarbeitungen des Holzes, können beim Menschen allergisch bedingte Entzündungen auftreten. Symptome wie Reizhusten, Fieber, Atemnot oder Schüttelfrost können beginnend 6-8 Stunden nach Kontakt über mehrere Stunden bis Tage anhalten. Auch Spaziergänger sollten befallene Bäume möglichst meiden. 

Erkrankte Bäume werden entweder möglichst schnell unter die Erde gebracht oder aber hermetisch verschlossen einer Müllverbrennungsanlage angeliefert.     Information des Landesbetrieb Wald und Holz NRW  (PDF, 364 KB)


Kastanienminiermotte

Hauptsächlich wird die Weißblühende Rosskastanie (Aesculus hippocastanium) und in geringerem Maße auch die rotblühende Art Aesculus carnea 'Briotii' von der Miniermotte befallen. Die Larven fressen im Blattinnern Gänge ("minieren"). Diese Minen mit den darin befindlichen Larven sind im Gegenlicht deutlich sichtbar. Die Blätter färben sich braun, rollen ein und fallen ab. Bei einem starken Auftreten können im Laufe des Sommers bis zu 90 % der Blätter befallen werden und absterben.

Eine existentielle Gefährdung für die Rosskastanien ist jedoch nicht zu befürchten, auch wenn die starke Blattverbräunung und der frühe Laubfall als unschön und bedrohlich für die Bäume empfunden werden. Die Rosskastanie baut ihre Reservestoffe für das Folgejahr vor allem im Frühjahr und Frühsommer auf. Zu dieser Zeit ist der Befall noch nicht so stark.

Die Ausbreitung der Kastanienminiermotte wird auch über die Landesgrenze hinaus beobachtet. Die Ausbreitung (50-100 km pro Jahr) geschieht im Wesentlichen auf passivem Wege z.B. mit dem Autoverkehr, Bahnverkehr und mit dem Wind.

Zur Vorbeugung und Bekämpfung können Sie

  • Nistkästen für Meisen aufhängen, denn diese ernähren sich auch von den Faltern, Larven und Puppen der Kastanienminiermotte.
  • bei Neuanpflanzungen Baumarten auswählen, auf denen sich die Miniermotte nicht entwickelln kann.
  • abgefallenes Laub direkt über die Biotonne entfernen.

Platanenblattbräune

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Die so genannte Platanenblattbräune ist eine Pilzinfektion (Erreger: Apiognomonia veneta), die vor allem den als Straßen- und Parkbaum angepflanzten „Platanus x hybrida“ befällt. Apiognomonia veneta ist sehr verbreitet und ist in fast ganz Europa anzutreffen. Der Pilz überwintert im Falllaub.

Das Schadensbild sind Welkeerscheinungen bei Blättern und Jungtrieben der Platane. Der Befall wird erkennbar durch zackenartig geformte, unterschiedlich große braune Blattflecken und/oder Absterben der Jungtriebe.
Der Befall erfolgt im Frühjahr bei Neuaustrieb der Blätter und kann bis zur kompletten Welke der Krone führen (Aussehen wie bei einem Frostschaden). Besonders durch eine feuchtwarme Witterung während des Blattaustriebes wird die Verbreitung gefördert. Ein Befall, der an mehreren Jahren hintereinander auftritt, kann besonders bei Altbäumen zu einer vorzeitigen Vergreisung führen.

Die Bekämpfung mit Fungiziden bzw. Kupferpräparaten wäre zwar grundsätzlich möglich, im Einzugsgebiet von öffentlichen Anlagen wie Parks oder Straßen jedoch nicht praktikabel. Das intensive Beseitigen des Falllaubes führt zu einer Eindämmung des Befalls. Vitale Bäume kompensieren die Erkrankung besser als geschwächte Bäume.



 

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