Stadt Münster: Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit - Lärmschutz

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Immissionsschutz

Lärmschutz in Münster - Lärmminderungsplanung

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Für viele Bürgerinnen und Bürger in Münster ist der Umgebungslärm, insbesondere der Straßen- und Schienenverkehrslärm, eine große Belastung. Vor allem im innerstädtischen Bereich und an den großen Hauptverkehrsstraßen entstehen für die Anwohner erhebliche Lärmbelastungen. Die höchsten Lärmpegel treten dabei zu Zeiten des Berufsverkehrs auf.


Bisherige Maßnahmen der Stadt Münster zur Verringerung von Lärmbelastungen

In den vergangenen Jahren sind bereits viele Maßnahmen der Stadt- und Verkehrsplanung sowie des Tiefbauamtes umgesetzt worden, die zu einer Verringerung der Lärmbelastungen beitragen. Hierzu zählen zum Beispiel die Errichtung von Lärmschutzwänden und –wällen, Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs, Angebote zur verstärkten Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und der Einbau von lärmminderndem Asphalt bei Straßenbelagerneuerung.

Mit Umsetzung der EG-Umgebungsrichtlinie 2002/49/EG in deutsches Recht hat die Stadt Münster als Ballungsraum die Aufgabe, den Lärm von relevanten Straßen sowie den von Industrie und Gewerbebetrieben ausgehenden Lärm zu kartieren und darauf aufbauend einen Lärmaktionsplan aufzustellen. Die Lärmkartierung zu den genannten Lärmquellen muss alle fünf Jahre durchgeführt und überprüft werden, bei relevanten baulichen Änderungen muss eine Lärmaktionsplanung vorgenommen werden. Ergänzt wird der Lärmaktionsplan durch die Lärmkartierung der Schienenwege, die vom Eisenbahnbundesamt bundesweit vorgenommen wird.


Aktuelle Umsetzung der Lärmminderungsplanung in Münster

Lärmkarte

Lärmkarte aus dem Umweltkataster

Auf Basis der Lärmkartierung des Straßenverkehrs im September 2017 wurde der Lärmaktionsplan der 3. Runde als Fortschreibung des Lärmaktionsplans der 2. Stufe erarbeitet. Die Fortschreibung umfasst neben einer Analyse der Lärmbelastungssituation in 2017 eine Aktualisierung der Maßnahmenbereiche. Als einen Schwerpunkt des Lärmaktionsplans der 3. Runde ist die Umsetzungsbilanz des Lärmaktionsplans der 2. Stufe zu erwähnen, die sich insgesamt positiv darstellt. Ein Großteil der Kurzfristmaßnahmen sind bereits umgesetzt. So wurde im Februar 2019 auf 10 Maßnahmenbereichen die Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h eingeführt. Weiterhin haben in 17 Maßnahmenbereichen Fahrbahnsanierungen und Umbaumaßnahmen zumindest in Teilbereichen stattgefunden. In sieben Maßnahmenbereichen wurde seit 2016 die LSA-Steuerung optimiert. Außerdem wurde eine Anpassung der LSA-Steuerung im Zuge der Anordnung von Tempo 30 an sechs Maßnahmenbereichen umgesetzt.

Die aktuelle Maßnahmenplanung umfasst neben der Ergänzung der Tempo-30-Konzeption außerdem Maßnahmen zur Fahrbahnsanierung sowie straßenräumliche Maßnahmen. Des Weiteren enthält die Fortschreibung des Lärmaktionsplans ein Konzept zum passiven Schallschutz, das eine Förderung von Maßnahmenbereichen unter Einhaltung bestimmter Kriterien empfiehlt. Eine Förderrichtlinie ist in Bearbeitung. Außerdem wird der Schienenverkehrslärm in der Fortschreibung des Lärmaktionsplans berücksichtigt.


Information und Beteiligung der Öffentlichkeit

Nach EG-Umgebungslärmrichtlinie ist die Öffentlichkeit über die Lärmbelastungen zu informieren und frühzeitige und effektiv an der Erarbeitung des Lärmaktionsplanes zu beteiligen.
Die Fortschreibung des Lärmaktionsplans der 3. Runde wurde durch eine frühzeitige öffentliche Beteiligung begleitet. Die Ergebnisse zur Lärmkartierung aus dem Jahr 2017 wurden im Internet veröffentlicht und im Rahmen eines Lärmforums (20.2.2019) vorgestellt. Außerdem sind für den Entwurf der Fortschreibung des Lärmaktionsplans eine Auslegung und eine Online-Beteiligung vorgesehen. Nach Abschluss der Öffentlichkeitsbeteiligung wird der vervollständigte Lärmaktionsplan der 3. Stufe voraussichtlich im 2. Quartal 2020 zur Beschlussfassung in die politische Beratung gebracht.

Die Beteiligung der Öffentlichkeit ist wegen der Coronavirus-Pandemie zurzeit nicht möglich und wird zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Im Zuge dessen wird sich die politische Beratung zur Beschlussfassung des vervollständigten Lärmaktionsplans der 3. Stufe auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.


Weitere Infos

Allgemeine Informationen zum Thema Lärm



 

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