Stadt Münster: Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit - Lärmschutz

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Immissionsschutz

Lärmschutz in Münster - Lärmminderungsplanung

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Für viele Bürgerinnen und Bürger in Münster ist der Umgebungslärm, insbesondere der Straßen- und Schienenverkehrslärm, eine große Belastung. Vor allem im innerstädtischen Bereich und an den großen Hauptverkehrsstraßen entstehen für die Anwohner erhebliche Lärmbelastungen. Die höchsten Lärmpegel treten dabei zu Zeiten des Berufsverkehrs auf.


Bisherige Maßnahmen der Stadt Münster zur Verringerung von Lärmbelastungen

In den vergangenen Jahren sind bereits viele Maßnahmen der Stadt- und Verkehrsplanung sowie des Tiefbauamtes umgesetzt worden, die zu einer Verringerung der Lärmbelastungen beitragen. Hierzu zählen zum Beispiel die Errichtung von Lärmschutzwänden und –wällen, Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs, Angebote zur verstärkten Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und der Einbau von lärmminderndem Asphalt bei Straßenbelagerneuerung.

Mit Umsetzung der EG-Umgebungsrichtlinie 2002/49/EG in deutsches Recht hat die Stadt Münster als Ballungsraum die Aufgabe, den Lärm von relevanten Straßen sowie den von Industrie und Gewerbebetrieben ausgehenden Lärm zu kartieren und darauf aufbauend einen Lärmaktionsplan aufzustellen. Die Lärmkartierung zu den genannten Lärmquellen muss alle fünf Jahre durchgeführt und überprüft werden, bei relevanten baulichen Änderungen muss eine Lärmaktionsplanung vorgenommen werden. Ergänzt wird der Lärmaktionsplan durch die Lärmkartierung der Schienenwege, die vom Eisenbahnbundesamt bundesweit vorgenommen wird.


Schallschutzfensterprogramm

Der Beschluss des Rates vom 13.12.2017 zum Lärmaktionsplan der 2. Stufe für Münster (V/0687/2017) sieht mit dem beschlossenen Maßnahmenprogramm auch die Förderung von passiven Lärmschutzmaßnahmen vor. Danach sollen passive Schallschutzmaßnahmen nachrangig zu den Bemühungen eines aktiven Lärmschutzes an der Quelle behandelt werden und insbesondere in den Maßnahmenbereichen zum Einsatz kommen, wo sonst keine Möglichkeiten einer Reduzierung der Lärmemissionen gesehen werden.

Mit dem Beschluss V/0057/2020 zu passiven Schallschutzmaßnahmen in Maßnahmenbereichen des Lärmaktionsplans wird die Förderung von von Schallschutzfenstern in folgenden Straßen/Straßenabschnitten ermöglicht:

  • Weseler Straße, Hausnummer: 1-77 (zwischen Bismarckallee und Goebenstraße)
  • Hammer Straße, Hausnummer: 247-281 (zwischen B 51 und Düesbergweg)
  • Geiststraße, Hausnummer: 2-15 (zwischen Weseler Straße und 70 m nördlich der Goebenstraße)
  • Steinfurter Straße, Hausnummer: 97-150 (zwischen Eispalast südöstlich Austermannstraße und ca. 130 m nordwestlich York-Ring)
  • Schlossplatz, Hausnummer: 18-30 (zwischen Münzstraße und Überwasserstraße)

Alle weiteren Informationen zum Schallschutzfensterprogramm, beispielsweise den Fördervoraussetzungen und der Höhe der Förderung, entnehmen Sie bitte der untenstehenden Förderrichtline.




Aktuelle Umsetzung der Lärmminderungsplanung in Münster

Lärmkarte

Lärmkarte aus dem Umweltkataster

Auf Basis der Lärmkartierung des Straßenverkehrs im September 2017 wurde der Lärmaktionsplan der 3. Runde als Fortschreibung des Lärmaktionsplans der 2. Stufe erarbeitet. Die Fortschreibung umfasst neben einer Analyse der Lärmbelastungssituation in 2017 eine Aktualisierung der Maßnahmenbereiche. Als einen Schwerpunkt des Lärmaktionsplans der 3. Runde ist die Umsetzungsbilanz des Lärmaktionsplans der 2. Stufe zu erwähnen, die sich insgesamt positiv darstellt. Ein Großteil der Kurzfristmaßnahmen sind bereits umgesetzt. So wurde im Februar 2019 auf 10 Maßnahmenbereichen die Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h eingeführt. Weiterhin haben in 17 Maßnahmenbereichen Fahrbahnsanierungen und Umbaumaßnahmen zumindest in Teilbereichen stattgefunden. In sieben Maßnahmenbereichen wurde seit 2016 die LSA-Steuerung optimiert. Außerdem wurde eine Anpassung der LSA-Steuerung im Zuge der Anordnung von Tempo 30 an sechs Maßnahmenbereichen umgesetzt.

Die aktuelle Maßnahmenplanung umfasst neben der Ergänzung der Tempo-30-Konzeption außerdem Maßnahmen zur Fahrbahnsanierung sowie straßenräumliche Maßnahmen. Des Weiteren enthält die Fortschreibung des Lärmaktionsplans ein Konzept zum passiven Schallschutz, das eine Förderung von Maßnahmenbereichen unter Einhaltung bestimmter Kriterien empfiehlt. Eine Förderrichtlinie ist in Bearbeitung. Außerdem wird der Schienenverkehrslärm in der Fortschreibung des Lärmaktionsplans berücksichtigt.


Information und Beteiligung der Öffentlichkeit

Nach EG-Umgebungslärmrichtlinie ist die Öffentlichkeit über die Lärmbelastungen zu informieren und frühzeitige und effektiv an der Erarbeitung des Lärmaktionsplanes zu beteiligen.
Die Fortschreibung des Lärmaktionsplans der 3. Runde wurde durch eine frühzeitige öffentliche Beteiligung begleitet. Die Ergebnisse zur Lärmkartierung aus dem Jahr 2017 wurden im Internet veröffentlicht und im Rahmen eines Lärmforums (20.2.2019) vorgestellt.

Im Rahmen der Öffentlichen Beteiligung hatten alle Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit zur Mitwirkung am neuen Lärmaktionsplan, indem sie die bisher umgesetzten sowie die neuen Maßnahmen der Lärmaktionsplanung - unter anderem über einen Online-Fragebogen - bewerten und Anregungen geben konnten.
Der Entwurf des Lärmaktionsplans war dazu vom 29. Mai bis zum 28. Juni 2020 öffentlich ausgelegt.

Nach Auswertung der eingegangenen Kommentare und Hinweise wird der vervollständigte Lärmaktionsplan der 3. Stufe voraussichtlich Ende 2020 zur Beschlussfassung in die politische Beratung gebracht.




Weitere Infos

Allgemeine Informationen zum Thema Lärm



 

Zusatzinfos

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York-Kaserne, Gebäude 12 und 14
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Fax 02 51/ 4 92-77 37
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