Stadt Münster: Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit - Klimaanpassungskonzept

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Klimaschutz

Klimaanpassungskonzept

Warum Klimaanpassung?

Promenade nach dem Juli-Unwetter

Promenade nach dem Juli-Unwetter

Das Klima ändert sich. Die Auswirkungen des globalen Klimawandels haben mittlerweile auch das Münsterland erreicht, wie verschiedene extreme Wetterereignisse der letzten Jahre deutlich machen:

  • Die Sommer der Jahre 2018, 2019 und 2020 zählen zu den heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Über mehrere Tage anhaltende Hitzeperioden mit Temperaturen über 30 °C waren auch in den Jahren zuvor bereits zu beobachten.
  • Die starken Schneefälle im Winter 2005 führten zu einem mehrtägigen Zusammenbruch der Stromversorgung im Münsterland.
  • Die Hochwasser an der Werse infolge starker Regenfälle in den Jahren 2002 und 2011 setzten größere Stadtbereiche unter Wasser.
  • Der Orkan Kyrill 2007 sowie das Unwetter zu Pfingsten 2014 verwüsteten Teile der Stadt und eine Vielzahl an Bäumen fiel ihnen zum Opfer.
  • Beim extremen Regenereignis am 28. Juli 2014 fielen Rekordregenmengen, die noch nie in Deutschland gemessen worden sind und Straßen, Häuser und ganze Stadtteile überfluteten.
  • Die anhaltende Trockenheit vergangener Jahre führte dazu, dass einzelne Gewässer in Münster vollständig trockenfielen, wie beispielsweise der Kinderbach (2018) und der Gievenbach (2003). Aber auch Münsters Straßenbäume leiden zunehmend unter Trockenstress, der die Bäume anfällig für Baumkrankheiten macht.

Die Auswirkungen des Klimawandels stellen die Stadt Münster vor neue Herausforderungen: Wie gelingt es, die Stadt auch mit geänderten klimatischen Bedingungen lebenswert zu gestalten?


Gesamtstrategie für Münster: Das Klimaanpassungskonzept

Um sich zukünftig besser auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten und die verschiedenen Aktivitäten der Stadt zu bündeln, hat die Stadt Münster gemeinsam mit dem Planungsbüro BKR Aachen und dem Geographischen Institut der RWTH Aachen ein Klimaanpassungskonzept erstellt. Die Erarbeitung des Klimaanpassungskonzeptes für Münster ist durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU) und der Nationalen Klimaschutzinitiative im Jahr 2015 aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, Förderkennzeichen 03KS7649, gefördert worden.

Die Bestandsaufnahme und die Identifizierung von Handlungsfeldern zu den zu erwartenden Klimawandelfolgen in Münster wurden in einem umfangreichen Beteiligungsprozess mit der städtischen Verwaltung und einer Vielzahl an städtischen Akteuren erarbeitet. Darauf aufbauend wurden vier Ziele definiert:

  • Vor Überwärmung schützen (Gesundheit und Wohlbefinden sicherstellen, Klimaoasen fördern und Grün vermehren, Belüftung sichern)
  • An Trockenheit anpassen (Bevölkerung versorgen, Gewerbe/Landwirtschaft gewährleisten, städtisches Grün versorgen)
  • Auswirkungen von Starkregen minimieren (Bevölkerung schützen, Sachgüter sichern, Versorgung gewährleisten)
  • Sturmschäden minimieren (Bevölkerung schützen, Sachgüter sichern, Stadtgrün anpassen)

Das Klimaanpassungskonzept wurde 2015 fertiggestellt und 2017 durch den Rat der Stadt Münster beschlossen.
Beschlussvorlage V/0141/2017 "Klimaanpassungskonzept der Stadt Münster"


Von der Theorie zur Umsetzung: Das Handlungskonzept

Die Anpassung an den Klimawandel und somit die Umsetzung des erarbeiteten Konzeptes erfordern eine enge Zusammenarbeit aller relevanten Akteure der städtischen Verwaltung sowie Einrichtungen und Organisationen in Münster. Die Umsetzung des Klimaanpassungskonzepts mit der Koordinierung und Initiierung der gesamtstädtischen Aktivitäten wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und der Nationalen Klimaschutzinitiative aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, Förderkennzeichen 03K07366, für den Projektzeitraum 09/2018 – 08/2020 gefördert.

Im Sommer 2019 beschloss der Rat der Stadt Münster, den Klimanotstand zu erklären, und bekräftigte damit das Ziel, Münster als klimaresiliente und klimaneutrale Stadt in die Zukunft zu führen. Als Grundlage hierfür hat der Rat im Dezember 2019 das Handlungskonzept Klimaanpassung 2030 beschlossen. Das Konzept beschreibt 48 Maßnahmen und Teilmaßnahmen, die den Weg zu einer lebenswerten Stadt in Zeiten des Klimawandels ebnen. Beschlussvorlage V/0799/2019/1 "Handlungskonzept Klimaanpassung 2030"



 

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