Stadt Münster: Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit - Waldfunktionen

Seiteninhalt

Wald und Forst

Waldfunktionen

Bewaldetes Ufer des Hiltruper Sees

Wegen der starken Inanspruchnahme der Landschaft im Ballungsraum Münster durch Gewerbe, Straßen und Bebauung haben die Wälder besondere Schutzfunktionen zu erfüllen:

Erholungswald

Der Wald ist für die Menschen in einer Großstadt ein wichtiger Raum, in dem er wohnortnah Spazierengehen, Abschalten und Entspannen kann. Vielfältige, schöne Waldbilder, bunte Farben, Vogelgezwitscher und frische Luft sind für die Bürgerinnen und Bürger ein unverzichtbarer Ausgleich für den gestressten Alltag. Die Forstverwaltung unterhält deshalb im Stadtwald ein über 100 km langes Wegenetz mit Ruhebänken und weiteren Erholungseinrichtungen als attraktives Angebot für die Tages- und Feierabenderholung. Auf 165 Hektar Waldflächen hat die Erholungsfunktion örtlich eine so große Bedeutung, dass sie die Waldbewirtschaftung bestimmt oder beeinflusst. Dies gilt besonders für den Dyckburger Wald, den Kiesekampbusch am Zoo, dem Wald am Haus Rüschhaus, dem Rohrbusch und dem Coerdewald.

Wasserschutzwald

Durch die Blätter und Nadeln in den Baumkronen filtert der Wald den Regen. Die Wurzeln und der Waldboden speichern den Niederschlag und sorgen für sauberes Grundwasser. Ca. 80 Hektar Stadtwald in der Hohen Ward und in Kinderhaus sind als Wasserschutzgebiete ausgewiesen.

Wald als Naturraum

In der Großstadt ist der Wald ein unverzichtbarer Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Durch die Ausweisung von 113 Hektar Landschaftsschutzgebieten, 61 Hektar Naturschutz- (NSG Gelmerheide, Huronensee, Rieselfelder, Vorwerkshügel, Bonnenkamp) und FFH-Gebieten (Davert) sowie167 Hektar schutzwürdiger Biotopbereiche (z.B. im Dyckburger Wald) wird diese Waldfunktion zusätzlich gesichert. Im Rahmen der FSC-Zertifizierung unterstützt die Forstverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) diese Schutzziele durch besondere Maßnahmen wie zum Beispiel den Erhalt von Spechtbäumen und Totholz.

Klimaschutzwald

Als Sauerstoffproduzent ist Wald für das Stadtklima von immenser Bedeutung. Die Blätter und Nadeln der Bäume filtern Stäube und Abgase aus der Luft. Der Wald mindert Temperaturextreme und sorgt dadurch gegenüber den wärmeren bebauten Bereichen für Luftbewegung und Luftaustausch. 175 Hektar Stadtwald – besonders in Mecklenbeck, Roxel und Nienberge sowie im bebauten Stadtgebiet – haben besondere Klimaschutzfunktionen.

Immissions- und Lärmschutzwald

Industrie, Verkehrswege und Hausbrand verursachen im Ballungsraum Münster Belastungen durch Lärm, Abgase und Stäube. Die Waldbewirtschaftung in Coerde, Mauritz, Gelmer, Roxel, Nienberge und Mecklenbeck wird auf 216 Hektar von diesen Schutzfunktionen geprägt.

Sichtschutzwald

In der Umgebung von Objekten, die das Landschaftsbild stören, wurden gut 24 Hektar Waldflächen mit Sichtschutzfunktionen z. B. in Coerde (Kläranlage, Deponien) und Mecklenbeck (Gewerbeflächen und Autobahn) ausgewiesen.

Wald als Kulturraum

Auf ca. 7 Hektar finden sich Bodendenkmäler wie die Wallburg Haskenau und verschiedene ehemalige Landwehranlagen in Sprakel, Mecklenbeck, Albachten und der Hohen Ward.


 

Zusatzinfos

Kontakt

Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit
Albersloher Weg 450
York-Kaserne, Gebäude 12 und 14
Postanschrift: 48127 Münster

Tel. 02 51/ 4 92-67 01
Fax 02 51/ 4 92-77 37
umwelt@stadt-muenster.de
 

Ansprechpartner

Hans-Ulrich Menke
Montag bis Donnerstag
14 bis 16 Uhr
Anfragen zu Kaminholz:
Donnerstag 14 bis 16 Uhr
Tel. 02 51/4 92-67 43
Fax 02 51/4 92-79 47
menke@stadt-muenster.de

Weitere Infos