Stadt Münster: Verkehrsplanung - Fahrradroute DEK

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Fahrradroute DEK

Mehr Komfort für Radfahrende am Dortmund-Ems-Kanal in Münster

Bereits heute nutzen viele Radfahrerinnen und Radfahrer den Weg entlang des Dortmund-Ems-Kanals (DEK) als Freizeit- und Tourismusroute. Nun soll der Kanalseitenweg als Alltagsradroute auch für pendelnde Berufstätige oder Studierende attraktiver werden. Mit dem Ausbau des Kanalseitenweges können wir auf einer 27 Kilometer langen Strecke eine durchgängige und attraktive Fahrradroute von Stadtgrenze zu  Stadtgrenze realisieren.

Der Rat der Stadt Münster hat in seiner Sitzung am 3. Juli der Vorlage "Fahrradtauglicher Ausbau der Betriebswege am Dortmund-Ems-Kanal" zugestimmt. Damit ist beabsichtigt, den vorhandenen Betriebsweg der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) auf einer Kanalseite fahrradtauglich auszubauen. Hierfür stellen wir beim Wasser- und Schifffahrtsamt Rheine (WSA) nun einen Antrag, um bei Genehmigung eine Vereinbarung zu schließen. Erste Gespräche mit dem WSA fanden schon statt.



Der aktuelle Zustand des Kanalseitenwegs

Enger Schotterweg mit größeren Steinen

Bilder: Aktueller Zustand der Strecke (zum Vergrößern klicken)

Eine weitestgehend durchgängige Verbindung entlang des DEK in Münster gibt es heute schon. Alltagstauglich ist diese Verbindung jedoch nicht. In weiten Teilen handelt es sich zurzeit um einen unebenen, teils schmalen Schotterweg. Die unbefestigte Oberfläche lässt den Weg bei Nässe matschig und bei Trockenheit staubig werden. Die bereits asphaltierten Abschnitte sind häufig durch Baumwurzeln beschädigt. So ist das Fahrradfahren auf dem Weg bislang weder bequem noch besonders zügig möglich und eignet sich kaum für Rad fahrende Pendlerinnen und Pendler.


Einseitiger Ausbau der Betriebswege am DEK

Deshalb soll die Qualität des bestehenden Weges auf dem gesamten Stadtgebiet für die Radfahrenden deutlich verbessert werden. Ziel ist, den Weg auf einer Kanalseite zu asphaltieren. Die Asphaltoberfläche erzeugt einerseits einen geringeren Fahrwiderstand und ist andererseits auch bei Regenwetter gut zu befahren. Außerdem sind so der beabsichtigte Reinigungs- und Winterdienst einfacher möglich. Darüber hinaus ist geplant, den Weg auf mindestens drei Meter zu verbreitern. So können Zufußgehende und Radfahrende den Weg gemeinsam nutzen.

Der Kanalseitenweg soll auf ganzer Strecke von Nord nach Süd-Westen im Sinne eines Gesamtkonzeptes ausgebaut werden. Aufgrund des DEK-Ausbaus im Bereich der sogenannten Stadtstrecke (Schleuse Münster bis Eulerstraße südlich der B51-Brücke) wird die Umsetzung abschnittsweise erfolgen. Zunächst ist der Kanalseitenweg in den Abschnitten für den Radverkehr zu ertüchtigen, in denen kein Kanalausbau erfolgt. Hier sind wir nach erfolgreicher Vereinbarung mit der WSV für Planung, Ausschreibung und Durchführung der Maßnahme verantwortlich, tragen jedoch lediglich 50 Prozent der Kosten.

Anschließend stellt die WSV im Zuge ihres Kanalausbaus den Seitenweg im Bereich der Stadtstrecke nach den gleichen Ausbaustandards fahrradtauglich her. Die WSV übernimmt hier Planung, Ausschreibung und Durchführung zu 100 Prozent und trägt 50 Prozent der Kosten gegenüber dem betrieblich notwendigen Wegeausbau. All dies entspricht bundeseinheitlichen Fördervorgaben.


Beleuchtung

Geplant ist ebenfalls, die neue fahrradfreundliche Verbindung zu beleuchten. Dies ist z. B. durch eine adaptive Beleuchtung (d. h. eine Beleuchtung über Sensoren) möglich, die auf vorbeifahrende Radfahrende reagiert. So könnten Radfahrende den Weg auch während der dunklen Jahreszeit und in den frühen Morgen- bzw. späten Abendstunden nutzen.
Die adaptive Beleuchtung wurde in einem Pilotprojekt erfolgreich getestet.
Informationen zum Projekt "Intelligente Straßenbeleuchtung"


Naherholung und Rücksichtnahme

Der Kanal übernimmt ohne Frage eine wichtige Naherholungsfunktion in Münster. Um dieser gerecht zu werden, ist der Wegeausbau lediglich auf einer Kanalseite geplant. Darüber hinaus soll für ein rücksichtsvolles Miteinander der Verkehrsteilnehmenden geworben werden. Dies kann zum einen baulich durch auffallend gestaltete Einmündungsbereiche erfolgen, zum anderen sind öffentlichkeitswirksame Kampagnen geplant, die auf die veränderte Situation hinweisen.


 

Zusatzinfos

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