Stadt Münster: Villa ten Hompel - "Demokratiedschungel"

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Mut zur Meinung – Freude am Diskurs

Foto: Stefan Querl reicht begrüßt die Teilnehmenden mit Handschlag

Stefan Querl begrüßt die Teilnehmenden. Foto: Bert Sterk

Gäste am Geschichtsort Villa ten Hompel unterwegs im „Demokratiedschungel“

Klare Kante zeigen in Diskussionen, dabei aber fair bleiben und andere Argumente anhören: Solche Gesprächskultur als Teil lebendiger Erinnerungskultur hegt und pflegt in der Villa ten Hompel der „Demokratiedschungel“, eine gedenkstättenpädagogische Eigenkreation des Hauses für junge Gäste, Klassen, Kurse und für Gruppen, die sich selbst bewusst hinterfragen möchten. Moderiert debattieren sie über Zeitgeschichte, Zivilcourage und gesellschaftlich „heiße Eisen“, also Themen, die auf den Nägeln brennen.

Profil des Projekts

Das Projekt ist buchbar für jede Altersgruppe und aktiviert die Teilnehmenden auf humorvoll-freundliche Weise. Es erfordert zeitlich viel Vorlauf wegen des engmaschigen Betreuungsschlüssels – Termine gibt es also nur nach frühzeitiger Vorabsprache.
Die Kosten liegen zwischen 6 und 10 € pro Person, je nach Setting und Seminardauer.
Begleitete Rundgänge durch die Dauerausstellung „Geschichte, Gewalt, Gewissen“ und vielfältige Methoden, die auf Wunsch gerne erläutert, an Wünsche der Gäste und die konkrete Lernsituation angepasst werden, gehören ebenfalls fest zum Verlauf. Auf Inklusionserfordernisse und individuelle Bedürfnisse geht das pädagogisch geschulte Team gerne ein. Ein solcher „Demokratiedschungel“ dauert mindestens vier Stunden.

Es handelt sich um eine Jahreskooperation der Stadt Münster mit dem überparteilichen Netzwerk „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ in Berlin und dessen Regionalarbeitsgruppe für das Münsterland, die sich bürgerschaftlich in der Villa ten Hompel engagiert und die Projekte personell verstärkt. Jeder Gast wird einzeln begrüßt und begleitet. Neugier genügt, wenn es richtig losgeht: Abstimmungen verlaufen anonym, doch was offen zur Sprache kommt, hat Hand und Fuß. Recherchen helfen, Wissenslücken zu schließen …

Kontroversen aushalten lernen

Besonderheit des Konzeptes ist, dass die Gäste nicht über Abstraktes oder Allgemeinplätze sprechen, sondern dass im Verlauf eines solchen Vormittags Meinungsbilder und regelrechte Votings entstehen, die den Gesprächsrunden selbst entstammen und die oft Kreise ziehen – stets ist die Überraschung enorm groß, welche Sichtweisen es gibt unter den Gleichaltrigen. In Kleingruppen animieren sie sich untereinander, kreativ und kritisch Position zu beziehen – u. a. auch zu Parolen aus typischen „Echokammern“ oder zu Stereotypen und Aussagen, die alles andere als politisch korrekt erscheinen und die zumeist mit Recht polarisieren.
Solche Kontroversen aushalten lernen, Meinungsfreiheit als wirkliche Freiheit begreifen, aber auch „Schmerzgrenzen“ des Sagbaren behutsam austesten: All das findet im geschützten Raume auf einem altersgerechten Niveau statt, und das stets vor dem historischen Hintergrund: Aus der Villa ten Hompel als dem einstigen „Tatort Schreibtisch“ in der NS-Diktatur und des „Dezernates für Wiedergutmachung“ in der Nachkriegszeit wird so ein offenes Haus des freien Geistes, das einlädt, kritisch, klug und mutig Stellung zu beziehen. Anschlussfähig ist das Angebot im Blick auf den schulischen Unterricht und außerschulisches Lernen in der Bildungsarbeit von Verbänden, Kirchen, Gewerkschaften, Parteien und anderen Organisationen.

Ausgezeichnete pädagogische Methoden

Zum Historikertag 2018 in Münster wurden die pädagogischen Methoden mit dem Freya-Stephan-Kühn-Preis der nordrhein-westfälischen Geschichtslehrerinnen und -Lehrer ausgezeichnet.

Über das Konzept berichteten Christin Robers und Benjamin Rensch in der Mitgliederzeitschrift des Vereins "Gegen Vergessen – Für Demokratie" im März 2016 (Nr. 88, S. 11 - 15):
"Unterwegs im Dschungel der Demokratie" (PDF, 392 KB)
externes Dokument, nicht barrierefrei


 

Zusatzinfos

Kontakt

Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Tel. 02 51/4 92-71 01
Fax 02 51/4 92-79 18



Öffnungszeiten

Mittwoch, Donnerstag: 18-21 Uhr
Freitag bis Sonntag: 14-17 Uhr

Bürozeiten
Di, Mi, Fr: 9-12 Uhr
Do: 9-16 Uhr
Außerhalb dieser Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet. Wir rufen Sie gerne zurück.

Führungen und Projekttage nach Vereinbarung.

Vom 22.7. bis 11.8.2019 sind Verwaltung und Ausstellung wegen der jährlichen Sommerpause geschlossen.

So sind wir zu erreichen:

Per Bus mit der Ringlinie 33 und 34 (Haltestelle: Villa ten Hompel)

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