Gewalt kann gefährlich schnell mit Worten beginnen

David- statt „Judenstern“: Grundschüler und Grundschülerinnen im Stift Tilbeck setzten sich mit Sprache in der NS-Zeit auseinander

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Grundschulprojekt im Stift Tilbeck. Foto: Laura Dömer

Lässt sich mit Grundschülerinnen und Grundschülern vernünftig über die NS-Zeit und ihre Folgen sprechen? Durchaus, sogar sehr intensiv, wie Corinna Koselleck und Stefan Querl aus dem Team der Villa ten Hompel im Stift Tilbeck lernten: Anlässlich eines Geschichts- und Theaterprojektes waren sie in der Grundschule der KOSMOS-Bildung-Münsterlandschule zu Gast. Wegen der organisatorischen Leistung von Lisa Bönning, Sophia Boesche, Heidi Grewing, Liane Linder und anderen Pädagoginnen und Pädagogen der Schule wurden die Besuche in den Gruppen trotz des Teil-Lockdowns möglich gemacht. Über den Vergleich zu einem Theaterstück mit einem realen jüdischen Verfolgungsbeispiel aus der Region kamen die Schülerinnen und Schüler zu sprechen auf das, was in der Villa ten Hompel historisch geschah.

Mit viel Freude konnten die Gäste vor Ort altersgerecht erzählen und besonders für Sprache sensibilisieren: So sei der „Davidstern“, das religiöse Symbol des Judentums, eben nur in Wortwahl damaliger NS-Täter verächtlich ein „Judenstern“, unterstrichen sie, was viele der Kinder schon wussten. Anders als früher während der Diktatur sei die Polizei heute stets an Recht und Gesetz gebunden, vor allem jederzeit vertrauenswürdig. Sie helfe, indem sie Kindern in schwierigen Situationen mit Teddys Mut mache. Polizeiteddys und Themen-Bilder waren also Teil des Programms und Konzept für insgesamt fünf Klassen der KOSMOS-Bildung Münsterlandschule Tilbeck. Corinna Koselleck im FSJ Kultur und Bildung der Villa ten Hompel, Pädagogin Lisa Bönning und ihre Kolleginnen und Kollegen sowie Stefan Querl, stellvertretender Leiter des Geschichtsortes Villa ten Hompel, diskutierten in diesem Rahmen mit den Schülerinnen und Schülern in altersgerechter Form Fragen zu Vergangenheit und Verantwortung.



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