Stadt Münster: Villa ten Hompel - Lehrer-Fortbildung Auschwitz

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Lehrer-Fortbildung Auschwitz

Sich noch intensiver mit Auschwitz auseinandersetzen

Gruppenfoto: Sechs Personen sitzen auf einer Treppe in einem großen Treppenhaus.

Die Leitungscrew der Fortbildung "Auschwitz im Unterricht"

Lehrer-Fortbildung des Maximilian-Kolbe-Werkes, der Villa ten Hompel und weiterer Partner tagte im polnischen Oświęcim: Zeitzeuginnen-Gespräch, Workshops und Projektebörse zu neuen Unterrichtsideen

Auch 75 Jahre nach dem Tag der Befreiung des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz stehen die schweren, beklemmenden Fragen im Raum: Wie konnte es zu den Massenverbrechen kommen? Seit wann würdigt die Gesellschaft überhaupt die Opfer der Gewaltherrschaft? Was trieb die Täter? Wer trug darüber hinaus Verantwortung für das Unrecht der deutschen Besatzung in Polen, die Shoah und die Kriegsverbrechen?
Um Antworten und Analysen ging es in einer fünftägigen Fortbildung des Maximilian-Kolbe-Werkes und seiner Kooperationspartner.

24 Lehrerinnen und Lehrer aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen teil und hatten auch eigene Beiträge zu einer Projektebörse im Gepäck. Aus dem Münsterland angereist waren u. a. Dr. Benedikt Faber vom Gymnasium Augustinianum in Greven, Dr. Ingo Stöckmann vom Overberg-Kolleg in Münster (katholisches Weiterbildungskolleg und neuer Bildungspartner des Stadtarchivs), Dominik Wiedemann aus Münster (tätig an der Werner-von-Siemens-Gesamtschule Unna-Königsborn) sowie Katharina Parusel und Silke Tylinda aus dem Kollegium am Gymnasium Dionysianum in Rheine.

Vor dem Hintergrund ihrer Fächer Religion, Geschichte, Deutsch, Sozialwissenschaften, Politik und Gesellschaftslehre interviewten die Lehrkräfte eine Zeitzeugin und begingen das frühere Lagergelände. Gemeinsam untersuchten sie historische Quellen und Unterrichtsmaterialien auf Tauglichkeit für innovative Formen der Vermittlung, etwa neue Materialien aus der International School for Holocaust Studies (ISHS) der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem.

Die inhaltliche "Regie" der Konferenz teilte sich ein Team aus Fachleuten des Maximilian-Kolbe-Werkes in Freiburg im Breisgau sowie aus den Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen, hier u. a. vom Erzbistum Paderborn, der Bezirksregierung Detmoldund der Villa ten Hompel, die als früherer "Tatort Schreibtisch" und heutiger Geschichtsort vor allem das Fragen nach der Verantwortung forciert.

Auch 2021 soll es eine Fortsetzung der Fortbildungsreihe geben, so planen Tagungsleiterin Dr. Danuta Konieczny, stellvertretende Geschäftsführerin des Maximilian-Kolbe-Werkes, und Stefan Querl von der Villa ten Hompel mit Dr. Heike Wolter, Steven Förster, Barbara Schyma, Alexander Schmidt, Sebastian Potschka, den Mitwirkenden und dem gastgebenden Zentrum für Dialog und Gebet der katholischen Kirche.



 

Zusatzinfos

Kontakt

Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Tel. 02 51/4 92-71 01
Fax 02 51/4 92-79 18



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Per Bus mit der Ringlinie 33 und 34 (Haltestelle: Villa ten Hompel)