Stadt Münster: Villa ten Hompel - 2019-06-26 Mittwochsgespräch Wolff

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Veranstaltungen

Mittwochsgespräch: Auch wir wollen die Wahl haben!

Der lange Weg der deutschen Frauen zum politischen Stimmrecht

100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland

Porträtfoto von Kerstin Wolff

Dr. Kerstin Wolff (Kassel)

Mittwoch, 26. Juni, 19 Uhr

Dr. Kerstin Wolff (Kassel)

Am 12. November 1918, mitten in den Wirren der Revolution, als mehr als deutlich geworden war, dass der Krieg nicht mehr gewonnen werden konnte, als der deutsche Kaiser schon in den Niederlanden im Exil war und das Amt des Reichskanzlers an den Sozialdemokraten Friedrich Ebert übertragen worden war, erklärte der Rat der Volksbeauftragten, dass fortan „alle Wahlen […] nach dem gleichen, geheimen, direkten Wahlrecht auf Grund des proportionalen Wahlsystems für alle mindestens 20 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen zu vollziehen“ sind. Damit hatte dieses Männergremium mit einem Federstreich das Frauenwahlrecht in Deutschland eingeführt.
Kann aus dieser kurzen Episode geschlossen werden, dass den deutschen Frauen das Frauenstimmrecht quasi in den Schoss gefallen ist? War es der Revolution und vor allem dem Rat der Volksbeauftragten zu verdanken, dass dieses politische Mitbestimmungsrecht eingeführt wurde?

In ihrem Vortrag zur Geschichte des Kampfes um das Frauenstimm- und -wahlrecht in Deutschland rollt die Historikerin Kerstin Wolff den langen Kampf der deutschen Frauen um dieses Recht auf. Sie zeigt, dass die ersten Stimmen, die ein politisches Wahlrecht für Frauen forderten, in der Französischen Revolution laut wurden und dass diese Rufe, auch wenn sie sich lange nicht durchsetzen konnten, im gesamten 19. Jahrhundert nicht mehr zur Ruhe kamen.

Dr. Kerstin Wolff ist Historikerin und Geschäftsführerin der Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel. Sie ist Redakteurin der historischen Fach-Zeitschrift der Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung, „Ariadne – Forum für Frauen- und Geschlechter Geschichte".

In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Münster e. V. und dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte


 

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