Stadt Münster: Zuwanderung - LWL-Landesprogramm

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Unsere Handlungsfelder

Kinder- und Jugendhilfe, Soziale Leistungen und Dienste

LWL-Landesprogramm

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Im Rahmen des LWL-Landesprogramms „Wertevermittlung, Demokratiebildung und Prävention sexualisierter Gewalt in der und durch die Jugendhilfe“ bietet das Kommunale Integrationszentrum Münster unterschiedliche kostenfreie Veranstaltungsformate für verschiedene Zielgruppen der Jugendhilfe an.


Digitale Workshops zur Demokratieförderung im Unterricht

Für Lehrkräfte und angehende Lehrkräfte

Hasskommentare, Falschnachrichten, und Radikalisierung im Netz sind seit Beginn der Digitalisierung ein gesellschaftliches Problem und verschärfen sich nicht zuletzt zunehmend durch die Covid-19 Pandemie. Eine (politische) Auseinandersetzung und Thematisierung damit ist dringend notwendig, um diesen demokratiegefährdenden Entwicklungen entgegenzuwirken.

Kinder und Jugendliche stoßen im digitalen Raum häufig ungeschützt und unvorbereitet auf diese Phänomene. Das Workshopangebot greift die Problematiken von „Hate Speech“, „Fake News“ und „Radikalisierung im Netz“ auf, um fertigen und angehenden Lehrkräften Lösungsansätze für mehr Handlungssicherheit im Umgang damit und Methoden zur Förderung der Medienkompetenz in Schulen und Unterricht zu vermitteln.


Termin und Anmeldung

  • am 10.2.2022, jeweils von 9-12 und von 13-16 Uhr (online)
  • alle drei Workshops finden in zwei Durchläufen statt (vormittags und nachmittags), damit Sie die Möglichkeit haben, sich für zwei Themen anzumelden.


Workshop I: „Stirb doch“ Umgang mit „Hate Speech“ und Kommentaren im Internet

Referent:
Said Rezek ist Politikwissenschaftler, Trainer und freier Journalist. Er schreibt insbesondere über Medien, Muslime, Migration und Rassismus – unter anderem für die „taz“, den „NDR“ und „MIGAZIN“. Sein Buch „Bloggen gegen Rassismus – Holen wir uns das Netz zurück“ ist für die Shortlist des Selfpublishing Buchpreises 2021 in der Kategorie Sachbuch/Ratgeber nominiert worden. Außerdem ist die Publikation im September 2021 in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlich worden.


Workshop II: Was tun gegen „Fake News“?

Referentin:
Miriam Bunjes wird als Mitarbeiterin des Bildungsprojektes „Reporterfabrik“ des CORRECTIVS  - Recherche für die Gesellschaft referieren. Die Reporterfabrik will helfen, die Öffentlichkeit zu qualifizieren: Sie vermittelt journalistisches Wissen und Handwerk an interessierte Bürgerinnen und Bürger, sie macht die Arbeit der klassischen und sozialen Medien durchschaubar und Versuche der Desinformation erkennbar. Jeder Mensch muss heutzutage schon als Schülerin oder Schüler befähigt werden, sich selbst ein Bild zu machen vom Abbild der Welt in den Medien.


Workshop III: Extremismus und Radikalisierung im Internet

Referentin:
Mona ElOmari definiert sich als queere Muslimin of Color, ist Diplom-Sozialpädagogin/Diplom-Sozialarbeiterin, systemische Einzel-/Paar-/Familienberaterin, Heilpraktikerin für Psychotherapie und systemisch-pädagogische Mitarbeiterin bei Legato PräJus - Fachstelle für religiös begründete Radikalisierung im justiziellen Bereich (AMA e.V.) in Hamburg angestellt. Sie ist freiberufliche Empowerment-Trainerin, freiberufliche politische Bildungsreferentin und derzeit in Ausbildung zur systemischen Einzel-/Paar- und Familientherapeutin. Ihre Schwerpunkte sind systemische Ausstegsberatung, Empowerment, Intersektionalität, rassismuskritische Bildung, LSBTIQ-Diskriminierung, Critical Whiteness, psychosoziale Beratung für rassismuserfahrene Menschen, Begleitung in psychischen Krisen und systemische Prozessbegleitung.


Train the Trainer: Qualifizierung zur diskriminierungs- und machtkritischen Pädagogik

Für Fachkräfte und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus dem pädagogischen Bereich und mit eigener Betroffenheit von Rassismus, Diskriminierung und Marginalisierung.

Beschreibung:
Das Wort „Diskriminierung“ ist in aller Munde und Ausschlüsse sind täglich Thema – auch in Kita, Schule und Jugendeinrichtungen usw. Was ist das eigentlich genau? Und wie können wir als Fachkräfte und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren damit umgehen? In vier aufeinander aufbauenden Modulen (8 Tage) habt ihr die Möglichkeit, euch zu Trainerinnen und Trainer machkritischer Pädagogik qualifizieren zu lassen!
Wir wollen eine nachhaltige, machtkritische und diskriminierungssensible Pädagogik in Münster ausweiten und freuen uns, wenn du dabei bist!
Von den 10 bis 15 Teilnehmenden wünschen wir uns Vorkenntnisse im Bereich Diskriminierungen und praktische Arbeitserfahrungen in der Jugendhilfe.
Nach Abschluss der Qualifizierung bist du befähigt, in Jugendzentren, Vereinen und Schulen selbst Workshops für Jugendliche anzubieten und vor Ort die Ansprechperson für intersektionale Pädagogik zu sein.

Voraussetzungen:

  • Betroffenheit von Rassismus, Diskriminierung, Marginalisierung
  • Vorkenntnisse im Bereich Diskriminierungen und praktische Arbeitserfahrungen
  • Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit den oben genannten Themen
  • Reflexionsbereitschaft
  • Praxiserfahrung in der Arbeit mit Jugendlichen
  • Teilnahme an allen vier Modulen
  • Verpflichtende Durchführung eines Workshops mit Jugendlichen in Münster im Jahr 2022

Termine:
Modul I: 6. und 7.11.2021, 10-17 Uhr (digital)
Modul II: 13. und 14.11.2021, 10-17 Uhr (digital)
Modul III: 11. und 12.12.2021, 10-17 Uhr (digital)
Modul IV: 18. und 19.12.2021, 10-17 Uhr (digital) 

Die Qualifizierung wird durchgeführt von:
Mona ElOmari und Tuğba Tanyılmaz



 

Zusatzinfos

Kontakt

Anne Böhnel
Tel. 02 51/4 92-70 87
BoehnelAnne(at)stadt-muenster.de