Stadt Münster: Zuwanderung - Landesinitiative "Gemeinsam klappt´s"

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Landesinitiative "Gemeinsam klappt´s"

Landesinitiative gestartet

Foto der Bündniskerngruppe

Mitglieder der Bündniskerngruppe

Im Rahmen der Umsetzung eines Gesamtkonzepts für junge Geflüchtete (Zusammenführung der Landesinitiativen "Durchstarten in Ausbildung und Arbeit" sowie "Gemeinsam klappt’s" und der Haushaltsbeschlüsse zum Thema Integration junger Geflüchteter in Arbeit) hat der Rat der Stadt Münster das Kommunale Integrationszentrum mit der Durchführung von Interessenbekundungsverfahren beauftragt.

Start der Landesinitiative "Durchstarten in Ausbildung und Arbeit"

Die Träger konnten ihre Interessensbekundungen bis zum 24.7.2020 einreichen. Nach der Vergabe der Coaching-Stellenanteile und der Angebotsdurchführung in allen Förderbausteinen an freie Träger ist die Landesinitiative "Durchstarten in Ausbildung und Arbeit" am 1. Oktober 2020 in Münster gestartet – weitere Berichte folgen. Weitere Informationen zur Umsetzung der Landesinitiative in Münster  (PDF, 356 KB)


Bessere Chancen für junge Geflüchtete

Einen Schulabschluss erreichen, die eigenen Potenziale entdecken und eine Zukunftsperspektive entwickeln. Das sind zentrale Themen für alle jungen Menschen. Dies gilt auch für die rund 4600 jungen Geflüchteten zwischen 18 und 27 Jahren, die zurzeit in Münster leben.

Für diese Zielgruppe bietet das Programm „Gemeinsam klappt´s“ neue Bildungs-, Ausbildungs- und Qualifizierungschancen. Landesweit gesteuert wird die Initiative vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Landes­weiten Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren.

Die Stadt Münster hat sich im Februar 2019 neben rund 70 weiteren Kommunen in NRW der Initiative angeschlossen.

Die Projektlaufzeit beträgt 3 Jahre bis 2022. Unabhängig von ihrer Bleibeperspektive und dem rechtlichen Aufenthaltsstatus können insbesondere Geflüchtete mit eingeschränkter Bleibeperspektive von dem Pro­gramm profitieren.

Beim Auftakt-Workshop für Münster unter der Leitung von Stadtdirektor Thomas Paal kamen im April 2019 rund 40 Vertreterinnen und Ver­treter aus städtischen Ämtern und Organisationen, die in einem engen Arbeitskontakt mit der Ziel­gruppe stehen, zusammen (u. a. Agentur für Arbeit, Un­ternehmens- und Wohlfahrtsverbände, Jugendmigra­tionsdienst, Migrantenselbstorganisatio­nen).

Anhand von Fallbeispielen wurde in der Veranstaltung die spezielle Bedarfslage der Zielgruppe analysiert, Aspekte wie Gesundheit, Lebensunterhalt, Unterkunftssituation wurden einbezogen. Be­sonders die Wahrnehmung von Freizeit- und Sportangeboten, die großen Einfluss auf den Integra­tionsprozess haben, wurde beleuchtet.

Mit der Initiative will das Land eine dauerhafte Abhängigkeit der Zielgruppe von Sozialleistungen und Frustration als mögliche Folge von Chancenlosigkeit vermeiden.

Das Projekt wird in Münster vom Kommunalen Integrationszentrum als geschäftsführende Stelle koordiniert.

Bis zum Sommer 2019 sollen die Verhandlungen der Ministerien zu den finanziellen Mitteln der Lan­desinitiative geklärt sein. Für ganz NRW werden voraussichtlich insgesamt 50 Millionen Euro für alle teilnehmenden Kommunen bereitstehen, die für folgende sechs Förderbau­steine vorgesehen sind:

  1. Die Förderung eines Coachings, welches eine niederschwellige, engmaschige und individuelle Betreuung geflüchteter Menschen während des Integrationsprozesses ermöglicht.
  2. Die Förderung einer ausbildungs- oder berufsbegleitenden Qualifizierung und/oder Sprachförderung.
  3. Die Förderung des nachträglichen Erwerbs eines anerkannten Schulabschlusses mit integrierter Sprachförderung.
  4. Die Förderung von Kursen, die berufliche und sprachliche Bildung mit Werteorientierung verbinden, vergleichbar zu den Jugendintegrationskursen des Bundes sowie von niederschwelligen Kursen in Deutsch oder Mathematik, um die individuelle Ausbildungsfähigkeit zu verbessern.
  5. Die Förderung von innovativen und modellhaften Projektideen zur Integration in Ausbildung und Arbeit im Rahmen eines Innovationsfonds.
  6. Die Förderung von Teilhabemanagement-Stellen in den Bündniskommunen, die den Integrationsprozess junger Menschen, die sich im Status der Duldung oder Gestattung befinden, durch übergreifende, individuelle, ergebnisoffene Beratung und Begleitung unterstützen.
 

Zusatzinfos

Kontakt

Manfred Schloßhan
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SchlosshanM(at)stadt-muenster.de


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WegmannD(at)stadt-muenster.de


Stefanie Weber
Tel. 02 51/4 92-70 93
WeberS(at)stadt-muenster.de