Stadt Münster: Amt für Kinder, Jugendliche und Familien - Kommunaler Sozialdienst

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Beratung und Schutz

Kommunaler Sozialdienst

Der Kommunale Sozialdienst bietet vielfältige Beratungsangebote für Kinder, Jugendliche und Familien an. Der Kontakt zu Rat suchenden Bürgerinnen und Bürgern basiert auf einer wertschätzenden und fördernden Grundhaltung. Unsere Arbeit ist transparent und auf Kooperation angelegt.

"Man kann einem Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken." (Galileo Galilei)

In jedem Stadtbezirk steht ein Team von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern in der Bezirkssozialarbeit als erster Ansprechpartner für soziale und pädagogische Fragen zur Verfügung. Ziel ist eine lösungsorientierte, ganzheitliche Hilfestellung in Verbindung von Beratung und gegebenenfalls wirtschaftlicher Hilfegewährung. Soweit der Schutz Minderjähriger und anderer schutzbedürftiger Menschen gewährleistet werden muss, ist unser Handeln nicht mehr nur auf Hilfe zur Selbsthilfe angelegt. Im Einzelfall können die Angebote der folgenden Fachdienste, die im kommunalen Sozialdienst verortet sind, vermittelt werden.

Unter dieser Rubrik finden Sie hierzu weitergehende Informationen:

Bezirkssozialarbeit

Vor Ort für sie da!

In fünf dezentralen Bezirksstellen und zehn Außensprechstunden sind wir für Sie erreichbar. Unsere Beratung und Hilfevermittlung umfasst das gesamte Spektrum der Jugendhilfe sowie soziale Fragen.

Bezirkssozialarbeit bietet eine ganzheitliche, familienbezogene und situationsgerechte Hilfestellung in Verbindung von Beratung, Einleitung, Vermittlung von Angeboten der Jugendhilfe und gegebenenfalls wirtschaftlicher Hilfegewährung.

Unsere Schwerpunkte sind:

  • Hilfen zur Erziehung für Kinder, Eltern und Familien
  • Beratung bei Trennung und Scheidung von Eltern sowie Mitwirkung in familiengerichtlichen Verfahren
  • Schutz von Kindern bei Gefährdung des Kindeswohls
  • Beratung bei Verlust der Wohnung und finanziellen Schwierigkeiten

Der Kommunale Sozialdienst kooperiert mit zahlreichen Einrichtungen und Diensten im gesamten Stadtgebiet.


Jugendgerichtshilfe

Mist gebaut – das geht schnell in einem Alter, in dem man noch jugendlich und auf der Suche nach seinem eigenen Weg ist.

Erwischt – das bedeutet Kontakt mit Polizei, Staatsanwaltschaft, Gericht, häufig auch ein Strafverfahren.

Hilfe – der Fachdienst Jugendgerichtshilfe begleitet Jugendliche und Heranwachsende in Verfahren vor dem Jugendgericht.

Ob Stress mit den Eltern, mit der Schule, ob eine Anzeige wegen Diebstahl oder Körperverletzung, ob Probleme mit Schulden oder mit Drogen - wir unterstützen junge Menschen in schwierigen Situationen und sind Ansprechpartner für ihre Eltern.

Damit es gar nicht so weit kommt, arbeiten wir vorbeugend: Wir informieren und beraten Jugendliche, Heranwachsende, Schulen und andere Einrichtungen in Fragen der präventiven Jugendhilfe.

Unsere Gespräche sind vertraulich, auf Wunsch auch anonym.

Die Jugendgerichtshilfe wird in Münster im Verbund mit freien Trägern der Jugendhilfe geleistet:

  • Der SKM – Katholischer Verein für soziale Dienste in Münster e.V. ist zuständig für die Begleitung in Verfahren vor dem Jugendgericht in den Stadtbezirken Nord, West und Hiltrup.
  • Der Fachdienst Jugendgerichtshilfe im Kommunalen Sozialdienst ist für die Stadtbezirke Mitte, Ost und Südost zuständig.
  • Ambulante Maßnahmen und die Vermittlung und Überwachung von Auflagen und Weisungen werden in der Regel durch den Verein sozial-integrativer Projekte e.V. (ViP) durchgeführt beziehungsweise vermittelt.

Kontakt zum Fachdienst Jugendgerichtshilfe: Tel. 02 51/4 92-56 18


Heimerziehung

Stationäre Hilfe zur Erziehung als Leistung der Kinder- und Jugendhilfe

Es gibt Lebenssituationen, in denen Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Gründen nicht in ihrer Familie leben können und zur Persönlichkeitsentwicklung erzieherische Hilfen in einer Einrichtung benötigen. Diese stationäre Form der Hilfe zur Erziehung für junge Menschen, die Heimerziehung, erfolgt auf Antrag der gesetzlichen Vertreter und in enger Kooperation aller Beteiligten. Stationäre Hilfe zur Erziehung bedeutet für Kinder und Jugendliche ein Leben in einer pädagogisch betreuten Wohnform über Tag und Nacht an einem neuen Lebensort, zeitlich befristet oder als längerfristige umfassende Begleitung bis zur eigenverantwortlichen Lebensführung.

Heimerziehung hat sich mit dem gesellschaftlichen Wandel verändert und beinhaltet heute unterschiedliche Betreuungsformen in Wohngruppen, heilpädagogischen und therapeutischen Einrichtungen, sozialpädagogischen Lebensgemeinschaften oder in sozialpädagogisch betreutem Wohnen für junge Menschen. Der individuelle Bedarf junger Menschen zur Förderung ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung begründet die Auswahl der Betreuungsform und die Dauer der Hilfe.

Heimerziehung ist eingebunden in eine zielgerichtete Hilfeplanung, die gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen und in Zusammenarbeit mit ihren Personensorgeberechtigten erarbeitet und fortgeschrieben wird. Sie ermöglicht jungen Menschen individuelle, fachlich qualifizierte pädagogische und therapeutische Hilfen zur Förderung ihrer Persönlichkeitsentwicklung und bietet ihren Eltern Unterstützung bei der Ausübung ihrer erzieherischen Verantwortung.

Ansprechpartnerinnen und -partner für die individuelle Prüfung, Einleitung und Begleitung einer stationären Hilfe zur Erziehung, die in Kooperation mit dem Fachdienst Heimerziehung erfolgt, sind die Bezirkssozialarbeiter-/innen des Kommunalen Sozialdienstes.

Kontakt zum Fachdienst Heimerziehung: Tel. 02 51/4 92-51 68

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Vormundschaften - Pflegschaften

Wenn Eltern oder Elternteile aufgrund persönlicher oder familiärer Probleme die Verantwortung für ihre Kinder nicht mehr selber tragen können, bestellt das Familiengericht einen Vormund oder Pfleger.

In dem vom Gericht vorgegebenen Rahmen ist der Vormund oder Pfleger gesetzlicher Vertreter des Kindes oder des Jugendlichen. Vormund kann eine Einzelperson oder das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien sein. Die Aufsicht über das Handeln des Vormundes/Pflegers im Einzelfall liegt beim Amtsgericht.

Der Vormund/Pfleger ist bei persönlichen Problemen und Sorgen jederzeit für das Kind oder den Jugendlichen - genannt Mündel - ansprechbar. Ebenso ist der Vormund/Pfleger Ansprechpartner für die nicht sorgeberechtigten Eltern des Kindes.

Kontakt zum Fachdienst Vormundschaften - Pflegschaften:
Tel. 02 51/4 92-51 60

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Adoptiv- und Pflegekinder

Um die Entwicklung und Erziehung eines Kindes zu fördern, kann es sinnvoll sein, dass es vorübergehend oder auf Dauer in einer Pflegefamilie lebt. Die Pflegekinderarbeit in Münster orientiert sich am individuellen Bedarf von Kindern und Jugendlichen. Das Wohl des Kindes ist oberstes Ziel aller Entscheidungen.

Als Adoptionsvermittlungsstelle nehmen wir daneben die Aufgaben des Adoptionsvermittlungsgesetzes wahr. Wir vermitteln Kinder zur Adoption und beraten und unterstützen alle Beteiligten vor, während und auch noch nach der Adoption.

In enger Kooperation mit dem Adoptions- und Pflegekinderdienst des Sozialdienstes katholischer Frauen e. V. suchen, schulen, vermitteln und betreuen wir Adoptiv- und Pflegeeltern. Dazu bieten wir neben der Einzelfallberatung regelmäßige Gruppen- und Fortbildungsveranstaltungen zum Thema Adoption und Pflege an.

Pflege- und Adoptivelternbewerber werden in Gruppen auf ihre zukünftige Aufgabe vorbereitet. Wir informieren Sie gerne - sprechen Sie dazu einen Termin mit uns ab.

Kontakt zum Fachdienst Adoptiv- und Pflegekinder: Tel. 02 51/ 4 92-51 06

Weitere Informationen zu unserem Kooperationspartner:


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Eingliederungshilfe

"Wieder dabei sein" - Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen

Eine seelische Behinderung kann entstehen, wenn beispielsweise eine Psychose, Autismus, eine Suchterkrankung, Neurose oder Persönlichkeitsstörung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben einschränkt. Genauer gesagt: Sie oder Ihr Kind sind beispielsweise nicht in der Lage, dem Schulunterricht zu folgen oder den beruflichen Alltag zu meistern.

Um eine solche Behinderung zu beheben oder zu mildern, gibt es Eingliederungshilfen. Sie sollen den Betroffenen den Weg zurück in die Schulgemeinschaft, den Beruf oder das gesellschaftliche Leben ebnen.

Wer hat Anspruch auf Eingliederungshilfe?

Die Eingliederungshilfen des Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII) sind für Kinder, Jugendliche und junge Menschen gedacht, deren Teilhabe an der Gesellschaft aufgrund einer seelischen Behinderung gefährdet oder beeinträchtigt ist.

Ob es sich in Ihrem Fall um eine solche Beeinträchtigung handelt, kann nur im Zusammenspiel unterschiedlicher Perspektiven und Einschätzungen geklärt werden. Dazu gehören: eine fachärztliche Diagnose aufgrund einer Begutachtung durch einen Fach- oder Amtsarzt, gegebenenfalls eine Stellungnahme der Schule und Schulaufsicht, Ihre eigene Sicht des Problems und die Einschätzung der psychosozialen Umstände durch den Fachdienst Eingliederungshilfen.

Alle Ihre Angaben werden selbstverständlich vertraulich und unter Beachtung des Datenschutzes behandelt.

Was steht im Hilfe- und Eingliederungsplan?

Stellt das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien eine seelische Behinderung fest, ist es gesetzlich verpflichtet, mit allen Beteiligten einen Hilfe- und Eingliederungsplan zu erstellen. In dem Eingliederungsplan werden Ziele formuliert sowie sämtliche notwendigen Leistungen und Hilfen konkret nach Art, Inhalt und Umfang benannt und aufeinander abgestimmt. Bei der Entscheidung wird berücksichtigt:

  • ob die Hilfen geeignet sind, eine drohende oder bestehende seelische Behinderung zu beheben oder zu mildern und
  • ob andere Leistungsträger (z.B. Krankenkassen oder Rehabilitationsträger) für die Übernahme dieser Kosten vorrangig zuständig sind.

Wer hilft beim Antrag?

Der Fachdienst Eingliederungshilfen gehört zum Kommunalen Sozialdienst (KSD) des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien. Ihre Ansprechpartnerinnen und -partner sind Bezirken zugeordnet:

  • Bezirke Nord/Ost
    Tel. 02 51/4 92-56 04
  • Bezirk West
    Tel. 02 51/4 92-51 58
  • Bezirke Hiltrup/Mitte
    Tel. 02 51/4 92-55 37
  • Bezirk Mitte
    Tel. 02 51/4 92-56 25
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Adresse, Anfahrt, Öffnungszeiten

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Hafenstraße 30
48153 Münster

Tel. 02 51/4 92-56 01
Fax 02 51/4 92-77 54