Formulare und Bescheinigungen

Antragsformulare

Beim Vermessungs- und Katasteramt können Auszüge aus dem Liegenschaftskataster, Topographische Karten des Stadtgebiets, Luftbilder, Stadtpläne sowie historische Stadtpläne und Karten bestellt werden.



Bescheinigungen

Grenzbescheinigung

Für Finanzierungszwecke verlangen manche Kreditgeber einen Ausschnitt aus der Liegenschaftskarte mit dem eingezeichneten neuen Gebäude. Gelegentlich wird jedoch eine Grenzbescheinigung oder Grenzeinhaltebescheinigung verlangt. Darin wird vom Vermessungs- und Katasteramt oder von einem Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur bescheinigt, dass ein Gebäude ganz auf einem Grundstück errichtet wurde, oder es wird die Grenzüberschreitung näher beschrieben. Beim Vermessungs- und Katasteramt werden Sie hierzu fachkundig beraten.
Grenzbescheinigungen sind gebührenpflichtig. Die Gebühr richtet sich nach dem Gebührentarif der Vermessungs- und Wertermittlungsgebührenordnung (Zeitgebühr, pro halbe Stunde 28 Euro).

Entfernungsbescheinigung

Anhand der Liegenschaftskarte und amtlicher Entfernungskarten werden beim Vermessungs- und Katasteramt Entfernungsbescheinigungen erstellt. Diese geben die kürzeste Entfernung zwischen Anfangs- und Endpunkt einer bestimmten Wegstrecke z.B. zwischen Wohnung und Schule an. Informationen erhalten Sie in der Katasterauskunft im Kundenzentrum Planen Bauen Umwelt. Entfernungsbescheinigungen sind gebührenpflichtig (Zeitgebühr, pro halbe Stunde 28 Euro).

Identitätsbescheinigung

Flurstücksbezeichnungen können sich im Laufe der Zeit ändern, so dass bei älteren Grundbucheintragungen in Abteilung II oftmals nicht sofort erkennbar ist, auf welches Flurstück sich ein Recht oder eine Belastung (z. B. ein Wegerecht) bezieht. Das Vermessungs- und Katasteramt ist in der Lage, die Historie eines jeden Flurstückes lückenlos zurückzuverfolgen und kann so ermitteln, auf welches aktuelle Flurstück sich das eingetragene Recht oder die Belastung bezieht. Dieses Ergebnis wird in einer Identitätsbescheinigung mitgeteilt. Identitätsbescheinigungen sind gebührenpflichtig (Zeitgebühr, pro halbe Stunde 28 Euro).

Vorkaufsrechtszeugnisse

Wenn ein Grundstückskaufvertrag abgeschlossen worden ist, muss die Gemeinde, in der das Grundstück liegt, prüfen, ob ein gesetzliches Vorkaufsrecht  nach dem Baugesetzbuch oder anderen Gesetzen vorliegt. Im Verlauf der Prüfung entscheidet sie, ob sie das  Vorkaufsrecht ausüben will oder nicht. Bei der Stadt Münster führt diese Prüfung das Vermessungs- und Katasteramt durch.

Ein gesetzliches Vorkaufsrecht liegt zum Beispiel dann vor, wenn ein Bebauungsplan die Nutzung als öffentliche Fläche z.B. für Straßen, Grünflächen, Kindergärten oder Schulen festsetzt. Die Ausübung des Vorkaufsrechtes ist aber ausgeschlossen beim Verkauf an den Ehepartner, einen Verwandten in gerader Linie oder bei Eigentumswohnungen.

Zu jedem Grundstückskaufvertrag beantragt daher die Notarin oder der Notar ein Vorkaufsrechtszeugnis  bei der Stadt Münster. Dieses Zeugnis bestätigt, dass entweder kein Vorkaufsrecht vorliegt oder auf ein bestehendes Vorkaufsrecht verzichtet wird. Der Notar reicht das Zeugnis und den Kaufvertrag beim Grundbuchamt ein. Erst dann findet die Eintragung im Grundbuch statt.

Von dem gesetzlichen Vorkaufsrecht macht die Stadt Münster nur in ganz seltenen Ausnahmefällen Gebrauch. In allen anderen Fällen wird das Vorkaufsrechtszeugnis innerhalb weniger Arbeitstage ausgestellt.

Vermessungs- und
Katasteramt

Stadthaus 3
Albersloher Weg 33
48155 Münster

Tel. 02 51/4 92-62 01
Fax 02 51/4 92-77 55
  katasteramt(at)stadt-muenster.de



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Montag bis Mittwoch: 8 - 16 Uhr
Donnerstag: 8 - 18 Uhr
Freitag: 8 - 13 Uhr


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Bernhard Zimmermann
Tel. 02 51/4 92-62 42 ZimmermannBernhard(at)stadt-muenster.de