Stadt Münster: Kulturamt - Haus der Niederlande im Krameramtshaus

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Ausstellungen

Haus der Niederlande im Krameramtshaus (Foto: Dietmar Rabich)

Haus der Niederlande im Krameramtshaus (Foto: Dietmar Rabich)

Haus der Niederlande im Krameramtshaus

Das Haus der Niederlande im Krameramtshaus hat sich zum begehrtesten Ausstellungsraum in der Innenstadt entwickelt. Hier stellen sich die münsterschen Künstlergruppen vor und geben einen Einblick in ihre Arbeiten.

Die inhaltliche Gestaltung der Ausstellungen liegt jeweils bei den Künstlern selbst. Das Kulturamt begleitet die Ausstellungen intensiv und stattet sie mit einer entsprechenden Finanzierung aus. Ergänzt wird das Programm durch Retrospektiven verdienter Künstlerinnen und Künstler der Stadt, die das Kulturamt bei besonderen Anlässen ermöglicht.

Insgesamt präsentiert das Kulturamt im Wechsel mit dem Zentrum für Niederlande-Studien ca. vier bis fünf Ausstellungen im Jahr.


Aktuelle Ausstellung

"Warum schreibst Du mir nicht? Post uit de Vergetelheid"

Motiv der Einladungskarte

Im Mittelpunkt der deutsch-niederländischsprachigen Ausstellung "Warum schreibst Du mir nicht? Post uit de Vergetelheid" stehen fünf Opfer der Nationalsozialisten.

Eines von ihnen ist der Jude Wolfgang Maas aus Gelsenkirchen. Er flieht 1936 aus dem nationalsozialistischen Deutschland und kommt in die Niederlande, wo er sich in die ebenfalls jüdische Thea Windmuller verliebt. Keiner von beiden überlebt den Krieg, aber es sind Briefe und Tagebücher erhalten geblieben, aus denen wir viel über ihre Zeit als Untergetauchte erfahren, über Verrat und über Hilfe von Menschen, die es selbstverständlich fanden zu helfen.

Als nächstes lernen wir die vierzehnjährige Wanda Verduin kennen. Briefe und Tagebücher zeigen, was die antijüdischen Maßnahmen der Nationalsozialisten für sie und ihre Familie bedeuteten. Wanda stirbt im Alter von 18 Jahren in Auschwitz.

Die vierte Person, Nico Peeters, stammt aus dem Widerstand. Wir folgen seiner Wanderung durch die Konzentrationslager in den Niederlanden und Deutschland bis nach Dachau, wo er kurz vor der Befreiung dem Typhus erliegt.

Die fünfte Person, Jules Schelvis, überlebt auf wundersame Weise. Es gelingt ihm, aus einem Ghetto in Polen heraus Familienmitglieder darüber zu informieren, dass er noch lebt – im Gegensatz zu seiner Frau und seinen Schwiegereltern, die im Vernichtungslager Sobibor ermordet wurden.

Die Ausstellung wurde 2015 von der Lotty Veffer Foundation realisiert. Mit Briefen und Postkarten aus Ghettos und Konzentrationslagern sowie Tagebuchfragmenten, Fotos und Filmen berichtet sie über die Verfolgung von Juden, Roma und Sinti und Gegnern des nationalsozialistischen Regimes im Vorfeld und während des Zweiten Weltkriegs. Vor allem aber stellt sie die Frage, welche Bedeutung die Geschichten für die Gegenwart haben.

29. November 2017 bis 21. Januar 2018
Eröffnung: Dienstag, 28. November 2017, 17 Uhr


Alter Steinweg 6/7, 48143 Münster
Öffnungszeiten: Montag - Freitag 12 - 18 Uhr, Samstag - Sonntag 10 - 16 Uhr

www.hausderniederlande.de


 

Zusatzinfos

Kontakt

Kulturamt Münster
Stadthaus 1
Klemensstraße 10
48143 Münster

Telefon: 02 51/4 92-41 01
Fax: 02 51/4 92-77 52



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