Stadt Münster: Museum - Ausstellungen

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Ausstellungen

Aktionsstand in der Salzstraße. Ein Banner hängt quer über der Straße, der zur Hilfe auffordert.

Aktionsstand in der Salzstraße für Hilfeleistungen in Biafra.

Vor 50 Jahren – Münster 1968

8. Dezember 2017 bis 25. November 2018

Bis heute gilt 1968 als das zentrale Jahr der studentischen Revolte in der Bundesrepublik wie in der übrigen westlichen Welt. Ein Aufbegehren des Jungen gegen das Alte und ein Umbruch im gesellschaftlichen Zusammenleben. Doch trifft diese Annahme so pauschal zu? Was geschah in diesem Jahr in Münster und wofür interessierte sich die münsterische Bevölkerung? Die neue Ausstellung im Stadtmuseum Münster befasst sich mit der Stadtgeschichte im Jahr 1968 und zeigt anhand von 80 Aufnahmen die verschiedenen Facetten des städtischen Lebens. Das lokale Geschehen kann durch beigefügte Zeitstränge des Jahres in die weltpolitischen Ereignisse eingeordnet werden. Die Ausstellung zeigt verschiedene Aspekte des Jahres und bei einigen Bildern mag so manche Erinnerung hochkommen.
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Zu sehen sind mehrere Figuren der neapolitanischen Weihnachtskrippe.

Detail aus der Neapolitanischen Krippe

Neapolitanische Weihnachtskrippe und das Gemälde von Fritz Tüshaus

24. November 2017 bis 7. Januar 2018

In der Advents- und Weihnachtszeit zeigt das Stadtmuseum Münster traditionell eine neapolitanische Krippe aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts sowie als besondere Zugabe in diesem Jahr das Nikolausbild des Künstlers Fritz Tüshaus aus dem 19. Jahrhundert.
Die kostbare Krippe stammt aus Neapel, das damals ein bedeutendes Zentrum der Krippenherstellung war. Die über 250 Jahre alte Krippe hat das Westfälische Amt für Denkmalpflege des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe dem Stadtmuseum Müns­ter als Dauerleihgabe überlassen. Die 16 Figuren der Krippe sind prachtvoll gekleidet und in mehreren Szenen aufgestellt. So ist etwa die Heilige Familie in der Kulisse eines verfallenen Tempels zu sehen, was als Symbol für die Überwindung des Heidentums durch Christus zu verstehen ist. Besonders reizvoll ist auch eine Szene, die "Menschen aus dem Volk" in einem Laden zeigt. Besucherinnen und Besucher können immer wieder neue Details entdecken.
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Zu sehen ist zentral der Aaseemarkt, darum herum sieht man die Häuser der Aaseestadt.

Aaseemarkt, Foto: Stadtmuseum Münster, Sammlung Hänscheid

Das neue Münster II. – Münster in Fotos von 1965 bis 1975

17. Oktober 2017 bis 8. April 2018

Die Jahre von 1965 bis 1975 sind zwar nur ein kurzer Abschnitt in der münsterischen Stadtgeschichte, stellen aber in vielerlei Hinsicht einen Wendepunkt in der städtischen Entwicklung nach 1945 dar. Die Phase des Wiederaufbaus war nun endgültig abgeschlossen, und in vielen Aspekten der Stadt- und Verkehrsplanung herrschte ein aus heutiger Sicht mitunter fragwürdiger moderner Zeitgeist vor. Das Auto und die dicht bebauten Trabantenstädte wurden zum Maßstab der städtebaulichen Planungen. Die Innenstadt als identifikationsstiftender Lebensraum und soziokultureller Mittelpunkt rückte vorerst in den Hintergrund. Erst Mitte der 1970er Jahre kam es in Münster zu einem erneuten Umdenken, das nun wieder die Bedürfnisse der Bevölkerung in den Mittelpunkt der Stadtplaner rückte.
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Bleistiftzeiichnung von Aloys Röhr, das ein Selbstportät seiner Büste zeigt.

Selbstporträt Aloys Röhr, 11. September 1916, Foto: Stadtmuseum Münster

Aloys Röhr – Feldpostkarten aus dem Ersten Weltkrieg

15. September 2017 bis 7. Januar 2018

Der münsterische Künstler Aloys Röhr (1887–1953) war als Soldat im Ersten Weltkrieg und als Angehöriger eines Freikorps an verschiedenen europäischen Kriegsschauplätzen stationiert. Von 1914 bis 1919 zeichnete er Feldpostkarten, die er an Verwandte und Freunde in der Heimat schickte. Röhr thematisierte dabei vor allem den Alltag der Soldaten und das Warten auf den nächsten Einsatz und weniger das eigentliche Kampfgeschehen. Das Stadtmuseum zeigt nun eine Auswahl von rund 40 dieser Postkartenzeichnungen. Die Präsentation gehört zu einer Ausstellungsreihe zum Thema 100 Jahre Erster Weltkrieg, die sich mit unterschiedlichen Aspekten des Kriegs beschäftigt.
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Zentral ein Taufbecken, darum vier Erwachsene, der Pfarrer tauft einen Säugling

Darstellung einer protestantischen Taufe, Holzschnitt um 1564, Foto: Stadtmuseum Münster

Die Macht des Wassers - Taufen in der Reformation

1. September 2017 bis 14. Januar 2018

500 Jahre Reformation: Bis zur Anerkennung des lutherischen Glaubens als eigenständige Konfession war es ein langer Weg. Der Reformator Martin Luther stritt mit der katholischen Kirche nicht nur über das Abendmahl, sondern auch über die Taufe. Beide waren die einzigen Sakramente von den sieben katholischen Sakramenten, die für ihn noch Bestand hatten. Gleichzeitig bildete sich zudem eine neue religiöse Bewegung, deren Anhänger die traditionelle Taufe Neugeborener ablehnten. Sie praktizierten die Erwachsenentaufe, da nur ein erwachsener Mensch in vollem Glauben an das Glaubensbekenntnis die Taufe als Zeichen für den Beginn eines christlichen Lebens empfangen könne. Die Kindertaufe hatte nach ihrem Verständnis keine Gültigkeit, bereits getaufte Menschen wurden erneut getauft. Ihre Gegner nannten sie Wiedertäufer. Ihnen drohten Verfolgung und Todesstrafe. In Münster errichteten diese Täufer 1534 ein Königreich und führten die Erwachsenentaufe für alle Bürger ein. Martin Luther, der weiterhin für die Kindertaufe eintrat, sah durch die Täufer „seine“ Reformation gefährdet. Der Sieg des katholischen Bischofs 1536 über die Täufer in Münster wurde europaweit beachtet, besonders aber von lutherischer Seite gefeiert. Das Scheitern der Reformation an diesem Punkt konnte abgewendet werden. Es ist eine gemeinsame Ausstellung des Stadtmuseums Münster und des Evangelischen Kirchenkreises Münster.
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Zusatzinfos

Kontakt

Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
D-48143 Münster

Tel. 02 51/4 92-45 03
Fax 02 51/4 92-77 26

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag 10 bis 18 Uhr,
Samstag, Sonn- und Feiertag 11 bis 18 Uhr,
Montag geschlossen,
besondere Öffnungszeiten im Zwinger

Sonderöffnungszeiten an den Feiertagen werden unter Aktuell bekannt gegeben.

Rollstuhlgerechte Einrichtung

Der Eintritt ist frei.