Stadt Münster: Museum - Ausstellungen

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Ausstellungen

Zu sehen ist zentral der Aaseemarkt, darum herum sieht man die Häuser der Aaseestadt.

Aaseemarkt, Foto: Stadtmuseum Münster, Sammlung Hänscheid

Das neue Münster II. – Münster in Fotos von 1965 bis 1975

17. Oktober 2017 bis 8. April 2018

Die Jahre von 1965 bis 1975 sind zwar nur ein kurzer Abschnitt in der münsterischen Stadtgeschichte, stellen aber in vielerlei Hinsicht einen Wendepunkt in der städtischen Entwicklung nach 1945 dar. Die Phase des Wiederaufbaus war nun endgültig abgeschlossen, und in vielen Aspekten der Stadt- und Verkehrsplanung herrschte ein aus heutiger Sicht mitunter fragwürdiger moderner Zeitgeist vor. Das Auto und die dicht bebauten Trabantenstädte wurden zum Maßstab der städtebaulichen Planungen. Die Innenstadt als identifikationsstiftender Lebensraum und soziokultureller Mittelpunkt rückte vorerst in den Hintergrund. Erst Mitte der 1970er Jahre kam es in Münster zu einem erneuten Umdenken, das nun wieder die Bedürfnisse der Bevölkerung in den Mittelpunkt der Stadtplaner rückte.
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Bleistiftzeiichnung von Aloys Röhr, das ein Selbstportät seiner Büste zeigt.

Selbstporträt Aloys Röhr, 11. September 1916, Foto: Stadtmuseum Münster

Aloys Röhr – Feldpostkarten aus dem Ersten Weltkrieg

15. September 2017 bis 7. Januar 2018

Der münsterische Künstler Aloys Röhr (1887–1953) war als Soldat im Ersten Weltkrieg und als Angehöriger eines Freikorps an verschiedenen europäischen Kriegsschauplätzen stationiert. Von 1914 bis 1919 zeichnete er Feldpostkarten, die er an Verwandte und Freunde in der Heimat schickte. Röhr thematisierte dabei vor allem den Alltag der Soldaten und das Warten auf den nächsten Einsatz und weniger das eigentliche Kampfgeschehen. Das Stadtmuseum zeigt nun eine Auswahl von rund 40 dieser Postkartenzeichnungen. Die Präsentation gehört zu einer Ausstellungsreihe zum Thema 100 Jahre Erster Weltkrieg, die sich mit unterschiedlichen Aspekten des Kriegs beschäftigt.
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Zentral ein Taufbecken, darum vier Erwachsene, der Pfarrer tauft einen Säugling

Darstellung einer protestantischen Taufe, Holzschnitt um 1564, Foto: Stadtmuseum Münster

Die Macht des Wassers - Taufen in der Reformation

1. September 2017 bis 14. Januar 2018

500 Jahre Reformation: Bis zur Anerkennung des lutherischen Glaubens als eigenständige Konfession war es ein langer Weg. Der Reformator Martin Luther stritt mit der katholischen Kirche nicht nur über das Abendmahl, sondern auch über die Taufe. Beide waren die einzigen Sakramente von den sieben katholischen Sakramenten, die für ihn noch Bestand hatten. Gleichzeitig bildete sich zudem eine neue religiöse Bewegung, deren Anhänger die traditionelle Taufe Neugeborener ablehnten. Sie praktizierten die Erwachsenentaufe, da nur ein erwachsener Mensch in vollem Glauben an das Glaubensbekenntnis die Taufe als Zeichen für den Beginn eines christlichen Lebens empfangen könne. Die Kindertaufe hatte nach ihrem Verständnis keine Gültigkeit, bereits getaufte Menschen wurden erneut getauft. Ihre Gegner nannten sie Wiedertäufer. Ihnen drohten Verfolgung und Todesstrafe. In Münster errichteten diese Täufer 1534 ein Königreich und führten die Erwachsenentaufe für alle Bürger ein. Martin Luther, der weiterhin für die Kindertaufe eintrat, sah durch die Täufer „seine“ Reformation gefährdet. Der Sieg des katholischen Bischofs 1536 über die Täufer in Münster wurde europaweit beachtet, besonders aber von lutherischer Seite gefeiert. Das Scheitern der Reformation an diesem Punkt konnte abgewendet werden. Es ist eine gemeinsame Ausstellung des Stadtmuseums Münster und des Evangelischen Kirchenkreises Münster.
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Spirale aus verschieden farbigen Kreisen vor schwarzem Hintergrund

Alfons Eggert, Kombinatorische Fotografie Nr. 175, 1972.

Alfons Eggert: Kombinatorische Fotografie

29. August bis 5. November 2017

Die Friedrich-Hundt-Gesellschaft zeigt im Stadtmuseum ausgewählte Werke aus dem Zyklus der Kombinatorischen Fotografie von Alfons Eggert. Vor 45 Jahren schuf Eggert damit eine eigenständige fotografische Position innerhalb der Generativen Fotografie der 1970er Jahre, die auf mathematischen Berechnungen beruht und gegenstandslos ist. Mittels patentierter Apparatur und experimentellen Operationen zeigte Eggert mit diesem Konzept völlig neuartige fotografische Anwendungs- und Gestaltungsmöglichkeiten auf. Seine Kreis- und Farbkompositionen loten die im Fotomaterial verborgenen ästhetischen Potentiale aus, die "Harmonie des Systems" beeindruckt auch heute noch.
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Sechs junge Musiker und ein Hund stehen vor einem Volkswagen-Bully, auf dem ein Plakat für den Beat-Marathon der Gruppe "The Dandy's" klebt

Die "Dandy's" vor dem Beat-Marathon

Vor 50 Jahren - Münster 1967

9. Dezember 2016 bis 3. Dezember 2017

Vor 50 Jahren pflegte Münster alte Traditionen wie das Kramermahl oder den Guten Montag, doch auch Neues wurde ausprobiert. 240 Stunden stand zum Beispiel die münsterische Band "The Dandy’s" ununterbrochen auf der Bühne und stellte damit einen neuen Rekord im Beat-Marathon auf. Militärparaden und Studentenproteste, kirchliche Prozessionen und Marktgeschehen: Rund 80 Aufnahmen der Pressefotografen Willi Hänscheid und Rudolf Krause lassen in der Ausstellung "Vor 50 Jahren – Münster 1967" die damalige Zeit wieder lebendig werden.
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Zusatzinfos

Kontakt

Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
D-48143 Münster

Tel. 02 51/4 92-45 03
Fax 02 51/4 92-77 26

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag 10 bis 18 Uhr,
Samstag, Sonn- und Feiertag 11 bis 18 Uhr,
Montag geschlossen,
besondere Öffnungszeiten im Zwinger

Sonderöffnungszeiten an den Feiertagen werden unter Aktuell bekannt gegeben.

Rollstuhlgerechte Einrichtung

Der Eintritt ist frei.