Stadt Münster: Museum - Vorschau

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Vorschau

Junge Frau mit US-amerikanischer Flagge als Kopftuch

Foto: Boushra Almutawakel

Boushra Almutawakel: Der Schleier – The Hijab/Veil Series

9. Mai bis 16. Juli 2017

Die Friedrich-Hundt-Gesellschaft stellt im Stadtmuseum eine Fotoserie von Boushra Almutawakel vor, die sich mit dem Schleier beschäftigt. In ihrer aktuellen und fortlaufenden Fotoarbeit untersucht die jemenitische Fotografin den Schleier als weibliches Bekleidungsstück und Ausdruck von Identität. Die mutigen Porträts, Inszenierungen und auch Selbstporträts dieser Fotoserie spiegeln neben dem offensichtlich sichtbaren, dem fotografisch abgebildeten, immer auch unsere ganz eigenen Vermutungen über das "dahinter" des Schleiers. Almutawakel erkundet mit ihren Arbeiten die Sehgewohnheiten ihrer Betrachter und stellt in ihren Fotografien entscheidende Fragen nach Selbst- und Fremd-Wahrnehmung, nach unserem Selbstverständnis in einer sich zunehmend globalisierenden Gesellschaft.


Ein junges Paar mit Kinderwagen sitzt vor den mit politischen Parolen beschmierten Betonkugeln, eine junge Frau mit Fahrrad steht ebenfalls neben dem Kunstwerk

Foto: Berthold Socha

Berthold Socha: Fotografien 1977 – 1987 – 1997 – 2007, Skulptur Projekte Münster

23. Mai bis 24. September 2017

Wie wohl kaum ein zweiter Fotograf hat Berthold Socha die Ausstellungen der Skulptur Projekte in Münster seit 1977 begleitet. Das Stadtmuseum zeigt rund achtzig Aufnahmen der vergangenen vier Skulpturenausstellungen, die das außergewöhnliche Auge dieses Fotografen verdeutlichen. Dabei stehen nicht die Kunstwerke selbst im Mittelpunkt, sondern stets ihre Einbindung in Raum und Zeit. Vor allem der Begegnung des Publikums mit den Skulpturen galt das Interesse von Berthold Socha, immer wieder gelingt es ihm dabei, besondere Momente in seinen Aufnahmen festzuhalten. Berthold Socha führt mit seinen Schwarz-Weiß-Aufnahmen die fotografische Tradition fort, die den Menschen und seine Wahrnehmung in den Mittelpunkt stellt. Flächen und Linien, Licht und Schatten sowie Menschen und Situationen verbinden sich in diesen Aufnahmen zusammen mit den Kunstwerken zu eindrucksvollen Kompositionen.


Kreisähnliche Formation aus kleinen Kreisen in den Farben hellorange bis violett

Foto: Alfons Eggert

Alfons Eggert: Kombinatorische Fotografie

29. August bis 5. November 2017

Die Friedrich-Hundt-Gesellschaft zeigt im Stadtmuseum ausgewählte Werke aus dem Zyklus der Kombinatorischen Fotografie von Alfons Eggert. Vor 45 Jahren schuf Eggert damit eine eigenständige fotografische Position innerhalb der Generativen Fotografie der 1970er Jahre, die auf mathematischen Berechnungen beruht und gegenstandslos ist. Mittels patentierter Apparatur und experimentellen Operationen zeigte Eggert mit diesem Konzept völlig neuartige fotografische Anwendungs- und Gestaltungsmöglichkeiten auf. Seine Kreis- und Farbkompositionen loten die im Fotomaterial verborgenen ästhetischen Potentiale aus, die "Harmonie des Systems" beeindruckt auch heute noch.


Ein Geistlicher hält einen Säugling über ein Taufbecken, die Eltern und ein Assistent stehen daneben.

Holzschnitt um 1564

Die Macht des Wassers - Taufe in der Reformation

1. September 2017 bis 14. Januar 2018

1517 hatte die Veröffentlichung der Thesen von Martin Luther in Münster keinen direkten Nachhall; erst zu Beginn der 1530er Jahre gibt es nichtlutherische Reformationsbestrebungen. Kern des Streits waren die unterschiedlichen Vorstellungen von Taufe, und diese Diskussion ist eng mit den münsterischen Ereignissen um die sogenannten Wiedertäufer verknüpft.

Der Initiationsritus der Taufe hat eine herausragende Bedeutung. Während die Katholiken bei ihren sieben Sakramenten blieben, lehnte Luther bis auf die Taufe alle überlieferten Sakramente ab. Die Täufer wiederum missbilligten die Taufe von Neugeborenen, denn für sie war das im vollen Verständnis vom erwachsenen Täufling gesprochene Glaubensbekenntnis Voraussetzung für die Taufe.

Das Ausstellungsprojekt stellt die kontroverse Behandlung der Taufe während der Reformation in den Mittelpunkt: Flugschriften Martin Luthers wie seiner Gegner, Karikaturen, Taufgeschenke, Taufbecken aber auch digitale Animationen visualisieren die unterschiedlichen historischen Auffassungen zur Taufe. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Taufdarstellungen im lutherischen Bereich. Bei diesen Taufbildern vollziehen meist lokale Reformatoren die Taufe und stehen deshalb im Mittelpunkt der Darstellungen.


Zeichnung eines sitzenden Soldaten mit Stahlhelm, der mit einem Gewehr und Handgranaten bewaffnet ist

Feldpostkarte um 1916

Aloys Röhr – Feldpostkarten im Ersten Weltkrieg

15. September 2017 bis 7. Januar 2018

Der münsterische Künstler Aloys Röhr (1887-1953) war als Soldat im Ersten Weltkrieg und als Angehöriger eines Freikorps an verschiedenen Kriegsschauplätzen in Europa stationiert. Von 1914 bis 1919 zeichnete er Feldpostkarten, die er an Verwandte und Freunde in die Heimat schickte. Röhr thematisierte dabei vor allem den Alltag der Soldaten und das Warten auf den nächsten Einsatz und weniger das eigentliche Kampfgeschehen. Das Stadtmuseum Münster zeigt eine Auswahl von rund 40 dieser Postkartenzeichnungen. Die Präsentation gehört zu einer Ausstellungsreihe zum Thema 100 Jahre Erster Weltkrieg, die sich mit unterschiedlichen Aspekten des Kriegs beschäftigt. 


 

Zusatzinfos

Kontakt

Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
D-48143 Münster

Tel. 02 51/4 92-45 03
Fax 02 51/4 92-77 26

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag 10 bis 18 Uhr,
Samstag, Sonn- und Feiertag 11 bis 18 Uhr,
Montag geschlossen,
besondere Öffnungszeiten im Zwinger

Sonderöffnungszeiten an den Feiertagen werden unter Aktuell bekannt gegeben.

Rollstuhlgerechte Einrichtung

Der Eintritt ist frei.