Stadt Münster: Museum - Vorschau

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Vorschau

Abstrakte Formen: Orangefarbener Kreis mit gelbem Zentrum, der von grau-schwarzen Zähnen eingerahmt wird, vor beige-braunem Hintergrund

Monoriss: Unbenannt 2

Rika Unger (1917–2002): Monorisse zum 100. Geburtstag

1. März bis 17. April 2017

Rika Unger fand nach dem Krieg zur Kunst: Sie studierte bei Arnold Schlick in Münster und bildete sich in einer internationalen Künstlergemeinschaft in den Niederlanden, in der Künstlerkolonie Mathildenhöhe in Darmstadt und bei Dr. Heinrich Frieling in Salzburg weiter.

Der Schwerpunkt ihres Schaffens lag auf der Bildhauerei, doch in den 1970er Jahren entdeckte sie für sich eine neue Technik der Kollage, die sie Monorisse nannte. Diese entwickelte sie aus gerissenem schwarzen und farbigen Papier: Beim Reißen an der Papierkante entsteht ein weißer Rand; durch das Reißen wird das Papier zerstört und der Vorgang schafft doch etwas Neues. Diese Arbeiten sind für Rika Unger das Symbol für Wandlung, die die Grundlage allen Lebens ist.

Im Stadtmuseum werden anlässlich ihres 100. Geburtstages rund 25 Monorisse, die sich mit den Themen Bemühen um Menschlichkeit und Offenheit für das Transzendente beschäftigen.


Ein Geistlicher hält einen Säugling über ein Taufbecken, die Eltern und ein Assistent stehen daneben.

Holzschnitt um 1564

Die Macht des Wassers - Taufe in der Reformation

1. September 2017 bis 14. Januar 2018

1517 hatte die Veröffentlichung der Thesen von Martin Luther in Münster keinen direkten Nachhall; erst zu Beginn der 1530er Jahre gibt es nichtlutherische Reformationsbestrebungen. Kern des Streits waren die unterschiedlichen Vorstellungen von Taufe, und diese Diskussion ist eng mit den münsterischen Ereignissen um die sogenannten Wiedertäufer verknüpft.

Der Initiationsritus der Taufe hat eine herausragende Bedeutung. Während die Katholiken bei ihren sieben Sakramenten blieben, lehnte Luther bis auf die Taufe alle überlieferten Sakramente ab. Die Täufer wiederum missbilligten die Taufe von Neugeborenen, denn für sie war das im vollen Verständnis vom erwachsenen Täufling gesprochene Glaubensbekenntnis Voraussetzung für die Taufe.

Das Ausstellungsprojekt stellt die kontroverse Behandlung der Taufe während der Reformation in den Mittelpunkt: Flugschriften Martin Luthers wie seiner Gegner, Karikaturen, Taufgeschenke, Taufbecken aber auch digitale Animationen visualisieren die unterschiedlichen historischen Auffassungen zur Taufe. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Taufdarstellungen im lutherischen Bereich. Bei diesen Taufbildern vollziehen meist lokale Reformatoren die Taufe und stehen deshalb im Mittelpunkt der Darstellungen.


 

Zusatzinfos

Kontakt

Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
D-48143 Münster

Tel. 02 51/4 92-45 03
Fax 02 51/4 92-77 26

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag 10 bis 18 Uhr,
Samstag, Sonn- und Feiertag 11 bis 18 Uhr,
Montag geschlossen,
besondere Öffnungszeiten im Zwinger

Sonderöffnungszeiten an den Feiertagen werden unter Aktuell bekannt gegeben.

Rollstuhlgerechte Einrichtung

Der Eintritt ist frei.