Stadt Münster: Sozialamt - Flüchtlinge

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Flüchtlinge

Die Zahl der Menschen, die in Münster an rund 70 Standorten in städtischen Flüchtlingsunterkünften betreut werden, ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen, ebenso wie die Zahl der Flüchtlinge im Leistungsbezug nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Seit Anfang Februar 2016 sind Münster jedoch nur noch wenige Zuflucht suchende Menschen zugewiesen worden. Ob und wann sich das wieder ändert, lässt sich derzeit nicht prognostizieren. Weltweit sind nach wie vor extrem hohe Flüchtlingsbewegungen zu verzeichnen.

Unterbringung geflüchteter Menschen

Die Stadt Münster hat bereits in den Jahren 2000/01 ein „Konzept zur Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen“ in kommunalen Einrichtungen entwickelt. Tragende Säulen dieses Konzeptes sind eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Einrichtungen über das gesamte Stadtgebiet, eine möglichst gute bauliche Integration in das örtliche Wohnumfeld, überschaubare Wohneinheiten und eine enge Einbindung des bürgerschaftlichen Engagements.

Angesichts des starken Zuzugs weiterer Flüchtlinge in den letzten Jahren wurden im Rahmen des Mediationsprozesses 2014 unter Federführung der Koordinierungsstelle für Migration und Interkulturelle Angelegenheiten u. a. mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik, Verwaltung und der Migrantenselbstorganisationen Standorte für dauerhafte Flüchtlingseinrichtungen ausgewählt und in Bezug auf ihre Geeignetheit und Umsetzbarkeit kategorisiert.

Aufgrund der schnell ansteigenden Flüchtlingszahlen, insbesondere im Jahr 2015, mussten jedoch verstärkt vorübergehende Unterbringungslösungen geschaffen werden, die nicht alle Grundsätze des Münsteraner Flüchtlingskonzepts berücksichtigen konnten. Allein im Jahr 2015 wurden vor diesem Hintergrund in kürzester Zeit rund 2.400 zusätzliche Plätze geschaffen – einige davon in neu gebauten Einrichtungen in Massiv- oder Modulbauweise, aber auch in Wohncontainern, ehemaligen Kasernen und Britenhäusern sowie in früheren Büro-, Verwaltungs- oder Gewerbeimmobilien.

Aktuell steht dadurch nur noch ein geringer Teil der Plätze in dauerhaft in Einrichtungen nach dem dezentralen Unterbringungskonzept zur Verfügung. Diesen Anteil gilt es durch die weitere Umsetzung bereits beschlossener, aber auch durch die Planung neuer Standorte zu erhöhen.

Angesichts des zurzeit nachlassenden Unterbringungsdrucks werden in den kommenden Wochen und Monaten befristete Einrichtungen abgebaut oder in der Belegung reduziert. Dabei werden verschiedene Kriterien zugrunde gelegt, wie der bauliche Zustand, die Größe des Standortes, die Zahl der Plätze im Stadtteil oder die Verfügbarkeit für den allgemeinen Wohnungsmarkt. Um auch weiterhin flexibel reagieren zu können und auf einen möglichen Anstieg der Flüchtlingszahlen vorbereitet zu sein, wird für einen Teil der entfallenden Plätze Ersatz in Holzrahmenbauten geschaffen. Drei Einrichtungen befinden sich derzeit im Bau: An der Mauritzheide (Mauritz-Mitte), am Vennheideweg (Berg-Fidel) und an der Havixbecker Straße (Roxel). Für weitere bereits beschlossene Standorte, wie an der Amelunxenstraße, der Kastellstraße oder der Meesenstiege, wird die Auftragsvergabe zunächst zurückgestellt und die weitere Entwicklung der Zuzugszahlen beobachtet.

Konzept "Geflüchtete Menschen in Münster"

"Geflüchtete Menschen in Münster - Handlungskonzept" lautet der Arbeitstitel eines Papiers zu Grundlagen und Leitlinien für die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen. Wir dokumentieren die Entwurfsfassung vom 23. August 2016. Die Entwurfsfassung wird in den nächsten Monaten weiter konkretisiert. Voraussichtlich zum Jahreswechsel wird sie als Vorlage in die politischen Gremien gehen.



Erstaufnahmeeinrichtung des Landes in Münster

Im Laufe des Jahres 2015 hat sich die Zahl der Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchen, immer weiter erhöht. Erste Station für diese Flüchtlinge sind die Erstaufnahme-Einrichtungen des jeweiligen Bundeslandes. In Nordrhein-Westfalen waren diese so stark überlastet, dass in großem Umfang - auch in Münster - Notunterkünfte errichtet werden mussten. Das Land NRW hat zum 01.11.2016 die beiden Notunterkünfte in der York- und Oxford-Kaserne in eine Erstaufnahmeeinrichtung umgewandelt. Informationen zu den Aufnahmeeinrichtungen des Landes in Münster



Junge auf dem Klettergerüst

Portal für ehrenamtliches Engagement

Wo und wie können Münsteranerinnen und Münsteraner Flüchtlingen helfen? Angebote gibt es mittlerweile viele - einen Überblick verschafft das "Flüchtlingsportal", das der Verein Bürgernetz in Absprache mit dem Sozialamt und dem Presseamt der Stadt aufgebaut hat. www.muenster.de/fuer_fluechtlinge


15 Bilder stellen exemplarisch dar, was Flüchtlinge bei und nach ihrer Ankunft in Münster erleben.

Bildergalerie: Die Familie Aziz

Vom Flüchtling zum Nachbarn

Das erste Jahr in Münster
Die Familie Aziz ist vor dem Krieg in Syrien nach Deutschland geflohen. Erste Station ist für Ghazal (34) und Sharif (37) Aziz mit ihren drei Kindern die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes in Schöppingen. Dort werden sie der Stadt Münster zugewiesen. Hier begleitet sie das Team des Fachdienstes für Flüchtlinge vom ersten Tag an.
Die Familie Aziz ist fiktiv; ihr in unserer Bildergalerie dargestellter Werdegang steht aber exemplarisch für das, was Flüchtlinge bei und nach ihrer Ankunft in Münster erleben.


 

Zusatzinfos

Kontakt

Sozialamt
Hafenstraße 8
48153 Münster
Postanschrift: 48127 Münster


Bei Fragen, Angeboten oder weiteren Anliegen zum Thema Flüchtlinge helfen die Kolleginnen und Kollegen vom Bürgertelefon 115!


Thomas Schulze auf’m Hofe
Tel. 02 51/4 92-50 41
schulzeaufmhofe(at)stadt-muenster.de