Stadt Münster: Stadtentwicklung - EUREGIO

Seiteninhalt

Regionalentwicklung

Mitarbeit in der EUREGIO

Karte der EUREGIO, Quelle: EUREGIO

Karte der EUREGIO, Quelle: EUREGIO

Die EUREGIO, gegründet 1958, ist ein deutsch-niederländischer Zweckverband, dem 129 Städte, Gemeinden, Kreise und niederländische Wasserbehörden angehören. Sie ist eine der ältesten grenzüberschreitenden Zusammenschlüsse in Europa und umfasst ein Gebiet von rund 13.000 km² mit ca. 3,4 Mio. EinwohnerInnen.
Insgesamt gehören 2/3 der Fläche und Bevölkerung zum deutschen und 1/3 zum niederländischen Staatsgebiet.

Zentrale Zielsetzung ist der Aufbau und die Verstärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und der Strukturen im deutsch-niederländischen Grenzgebiet; dabei versteht sich die EUREGIO als Drehscheibe und Vermittler.

Münster wurde 1999 Mitglied der EUREGIO und ist im EUREGIO-Rat und in den Fachausschüssen "Mozer – gesellschaftliche Entwicklung" und im Ausschuss "Nachhaltige Raumentwicklung" vertreten.

Weitere Informationen:



Mitwirkung an INTERREG-Projekten

EUREGIO – Güterkorridor

Als Netzwerkstadt von MONT hat sich Münster an dem 2017 abgeschlossenen INTERREG-Projekt "EUREGIO Güterkorridor" beteiligt. Die EUREGIO als grenzüberschreitende Logistikregion hat dieses Projekt mit zahlreichen Kooperationspartnern initiiert, um die strategische Lage und damit einhergehende Vorteile weiterzuentwickeln und auszubauen. Ein weiteres Ziel war den logistischen Sektor im Kontext eines stärkeren Zusammenwachsens der Logistikregion auszubauen und dieses insbesondere vor dem Hintergrund wachsender Güterströme und der strategischen Lage auf dem Nord-Süd- sowie dem West-Ost-Korridor.

Weitere Informationen und auch die ausführlichen Ergebnisse der Studie zum Download:



Erreichbarkeit im Luftverkehr

Die Luftverkehrserreichbarkeit ist im Kontext der Sicherstellung der internationalen Erreichbarkeit für die Zukunftsfähigkeit einer Region ein zentraler und wichtiger Standortfaktor. Vor diesem Hintergrund haben sich in den letzten Jahren innerhalb der EUREGIO Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit mit Fragen des Luftverkehrsangebotes auseinandergesetzt. Auch die Rolle des FMO als einzigem im EUREGIO-Gebiet liegenden internationalen Verkehrsflughafen wurde in diesem Zusammenhang diskutiert. Eine Fragestellung, die insbesondere die MONT-Partnerstädte formuliert haben.

Mit der Intention, umfassende Informationen zur Bedeutung der einzelnen euregiorelevanten Verkehrsflughäfen für die Einwohner und Unternehmen der EUREGIO sowie ihrer Teilregionen zu erhalten, hat die EUREGIO mit ihren Mitgliedern die Untersuchung "Erreichbarkeit im Luftverkehr" in Auftrag gegeben.

Inhaltlich beschäftigt sich die Studie sowohl mit den auf den Luftverkehr bezogenen Nachfragestrukturen in der EUREGIO (Mobilitätsbedürfnisse) als auch der Erreichbarkeit der relevanten Flughäfen aus der Region.

Mit Hilfe einer Status quo Analyse, einer Befragung und der Betrachtung verschiedener Zukunftsszenarien wurden in der Untersuchung Handlungsempfehlungen zur Sicherung und Verbesserung der Luftverkehrserreichbarkeit einschließlich der verkehrlichen Erreichbarkeit zum Beispiel des FMO formuliert.

Die ausführlichen Ergebnisse der Studie, die 2019 fertiggestellt wurde, sind in einer Broschüre dokumentiert:



EUREGIO SchienenRegion

Eine besondere Bedeutung kommt im EUREGIO Gebiet dem Ausbau des Schienennetzes und der Verbesserung des Zugangebotes  zu. Sowohl die MONT-Partner wie auch die EUREGIO haben hier in den vergangenen Jahren einen Handlungsschwerpunkt gesetzt und zwei INTERREG-Projekte initiiert.

So richtete sich das 2016 gestartete und im Sommer 2018 abgeschlossene Projekt „EUREGIO SchienenRegion“ auf die Verbesserung der internationalen, grenzüberschreitenden Schienenverbindungen im EUREGIO-Gebiet, und das mit einem besonderen Fokus auf die Hauptverkehrsstrecke Amsterdam –  Hengelo – Osnabrück – Hannover – Berlin (Berlinlinie), die mit ihrem Achsenverlauf im Nordsee-Baltikum-Korridor liegt. 

Darüber hinaus wurde auch das regionale Schienennetz  betrachtet. Hier insbesondere der Ausbau und die Weiterführung der Zugverbindung Münster – Gronau –  Enschede weiter nach Zwolle, die bessere Erreichbarkeit des FMO aus dem Raum Twente sowie die  Strecke Emmen – Nordhorn – Rheine. Untersucht wurden Maßnahmen, die zur Reisezeitverkürzung, Frequenzerhöhung und Verbesserung der Verlässlichkeit der grenzüberschreitenden Zugangebote auf der Berlinlinie und den grenzüberschreitenden interregionalen Zubringerstrecken beitragen.

Weitere Informationen:



EUREGIORail

Im Anschluss an das Projekt SchienenRegion wurde Anfang 2020 eine INTERREG-Studie über die Chancen einer direkten Zugverbindung zwischen Zwolle und Münster gestartet.

Leadpartner sind dabei die Provinz Overijssel und der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL); Kooperationspartner sind die Städte Münster, Osnabrück, Enschede, Hengelo und Almelo, die Regios Twente, Achterhoek und Zwolle sowie die Kreise Borken, Coesfeld und Steinfurt. Im Kern der Studie geht es um die Frage, wie die Zugverbindung nachhaltiger, schneller und komfortabler gestaltet werden kann, denn der derzeitige Verkehrsvertrag für diese Strecke läuft 2027 aus.

Eine Elektrifizierung der Strecke, die Durchbindung in Enschede, der partielle Gleisausbau wie auch der Einsatz von Mehrsystemfahrzeugen und damit Lösungsansätze für den notwendigen künftigen Infrastrukturausbau werden untersucht.

Zurzeit muss man für eine Fahrt von Münster nach Zwolle (NL) noch in Enschede umsteigen. Auch entspricht das quantitative und qualitative Zugangebot nicht mehr der Nachfrage, denn allein in den letzten Jahren hat sich die Fahrgastzahl auf der Strecke von Münster nach Enschede von 4.000 täglich auf 10.000 erhöht.

Ein verbessertes Angebot würde den zahlreichen Ausbildungs- und Berufspendlern in diesem Raum sehr entgegenkommen und den Austausch noch verstärken.

Der derzeitige Verkehrsvertrag für diese Strecke läuft 2026 aus.

Neben der Relation Münster – Gronau – Enschede – Zwolle wird auch das Optimierungspotential für die Zugverbindung Dortmund – Enschede untersucht.

Die ersten Ergebnisse sollen voraussichtlich Ende 2020 vorliegen. 

Mehr zu den Projekten:



 

Zusatzinfos

Kontakt

Stadtplanungsamt

Stadthaus 3
Albersloher Weg 33
48155 Münster

Statistik
Telefon: 02 51/4 92-12 34
Telefax: 02 51/4 92-77 32
statistik(at)stadt-muenster.de

Stadtforschung, Stadtentwicklung
Telefon: 02 51/4 92-61 01
Telefax: 02 51/4 92-77 32
stadtforschung(at)stadt-muenster.de

Weitere Themen des Amtes