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Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter

Themen des Newsletters Februar 2014

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hier das Neueste aus der Villa ten Hompel!

Ausblick

Mittwochsgespräch mit Prof. Dr. Martin Sabrow, 5.3.14, 19.00 Uhr

Das Rahmenthema der akademischen Vortrags- und Gesprächsreihe „Mittwochsgespräche“ steht im 1. Halbjahr 2014 unter dem Rahmenthema „Vergangenheitspolitik“. Hochkarätige Wissenschaftler präsentieren in der Villa ten Hompel ihre spannenden neuesten Forschungen und Werke.

Prof. Dr. Martin Sabrow reflektiert das spannungsgeladene Verhältnis von öffentlicher Erinnerungskultur und wissenschaftlicher Erforschung der Zeitgeschichte. Die Kultivierung von Betroffenheit durch Zeitzeugen sowie die mediengerechte Präsentation der Vergangenheit laufen Gefahr, verzerrte Bilder hervorzubringen. Dennoch bedarf die zeithistorische Forschung eindringlicher Schilderungen und Bilder, um die menschliche Dimension ihrer Problemstellung wiederzugewinnen.

Der Historiker und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Martin Sabrow ist Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung und Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Von ihm liegen zahlreiche Veröffentlichungen zur politischen Kulturgeschichte der Weimarer Republik, der DDR-Geschichte sowie der Geschichtskultur und der deutschen Erinnerungspolitik nach 1989 vor.

 

Drehbuch Geschichte 1914-2014 am 12.3.2014, 19.00 Uhr im Cinema

Begrüßung/Einführung mit Dr. Volker Jakob/Prof. Dr. Markus Köster zum 

Film: The Battle of the Somme (GB 1916)

Sechs Filmforen zum Ersten Weltkrieg werden im Cinema stattfinden, die Reihe beginnt am 12.3.2014.

Eintritt: 7,50 € / 6,- € Abo für die ganze Reihe 20,- €

Ort: Cinema, Warendorfer Straße 45-47, 48145 Münster

(Nächste Vorstellung am 19.3. mit dem Film "Im Westen nichts Neues" (USA 1930)

In Kooperation mit: LWL-Medienzentrum für Westfalen, Verein zur Förderung kommunaler Filmarbeit "Die Linse" e. V., Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e. V. (Bezirksverband Münster) Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V.

 Weiteres zu den Veranstaltungen:http://www.lwl.org/lmz-download/medienbildung/Drehbuch_Geschichte_2014.pdf

 

Yad Vashem Lectures "Zeugen der Shoah" 19.3.14, 10.00-16.00 Uhr

Daniel Gollmann, Jürgen Düttmann, Ulrike Schneider-Müller  leiten die Yad Vashem Lectures zum Thema "Zeugen der Shoah - Schulisches Lernen mit Videointerviews der Shoah-Foundation aus dem Bereich der Bezirksregierung Münster

Eine MultiplikatorInnen-Fortbildung für LehrerInnen und andere Interessierte

Teilnahmegebühr: 15 Euro

Anmeldung unter: tenhomp@stadt-muenster.de oder FAX 0251-492-7918

Eine Kooperationsveranstaltung mit: Bezirksregierung Münster, Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V., Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e. V., Förderverein Geschichtsort Villa ten Hompel

 

Tischgespräche mit Andreas Breiing, 26.2.14, 19.00 Uhr

Tischgespräche mit Andreas Breiing. Hitlers Monologe über Gott und die Welt

Andreas Breiing (Die Buschtrommel) zitiert Passagen von mitstenografierten Monologen Hitlers aus den privaten Tischrunden im "Führerhauptquartier". Hier "plaudert" der Privatmann Hitler über Privates und Politisches. Darsteller und Historiker der Bildungsstätte stehen nach der Aufführung für ein Gespräch zur Verfügung.

Eintritt: 10 Euro

Beginn: 19.00 Uhr, Einlaß 18.30 Uhr

Anmeldung erforderlich Villa ten Hompel: Tel. 0251/492-71 01 oder tenhomp@stadt-muenster.de

 

Presseartikel der Premiere am 22.1.2014

Presseartikel zur Premiere

"Bei den Hompels unter dem Sofa" 16.3.2014 AUSVERKAUFT

Die nächsten Vorstellung finden am Sonntag, dem 18. Mai und 15. Juni jeweils um 15.00 Uhr statt.

"Bei den Hompels unter dem Sofa"

Nicht-akademische szenische Führung durch die Villa ten Hompel

Im Geschichtsort Villa ten Hompel sieht eine neue Art der Hausführung ihrer Premiere entgegen. Geschichte der Polizei oder Wiedergutmachung – Fehlanzeige. Im Mittelpunkt steht dieses Mal das großbürgerliche Leben der Familie ten Hompel in den „roaring twenties“.

Nein – bei den ten Hompels sah es sicher nie so aus wie bei Hempels unterm Sofa; dafür wird die langjährige Hausdame Fräulein Lorch schon gesorgt haben. Sie wurde als treue und wackere Stütze Johanna ten Hompels im Haushalt und bei der Erziehung der Kinder beschrieben und wohnte im so genannten Fräuleinzimmer unter dem Dach.

Norderney, Nierensteine, Kirchenglocken, Zementsäcke, 120 Stühle, Tennisplatz; Unter dem Sofa hervorgekramt werden viel mehr Geschichten aus dem Berufs- und Familienleben Rudolf ten Hompels. Die Schauspielerin Agnieszka Barczyk, der Schauspieler Carsten Bender und der freiberufliche Historiker Daniel Gollmann haben ein Kessel Buntes zusammengestellt und verströmen in den Räumen einen Hauch es großbürgerlichen Luxus, in dem die Familie Rudolf ten Hompels schwelgte. Darunter auch ein ungelöstes Rätsel des Hauses…

Dieser Frage wird in der nicht-akademischen szenischen Führung nachgespürt.

Beginn ist jeweils um 15.00 Uhr. Sie können die Karten bereits um 14.30 Uhr erwerben.

Der Eintritt beträgt 10 € pro Person.

Aufgrund begrenzt möglicher Teilnehmerzahl wird vorab um eine Reservierung im Sekretariat der Villa ten Hompel unter 0251/492-7101 oder unter tenhomp@stadt-muenster.de gebeten.

 

Tor Auschwitz

Ehemaliges Eingangstor zum KZ Auschwitz

Seminar im Netz greift reale Begegnungen mit KZ-Gedenkorten auf: Einladung zur Onlinedebatte

Hohe kollegiale Anerkennung erfährt die Villa ten Hompel in Auschwitz, dem polnischen Oświęcim.

Mitte Februar wird Stefan Querl aus dem Team des Geschichtsortes der Stadt Münster auf dem Hauptpodium bei einer internationalen Lehrerkonferenz mit der Leitung der KZ-Gedenkstätte über Zukunftsperspektiven und Vermittlungskonzepte diskutieren. Eine sensible Besonderheit angesichts der NS-Täter-Geschichte der Villa ten Hompel, die bei Überlebenden der Konzentrationslager und Ghettos teils durchaus auf Skepsis stößt.

Bei Begegnungen mit den Zeitzeugen soll daher behutsam versucht werden, auch heikle historische Fragen des Ost-West-Verhältnisses, der Besatzungsgeschichte und der europäischen Erinnerungskultur zu erörtern, u.a. mit Gästen aus Belarus/Weißrussland und aus der Ukraine, sofern sie anreisen dürfen.

Ein für Interessierte offenes Web-Seminar schließt sich am Dienstag, 18. März, ab 17 Uhr an, also online und öffentlich. Es wird u.a. um den alten Eisenbahntunnel Lengerich gehen, der 1944-1945 KZ-Außenlager von Neuengamme war, und unter dem Tarnnamen „Rebhuhn“ firmierte während der NS-Zeit. Dr. Sabine Kittel aus dem Historischen Seminar der Universität Münster stellt das Forschungs- und Gedenkprojekt in Kooperation mit der Arbeitsstelle Forschungstransfer (AFO) und der Villa ten Hompel vor. Auch sie steht gerne online Rede und Antwort. Einzelheiten und Anmeldungen über

lernen-aus-der-geschichte.de/Online-Lernen/Veranstaltung-Web-Seminar/11630

Rückblick

Neuerscheinung: "33 Fragen und Antworten zu Pro Köln/Pro NRW"

Ein neues Buch nimmt Entwicklung, Ideologie und Strategien der rechtspopulistischen “Bürgerbewegung pro NRW” in den Blick. Mit provokativen Demonstrationen geht sie an Rhein und Ruhr auf Stimmenfang und hetzt gegen Muslime, Roma sowie Flüchtlinge. Dabei ist sie stets bemüht, sich nach außen hin als rechtsdemokratische Opposition zu inszenieren. FachhjournalistInnen, WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen aus der Arbeit gegen Rechtsextremismus entlarven dieses Selbstbild, indem sie einen Blick hinter die Fassade dieser Partei werfen.

In praxisorientierten 33 Beiträgen werden die wichtigsten Fragen rund um „Pro NRW“ aufgeworfen und beantwortet. Herausgegeben wurde der Sammelband von Dominik Clemens (Lokaler Aktionsplan gegen Rechtsextremismus Aachen) und dem Mobim-Mitarbeiter Hendrik Puls.

Dominik Clemens/Hendrik Puls (Hg.):
33 Fragen und Antworten zu Pro Köln/Pro NRW. Entwicklung, Ideologie und Strategien einer vermeintlichen Bürgerbewegung.
142 Seiten, DIN A5 Paperback, 5,00 Euro

ISBN 978-3-938636-21-3

Mittwochsgespräche im Februar waren Publikumsmagneten

Die beiden Mittwochsgespräche im Februar unter dem Rahmenthema „Vergangenheitspolitik“ stießen mit insgesamt mehr als 150 Besucherinnen und Besuchern auf ein sehr großes Publikumsinteresse.

Dr. Ronen Steinke, Jurist und Journalist bei der süddeutschen Zeitung, referierte packend aus seiner neuen Biografie über den damaligen hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der nicht nur NS-Täter im Rahmen des Frankfurter Auschwitz-Prozesses vor Gericht brachte, sondern auch durch seine Informationsweitergabe an den israelischen Geheimdienst maßgeblich für die Verhaftung von Adolf Eichmann verantwortlich ist.

Prof. Dr. Michael Göring, Leiter der ZEIT-Stiftung in Hamburg, las sehr bildhaft aus seinem zweiten Roman „Vor der Wand“, der eine „typisch deutsche“ familiäre Auseinandersetzung von Schuld im Zweiten Weltkrieg zwischen Vater und Sohn thematisiert.

Im Anschluss an beide Mittwochsgespräche fanden anregende Diskussionen zwischen Autor und Publikum statt.

Wir würden uns freuen, Sie bei der einen oder anderen Veranstaltung im Hause begrüßen zu dürfen!

Mit freundlichen Grüßen

für das Team der Villa

Helga Pape

 

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