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 Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter
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Themen des Newsletters 3 2015
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###USER_anrede### ###USER_title### ###USER_last_name###, der Ausstellungseinbau im Haus schreitet täglich voran und der 29.3. kommt in Riesenschritten näher. Viele Einladungen wurden verschickt, das Halbjahresprogramm ist gedruckt, die Homepage ist in Arbeit, kurz - wir freuen uns auf die Eröffnung! Hier ein kleiner Einblick in das Geschehene und Ausblick auf die nächsten 4 Wochen. |
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Eröffnung der neuen Dauerausstellung,
Sonntag, 29.3.15, 11 Uhr Festakt
Am 29. März 2015 wird die neue Dauerausstellung des Geschichtsorts Villa ten Hompel mit dem Titel „Geschichte – Gewalt - Gewissen“ mit einem Festakt um 11 Uhr im Rathausfestsaal eröffnet, um 15 Uhr wird die Dauerausstellung in der Villa ten Hompel für die Öffentlichkeit freigegeben. Mit diesem Datum erinnert die Stadt Münster im Rathausfestsaal mit einem Festakt an die Eroberung und Befreiung Münsters und des Münsterlandes vom Nationalsozialismus vor 70 Jahren. In den Tagen vor Ostern hatten sich alliierte Truppen bis Münster vorgekämpft und stellten die Einwohner des Münsterlandes vor die Entscheidung, weiterzukämpfen oder sich den NS-Befehlen zu widersetzen und zu kapitulieren. Viele Menschen versuchten sich den militärischen Auseinandersetzungen zu entziehen, aber an vielen Stellen wurde erbittert weiter gekämpft. Deshalb wurden viele Städte in der Region vor dem unmittelbaren Kriegsende weiter zerstört. Sowohl bei den alliierten Truppen als auch auf deutscher Seite gab es eine Vielzahl weiterer unnötig Getöteter. Jetzt - fast ein dreiviertel Jahrhundert nach diesen Tagen der Befreiung – thematisiert ein zentraler Raum der neuen Dauerausstellung in der Villa ten Hompel die dramatischen Dimensionen dieser Tage. Die neue Ausstellung thematisiert in Anlehnung an die wechselvolle Hausgeschichte die enorme Dimension der Beteiligung der uniformierten Polizei am Zweiten Weltkrieg und an den Genoziden gegenüber Juden sowie Sinti und Roma, die öffentliche und personelle Entnazifizierung, aber auch Kontinuitäten nach 1945, die juristische Aufarbeitung des NS-Unrechts sowie den bürokratischen Versuch einer „Wiedergutmachung“ der Bundesrepublik gegenüber ehemals Verfolgten. Verschiedene Erzählungen ermöglichen den Besuchern eine Orientierung, in der sowohl die Perspektive der Verfolgten, als auch die der Täter aufgenommen wird. Im Kern soll es für die Besucherinnen und Besucher in der „Villa“ auch darum gehen, wie man die Geschichte nutzt, um Haltungen zur Gegenwart und Zukunft einzunehmen. |
Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert, Montag, 20.4.15, 19 Uhr
Prof. Dr. Ulrich Herbert im Gespräch mit: Prof. Dr. Thomas Großbölting, Prof. Dr. Isabel Heinemann und Christoph Spieker Ein in jeder Hinsicht besonderes "Mittwochsgespräch" als "Montagsgespräch" Deutschland im 20. Jahrhundert - das sind zwei Weltkriege, eine gescheiterte Demokratie, Nationalsozialismus und Holocaust, ein 40 Jahre lange geteiltes Land. Aber es ist auch Sozialstaat, Wohlstand, Liberalisierung und Globalisierung, eine erfolgreiche Demokratie und die längste Friedensperiode der europäischen Geschichte. Ulrich Herberts lang erwartetes Werk übernimmt nun die Vermessung dieses in jeder Hinsicht besonderen Jahrhunderts - und liefert damit einen Maßstab, an dem sich Zeitgeschichte künftig wird messen lassen müssen. Eintritt frei |
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Filmreihe Drehbuch Geschichte am 25./26. März und 1./15.April, jeweils 19 Uhr
In der Reihe Drehbuch Geschichte werden in diesem Jahr unter dem Motto "Zwischen Trümmern und Träumen" sechs Filme aus den Jahren 1945 bis 2008, die sich mit der Geschichte des Kriegsendes beschäftigen, gezeigt. Bei allen Vorführung gibt es eine Einführung sowie die Möglichkeit zur Diskussion. 25.3., 19 Uhr Kolberg, Deutschland 1945, (Regie Veit Harlan), Cinema, Warendorfer Straße 45-47, Münster 26.3., 19 Uhr Deutschland im Jahre Null/germania anno zero, Italien 1948, (Regie Roberto Rossellini), Schlosstheater, Melchersstraße 81, Münster 1.4., 19 Uhr Heute vor 70 Jahren - Kriegsende in Westfalen im Geschichtsort Villa ten Hompel, Kaiser-Wilhelm-Ring 28, Münster (Parkplätze befinden sich hinter dem Haus) Dieser besondere Termin präsentiert bislang unbekanntes Filmmaterial. Malte Bernd und Dr. Ralf Springer werden dies vorstellen und kommunizieren. 15.4., 19 Uhr Die Mörder sind unter uns, Deutschland 1946, (Regie Wolfgang Staudte), Cinema, Warendorder Straße 45-47, Münster Eintritt: 8 € bzw. 6,50 €, Abo für die ganze Reihe 26 € bzw. 22 € |
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Neues Bündnis gegen Antisemitismus vernetzt Europa
Ein neues Fortbildungsnetzwerk gegen Diskriminierung, Gewalt und Antisemitismus hat die Shoah-Gedenkstätte Yad Vashem von Jerusalem aus für Europa auf den Weg gebracht. Dr. Eyal Kaminka (l.), Leiter der International School for Holocaust Studies (ISHS) in Yad Vashem, empfing dazu Stefan Querl vom Geschichtsort Villa ten Hompel der Stadt Münster als einen von vier bundesdeutschen Delegierten mit Fachleuten aus allen EU-Staaten in Rom, auch um den Gemeinschaftsgeist der 1957 dort geschlossenen Römischen Verträge symbolstark neu zu betonen. Mitte März soll Stefan Querl über den "Teaching"-Verbund vom Nahen Osten bis nach Europa in der NRW-Staatskanzlei in Düsseldorf Bericht erstatten helfen, der Termin findet statt mit dem Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und Erinnerungsorte in NRW. Die ISHS in Yad Vashem und Geschichtsort Villa ten Hompel sind offiziell „Bildungspartner“. Details: http://www.yadvashem.org/yv/de/education/index.asp |
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"Wertorientiertes Handeln" in der JVA
Villa ten Hompel schult „Werteorientiertes Handeln“: Personal der Justizvollzugsanstalt in Münster setzt nahtlos eigene Seminarreihe nach Eröffnung der neuen Dauerausstellung fort. Als Positivbeispiel für alle Justizvollzugsanstalten in Westfalen gilt das Projekt „Werteorientiertes Handeln“ der Villa ten Hompel mit der JVA Münster und der Zweiganstalt Coesfeld. Nach Eröffnung der neuen Dauerausstellung wird es fortgeschrieben, denn seit fünf Jahren erhalten die Anwärterinnen und Anwärter aus dem Allgemeinen Vollzugsdienst, dem Werkdienst und der JVA-Verwaltung in Seminarreihen Multimedia-Angebote und Diskussionsanreize, um die ethischen Dimensionen ihres Arbeitsalltags und den Umgang mit Inhaftierten zu reflektieren. Neben Prävention gegen Rechtsextremismus ist auch die offene Auseinandersetzung mit der Geschichte des Gefängnisgebäudes an der Gartenstraße Teil des Programms – und zwar völlig unabhängig von der aktuellen Standortsuche und -debatte, die in Münster geführt wird. Vielmehr geht es um die Nutzung in der NS-Diktatur, die Angehörige der NRW-Justiz selbst erforschten. Eine Gedenkplatte an einer von der Gartenstraße aus zugänglichen Seite der JVA erinnert an die Hinrichtung verschleppter Zwangsarbeiter, die am 29. März 1945 von der Geheimen Staatspolizei durchgeführt worden war. Schon weit vorher im Kriegsverlauf, vermutlich seit Teile des Gerichtsgefängnisses am damaligen Neuplatz zerstört worden waren, hatte die Gestapo einen eigenen Haftbereich im A-Flügel des damaligen „Zuchthauses“ zugeteilt bekommen, wie Dieter Wever aus dem Team der JVA Münster in seiner 2013 erschienenen Recherche zur „Vollzugsrealität 1933 bis 1945“ näher erörtert. Willkür, Überbelegung, Übergriffe seien dort Alltag gewesen. Dass jedes Opfer dieses Terrors mahne, unterstrich JVA-Leiterin Maria Look, die vor ihrem Wechsel in die Leitung der JVA Werl im vergangenen Herbst, ehe die Villa ten Hompel wegen des Umbaus für Gruppen geschlossen worden war, extra einen Erfahrungsaustausch mit den Leiterinnen und Leitern der Allgemeinen Vollzugsdienste in den westfälischen Anstalten, mit Christoph Spieker und mit Stefan Querl anberaumt hatte. Münsters Ausbildungsleiter Andreas Granowski und Reinhard Elbers, Leiter des Allgemeinen Vollzugsdienstes in der JVA an der Gartenstraße, stellten die Seminarkooperation den Fach- und Führungskräften aus ihrem Kollegenkreis in der Villa als „Weg weisend“ vor. Mehr zur Gefängnisgeschichte im NS-Staat: www.jva-muenster.nrw.de Bildinfo zum Foto: „Werteortientieres Handeln“ analysiert das Personal der JVA Münster regelmäßig in eigenen Schulungen für die Ausbildungsjahrgänge in der Villa ten Hompel. Vor ihrem Wechsel nach Werl informierte JVA-Leiterin Maria Look (2.v.r. vorne) mit Reinhard Elbers (links), Leiter des Allgemeinen Vollzugsdienst in Münster, und Ausbildungsleiter Andreas Granowski (2.v.l.) die Fach- und Führungskräfte an den anderen westfälischen JVA-Standorten über die erprobte Seminarkooperation. Foto: Stefan Querl, Villa ten Hompel |
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Neue Öffnungszeiten der Dauerausstellung
Neue Öffnungszeiten der Dauerausstellung "Geschichte - Gewissen - Gewalt": Mittwoch und Donnerstag von 18 - 21 Uhr und Freitag, Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr. In diesen Zeiten ist die Ausstellung ohne Voranmeldung zu besuchen. Seminare, Führungen und Thementage können unter der Telefonnummer 0251-492-7101 gebucht werden. |
Wir freuen uns, wenn Sie uns in nächster Zeit in unserer neuen Dauerausstellung "Geschichte - Gewalt - Gewissen" besuchen würden, oder wir Sie bei der Ausstellungseröffnung begrüßen dürfen. Herzliche Grüße für das Team der Villa Helga Pape |
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© Stadt Münster, Geschichtsort Villa ten Hompel Kaiser-Wilhelm-Ring 28 48145 Münster |
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