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 Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter
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Themen des Newsletters 9 2014
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, die Sommerferien sind zu Ende, der Arbeitsalltag hat uns wieder. Wir hoffen, Sie sind alle wohlbehalten aus dem Urlaub zurück. Wir freuen uns, Ihnen Interessantes aus dem Geschichtsort berichten zu können. |

Dr. Hanke und Projektgruppe
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Geschichte der Stadtverwaltung 1920-1960
Forschungsprojekt zur Geschichte der Stadtverwaltung von 1920 bis 1960 Seit wenigen Wochen läuft ein neues Projekt zur Geschichte der Stadtverwaltung Münster von 1920 bis 1960 mit Unterstützung des Geschichtsortes Villa ten Hompel. Im Auftrag der Stadt Münster wird über die WWU (Lehrstuhl Prof. Großbölting) das Zusammenwirken von Nationalsozialismus und Stadtverwaltung untersucht und die Nachwirkungen dieser Zeit im Verwaltungshandeln analysiert. Die beiden Doktoranden Philipp Erdmann und Annika Hartmann wurden von Kulturdezernentin Dr. Andrea Hanke im Stadtarchiv Münster besucht. Gemeinsam mit Anja Gussek (Leitung Stadtarchiv), Koordinator Markus Goldbeck (alle Personen auf dem Foto von links nach rechts) sowie Christoph Spieker (Leitung Geschichtsort Villa ten Hompel, nicht auf dem Foto) koordinierten sie die weitere Zusammenarbeit zwischen den Wissenschaftlern und den städtischen Ämtern. (Foto: Christoph Spieker) |
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Denkmaltag 14.9.14
16.00 Uhr Gespräch mit Christoph Rohrbach
Sonderausstellung im Seminarraum des Geschichtsortes Rudolf ten Hompel und das Zementrevier Beckum-Ennigerloh - Ausstellung einer Fotoserie von Christoph Rohrbach 16.00 Uhr: Christoph Spieker, der Leiter der Villa ten Hompel, im Gespräch mit dem Fotografen Christoph Rohrbach Nur wenigen Menschen ist bewusst, dass im Münsterland einst das größte zusammenhängende Zementrevier der Welt war. Zwischen Beckum, Neubeckum, Ennigerloh wurde in 32 Werken Zement produziert. Heutzutage sind davon aber nur noch vier Werke aktiv. Und so wie das Revier in Vergessenheit geraten ist, sind auch seine Zementbarone vergessen. Der schillerndste von ihnen war Rudolf ten Hompel, der mit seinem Wicking-Konzern zeitweilig an 14 Zementwerken in der Region beteiligt war. Anlässlich des „Tag des offenen Denkmals“ zeigt die Villa ten Hompel anhand eines Auszuges aus der Fotoserie „Das Zementrevier Beckum-Ennigerloh“, was aus den Werken Rudolf ten Hompels im Laufe der Jahrzehnte geworden ist. In Gänze wird die Serie ab dem 28. September 2014 im Stadtmuseum Beckum gezeigt werden. Der Fotograf Christoph Rohrbach hat ein Jahr lang recherchiert, Zeitzeugen interviewt und Luftbilder ausgewertet, um alle 32 Standorte von damals wiederzuentdecken und zu fotografieren. Obgleich die gezeigten Schwarz-Weiß-Fotografien die Anmutung historischer Dokumente besitzen, sind sie ausnahmslos in den Jahren 2013 und 2014 entstanden. Die ausgestellten Fotografien geben eine Ahnung vom Stolz und der Hybris des Zementbarons ten Hompel. Der Geschichtsort ist -wie immer am Sonntag- in der Zeit von 12.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. |
Mittwochsgespräch Dr. Elke Gryglewski 17.9.14, 19.00 Uhr
Mittwochsgespräch zum Rahmenthema "Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft Zum ersten Mittwochsgespräch nach den Sommerferien wird Dr. Elke Gryglewski zum Thema "Anerkennung und Erinnerung. Zugänge arabisch-palästinensischer und türkischer Jugendlicher zum Holocaust" berichten. Dass Jugendliche palästinensischer und türkischer Herkunft die Beschäftigung mit der Shoah mehrheitlich ablehnen und sich bei diesem Thema antisemitisch äußern, ist eine weitverbreitete Meinung. Elke Gryglewski stellt die Gegenthese auf, dass sich auch diese Jugendlichen für den Holocaust interessieren und Empathie für die Opfer entwickeln, wenn sie sich mit ihren Familiengeschichten anerkannt fühlen. In mehrmonatigen Projekten arbeitete sie als Pädagogin der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz mit Jugendlichen aus diesen Communities. Ihr begleitendes Forschungsprojekt zeigt, wie sie tatsächlich Zugänge zur Geschichte des Nationalsozialismus und der Shoah fanden. Dieser Befund ist nicht nur für das Lernen über die Geschichte der Shoah relevant. Auch die Frage, wie pädagogische Antworten auf neue Formen des Antisemitismus aussehen könnten, ist hier berührt.
Zur Referentin: Dr. Elke Gryglewski ist wissenschaftlich-pädagogische Mitarbeiterin in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin und Expertin für politische Bildungsarbeit. |
Yad Vashem Lectures, Dr. Elke Gryglewski, 18.9.14
Die 27. MultiplikatorInnen-Fortbildung für LehrerInnen und andere Interessierte findet am Donnerstag, dem 18.9. in der Zeit von 10.30 bis 16.00 Uhr statt. Dr. Elke Gryglewski (Berlin, Haus der Wannseekonferenz) wird die Fortbildung zum Thema: Geschichten teilen. Quellen und Methoden für eine interkulturelle Pädagogik zum Nationalsozialismus, Vorstellung eines didaktischen Dokumentenkoffers für den Unterrichtseinsatz, leiten. Teilnahmegebühr: 15,- Euro Anmeldung unter: tenhomp@stadt-muenster.de oder FAX: 0251-492-7918 Eine Kooperationsveranstaltung mit: Bezirksregierung Münster, Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V., Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e. V., Förderverein Geschichtsort Villa ten Hompel |
Schauraum "Nacht der Museen" 20.9.14
Öffentliche Führungen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten 16.00 Uhr, Thema 1: Nicht akademische Hausmeisterführung (Bernd Rösner) 18.00 Uhr, Thema 2: Polizei im Nationalsozialismus (Thomas Köhler) 20.00 Uhr, Thema 3: Umgang mit Nationalsozialismus im Münsterland (Christoph Spieker) Wir freuen uns über zahlreiche Besucher. Ein spannendes Programm, das bereits um 16.00 Uhr beginnt, Sie sind herzlich willkommen! Eintritt frei, Spende willkommen! |
15. Jahre Geschichtsort Villa ten Hompel, 28.9.14, 15.00 Uhr
Öffentliche Führung mit Stefan Querl Geschichte(n) auf der Spur: Öffentliche Führung mit 15 persönlichen Geschichten zur Villa ten Hompel durch Stefan Querl. Eintritt frei, Spende willkommen! |

Theater in der Villa
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Theater in der Villa, 1.10.14, 19.00 Uhr
"Bei ten Hompels unterm Sofa" Nicht-akademische szenische Führung durch die Villa Letzte Vorstellung in diesem Jahr! Nein – bei den ten Hompels sah es sicher nie so aus wie bei Hompels unterm Sofa; dafür wird die langjährige Hausdame Fräulein Lorch schon gesorgt haben. Sie wurde als treue und wackere Stütze Johanna ten Hompels im Haushalt und bei der Erziehung der Kinder beschrieben und wohnte im so genannten Fräuleinzimmer unter dem Dach. Norderney, Nierensteine, Kirchenglocken, Zementsäcke, 120 Stühle, Tennisplatz, … Unter dem Sofa hervorgekramt werden viel mehr Geschichten aus dem Berufs- und Familienleben Rudolf ten Hompels. Die Schauspielerin Agnieszka Barczyk, der Schauspieler Carsten Bender und der freiberufliche Historiker Daniel Gollmann haben ein Kessel Buntes zusammengestellt und verströmen in den Räumen einen Hauch es großbürgerlichen Luxus, in dem die Familie Rudolf ten Hompels schwelgte. Darunter auch ein ungelöstes Rätsel des Hauses… Dieser Frage wird in der nicht-akademischen szenischen Führung nachgespürt. Einlass ab 19.30 Uhr Der Eintritt beträgt 10 € pro Person. Reservierungen unter: Tel.: 0251-492-7101 oder tenhomp@stadt-muenster.de oder ausserhalb unserer Bürozeiten: Tel.: 0251-79 41 88. |
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Christoph Spieker beim Bürgerfest des Bundespräsidenten Große Ehre für die Villa ten Hompel Als Anerkennung der langjährigen historisch-politischen Bildungsarbeit des Geschichtsortes Villa ten Hompel wurde Christoph Spieker, als Leiter der Gedenkstätte, mit weiteren engagierten MitbürgerInnen von Bundespräsident Dr. h.c. Joachim Gauck ins Schloss Bellevue eingeladen und nahm am jährlichen Bürgerfest teil. |
Herbstferien 2014 - geöffnet-
ab 20. Oktober geschlossen
Ausstellung: In den Herbstferien sind die beiden Dauerausstellungen zu den offiziellen Öffnungszeiten zu besichtigen. Wegen Umbauarbeiten ist die Ausstellung ab 20. Oktober geschlossen. Die neue Ausstellung wird am 29. März 2015 eröffnet. |
Den nächsten Newsletter erhalten Sie Anfang Oktober. Herzlichst für das Team der Villa Helga Pape |
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© Stadt Münster, Geschichtsort Villa ten Hompel Kaiser-Wilhelm-Ring 28 48145 Münster |
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