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Willkommen auf der Homepage der Villa ten Hompel!
Der heutige Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster – ehemalige Fabrikantenvilla, Sitz der Ordnungspolizei im Nationalsozialismus, Ort der Entnazifizierung und Dezernat für Wiedergutmachung im Nachkriegsdeutschland – bietet heute Raum für die Auseinandersetzung mit geschichtlichen und aktuellen Themen zwischen Erinnerungskultur und Demokratieförderung am historischen Ort.
Aktuelle Meldungen
Gedenkveranstaltung der Schulen zum 27. Januar
Bettina Röwe (l.) und Dr. Uta Webbeler leiteten als Lehrkräfteabordnungen der Bezirksregierung das Vorbereitungsteam. © Stefan Querl
OB Tilman Fuchs übernimmt die Schirmherrschaft
Am Dienstag, 27. Januar 2026, findet auf dem Platz des Westfälischen Friedens hinter dem Rathaus um 11.30 Uhr eine gemeinsame Gedenkfeier anlässlich des internationalen Holocaustgedenktages statt. Alle weiterführenden Schulen aus Münster und Umgebung sind eingeladen, sich aktiv zu beteiligen. Schirmherr ist Oberbürgermeister Tilman Fuchs, der gemeinsam mit dem Regierungspräsidenten Andreas Bothe das Gespräch mit den Jugendlichen aus den Schulen suchen wird. Mit einem schulübergreifenden Team aus Lehrkräften haben in der Villa ten Hompel Bettina Röwe und Dr. Uta Webbeler, Lehrkräfte-Abordnungen für die „Erziehung nach Auschwitz“ bei der Bezirksregierung Münster, die Veranstaltung vorbereitet. Der Dienstagnachmittag steht im Zeichen des zivilgesellschaftlichen Gedenkens und der Religionsgemeinschaften, die zusammen an die Opfer des Holocaust erinnern.
Die Termine auf https://www.cjz-muenster.de/veranstaltungskalender/
Ohne Zoom-Übertragung, aber mit zusätzlichen Plätzen: Götz Aly am Mittwoch, 28. Januar, im Fürstenberghaus
Der Zeithistoriker und Publizist Götz Aly, wie hier bei seiner Lesung 2006 in Münster, sucht das Gespräch mit den Gästen und signiert seine Bücher am Mittwoch, 28. Januar, im Fürstenberghaus. Der Eintritt ist frei, es ist mit Andrang zu rechnen. © Stefan Querl
„Wie konnte das geschehen?“ Diese übergreifende Frage stellt Götz Aly nach intensiver wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust in seinem gleichnamigen Buch über Deutschland 1933 bis 1945. Die Bücher des bekannten Berliner Zeithistorikers, Publizisten und Gastprofessors sind in viele Sprachen übersetzt und mehrfach mit Preisen bedacht worden. Am Mittwoch, 28. Januar, um 19 Uhr wird er in Münster erwartet auf Einladung des Geschichtsortes Villa ten Hompel mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Kontaktstelle "Studium im Alter" an der Uni Münster, mit der Vereinigung "Gegen Vergessen Für Demokratie" und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Götz Aly spricht um 19 Uhr im Hörsaal F1 im Fürstenberghaus, Domplatz 20-22. Der Eintritt ist frei und ohne Anmeldung möglich. Frühzeitiges Einnehmen der Plätze (30 bis 45 Minuten vorher) wird dringend empfohlen. Die Veranstaltung wird nicht per Zoom übertragen. Vielmehr wird bei großem Andrang ein weiterer Hörsaal mit Übertragungstechnik geöffnet. Vor Ort besteht Gelegenheit, das Buch "Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933-1945" zu erwerben und sich signieren zu lassen.
https://www.deutschlandfunkkultur.de/goetz-aly-wie-konnte-das-geschehen-rezension-100.html
Foren für historisch hochsensible Themen
„Wie konnte das geschehen?“, fragt Götz Aly in seinem gleichnamigen Buch zu Deutschland 1933-1945. Die Vorstellung des Titels findet im Fürstenberghaus, Domplatz 20-22, in Münster statt © Susanne Schleyer
Volles Halbjahres-Programm von A bis Z: Von Aly im Fürstenberghaus bis „Zweite Karrieren. NS-Eliten im Nachkriegsdeutschland“
Ein deutsch-polnisches Gedenkstättenforum wird sich im März in Münsters Partnerstadt Lublin als Expertengremium gründen. Das teilte Stefan Querl, Leiter der Villa ten Hompel, bei der Vorstellung des neuen Programms für den Geschichtsort am Kaiser-Wilhelm-Ring mit. NS-Gedenkstätten beider Länder werden sich künftig regelmäßig austauschen. So bei ihrem Folgetreffen im Herbst in Dresden und danach abwechselnd dann in Polen und Deutschland, um politisch hochsensible Themenfelder wie Besatzungsverbrechen und deren Folgen, Ghettos oder die historischen Grenzerfahrungen zu bearbeiten. Aber auch drängende Fragen der Bestandssicherung von KZ-Baracken oder KI in der Bildungsarbeit.
Majdanek, die Gedenkstätte in Münsters Partnerstadt, übernehme dankenswerterweise die Federführung gemeinsam mit einem Team am Berliner Mahnmal für die ermordeten Juden Europas mit der Stabsstelle Deutsch-Polnisches Haus und der Stiftung Sächsische Gedenkstätten. Als Vizevorsitzender des Freundeskreises Münster-Lublin dankte Stefan Querl Oberbürgermeister Tilman Fuchs, Stadträtin Cornelia Wilkens, Justiziarin Michaela Heuer und dem gesamten Verwaltungsvorstand für die nachhaltige Unterstützung der deutsch-polnischen Städtepartnerschaft. Zumal Münster jetzt mit Lublin auch daran anknüpfe, im Baltikum ein maßgebliches Gründungsmitglied des Riga-Komitees gewesen zu sein vor 25 Jahren.
Ein Dank gebühre hausintern aber auch dem Konzeptions- und Redaktionsteam für die Veranstaltungen: Thomas Köhler, Karolin Engel, Naomi Roth mit vertrauten externen Kooperationspartnern wie der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte (WIR), denn auch im ersten Halbjahr 2026 sei es möglich, kostenfreie und in aller Regel frequenzstarke Formate anzubieten. Und das unter klaren Themenlinien wie etwa bei den Mittwochsgesprächen.


