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Willkommen auf der Homepage der Villa ten Hompel!
Der heutige Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster – ehemalige Fabrikantenvilla, Sitz der Ordnungspolizei im Nationalsozialismus, Ort der Entnazifizierung und Dezernat für Wiedergutmachung im Nachkriegsdeutschland – bietet heute Raum für die Auseinandersetzung mit geschichtlichen und aktuellen Themen zwischen Erinnerungskultur und Demokratieförderung am historischen Ort.
Aktuelle Meldungen
Öffentlicher Rundgang „Weibliches Handeln im Nationalsozialismus und seine Betrachtung“
Elisabeth Beyenburg (Schreibkraft im Befehlssitz der Ordnungspolizei im Wehrkeis IV) mit Mitgliedern der Ordnungspolizei © Villa ten Hompel
Sonntag, 28. Juni 2026 | 15 Uhr
Ein neuer öffentlicher Rundgang in der Villa ten Hompel stellt Frauen im Nationalsozialismus in den Mittelpunkt. Welche Handlungsräume hatten sie und welche unterschiedlichen Formen der Täterinnenschaft lassen sich ausmachen? Ausgehend von der historischen Betrachtung wird außerdem diskutiert, wie Geschlechterbilder die Betrachtung weiblichen Handelns im Nationalsozialismus bis heute prägen, denn: Täterinnen wurden in Einzelfällen durch Narrative der „Bestie" oder „Hexe" als abnorme Kreaturen dargestellt, in der Masse jedoch als „unpolitisch, machtlos und naiv" von Schuld freigesprochen. Auch diesen Mythen wird im Rundgang auf den Grund gegangen.
Treffpunkt: Foyer der Villa ten Hompel
Dauer: ca. 90 bis 120 Minuten
Trauer um Wolfgang Jacobmeyer
Der Fachbeirat in seiner Gründungskonstellation mit Prof. Dr. Wolfgang Jacobmeyer (oben mittig), in der Ausstellung der Villa ten Hompel, Winter 2008 © Stefan Querl
Emeritus der Uni Münster aus dem Fachbeirat der Villa ten Hompel verstarb im Alter von 85 Jahren
Am vergangenen Freitag, 12. Juni 2026, verstarb Prof. Dr. Wolfgang Jacobmeyer, Emeritus des Instituts für Didaktik der Geschichte an der Universität Münster, wie die Hochschule mitteilte. Das langjährige Mitglied des Fachbeirates für den Geschichtsort Villa ten Hompel wäre am 27. Juli 86 Jahre alt geworden. Die Gedanken und das Mitgefühl aller im Gremium und des Teams sowie des Fördervereins der Villa ten Hompel sind bei den Trauernden wie seiner Frau Jutta Jacobmeyer, der gesamten Familie und bei denen im Institut, die ihm auch über seine Pensionierung hinaus nahe standen.
zum Nachruf
Historikerin Gisela Möllenhoff aus Münster trug in der KZ-Gedenkstätte Groß Rosen in Niederschlesien vor
Ökumenische Begegnung in Breslau nahm NS-Verfolgungsschicksale während des Zweiten Weltkriegs und die deutsch-polnisch-schlesischen Grenz- und Leidenserfahrungen in den Blick
Während einer ökumenischen Exkursion in Niederschlesien hielt Gisela Möllenhoff einen Vortrag über ihre langjährigen Recherchen zu Flucht, KZ-Haft und Verfolgung jüdischer Familien aus Münster und Umgebung. Bereits seit den 1980er Jahren forscht sie mit Rita Schlautmann-Overmeyer, dem Team der Villa ten Hompel und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster sowie anderen Personen und Institutionen zu dem Thema. Am KZ-Gedenkort Groß Rosen würdigten die beiden Beauftragten gegen Antisemitismus von Universität und Stadt Münster, Dr. Ludger Hiepel aus der Katholisch-Theologischen Fakultät und Stefan Querl, Leiter der Villa ten Hompel, den jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz Möllenhoffs.
Wenn die Polizei zur Täterin wird
Ergebnisse eines Workshops zur Geschichte der Polizei im Nationalsozialismus in Ostfriesland
Am 12. März 2026 fand im Landschaftsforum der Ostfriesischen Landschaft in Aurich ein Workshop unter dem Titel „Polizei im Nationalsozialismus in Ostfriesland“ statt. Peter Römer, pädagogisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Leiter der Villa ten Hompel, sprach dort über Möglichkeiten und Herausforderungen einer regionalen Erforschung der Polizei im Nationalsozialismus, unter anderem am Beispiel der Villa ten Hompel.


