Stadt Münster: Villa ten Hompel - Geschichtsort

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Geschichtsort

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Auseinandersetzung ist Teamarbeit - Schulung der pädagogisch Mitarbeitenden

Wissen - Orientierung - Reflexion

Die Villa ten Hompel in Münster – ehemaliges Wohnhaus des Zementfabrikanten Rudolf ten Hompel aus der Weimarer Republik, Sitz der Ordnungspolizei im Nationalsozialismus und in der Bundesrepublik Ort der Entnazifizierung und Dezernat für Wiedergutmachung – ist heute ein Geschichtsort.

Hier vermittelt ein engagiertes Team als "didaktische Schnittstelle" jüngere Zeitgeschichte am historischen Ort. Die Villa ten Hompel ist ein Denkort für die Auseinandersetzung mit historischen und aktuellen Themen zwischen Geschichtskultur und Demokratieförderung. Dies zeigen auch die folgenden Eindrücke aus dem vergangenen Jahr 2014:


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Teilnehmende des 25. Internationalen Kolloquium zur Polizeigeschichte

Public history: Theater, Vorträge, Tagungen

Hochkarätige Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Publizistik konnte Villa-Leiter Christoph Spieker bei der Vortrags- und Gesprächsreihe "Mittwochsgespräche" begrüßen. Dr. Ronen Steinke, Journalist bei der Süddeutschen Zeitung, stellte seine international gelobte neue Biografie über Fritz Bauer vor. Mit Prof. Dr. Michael Göring war einer der einflussreichsten Stiftungsmanager Europas zu Gast. Der Vorstandsvorsitzende der ZEIT-Stiftung las aus seinem neuen Roman "Vor der Wand" – eine Geschichte um den familiären Umgang mit der Verstrickung des Vaters in NS-Verbrechen. An die Thematik der "Aufarbeitung" knüpfte Prof. Dr. Martin Sabrow, der Leiter des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam, an. Er diskutierte, warum in Deutschland ein "Boom" der geschichtlichen Aufarbeitung herrsche.

Dass die Villa ten Hompel seit mehr als einem Jahrzehnt ein international bekanntes Zentrum für Polizeigeschichtsforschung ist, zeigte sich eindrucksvoll beim "25. Internationalen Kolloquium zur Polizeigeschichte". Drei Tage lang diskutierten Experten aus den USA, Europa und Deutschland über aktuelle Forschungsansätze.


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Mehr als 180 Schulklassen besuchten den Geschichtsort 2014

Vielfältige Vermittlung: Seminare und Gedenkstättenfahrten

Die Villa ten Hompel gilt vielen Berufsgruppen als Beispiel eines innovativen externen historischen Lernorts. Neben Gruppen der Polizei, Bundeswehr und Pflegeberufen bilden sich auch Justizvollzugsanstellte im Rahmen des Seminars "Werteorientiertes Handeln" in der Villa fort. Mit Hilfe der Ausstellung und Multimedia-Angeboten werden Diskussionsanreize geschaffen, um die ethischen Dimensionen ihres Arbeitsalltags zu reflektieren.

Für die Studierenden und Ehrenamtlichen, die in der Kooperation der Villa ten Hompel mit der Akademie Franz Hitze Haus Gedenkstättenfahrten organisieren, boten die großen Erinnerungsanlässe des Jahres 2014 aktuelle Anknüpfungspunkte, ihre Kenntnisse zu vertiefen und die Methodenvielfalt auszuweiten. In den KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Auschwitz wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Rundgängen intensiv geschult. Als Gäste nutzten sie die Gelegenheit, vor Ort hoch betagte Überlebende der Shoah zu interviewen.


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Feierliche Unterschrift: Kooperationsabkommen mit Yad Vashem

Internationaler Austausch

Auf Einladung der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem nahm Villa-Mitarbeiter Stefan Querl an einer Fachtagung in Rom unter Vorsitz der italienischen EU-Ratspräsidentschaft teil, die dem Aufbau eines neuen gesamteuropäischen Fortbildungsnetzwerkes diente. Der neue Direktor der International School for Holocaust Studies in Jerusalem, Dr. Eyal Kaminka lobte die Ansätze zur (selbst)kritischen deutschen Täterforschung in der "Villa".

Forschungs- und Vermittlungsansätze der Villa ten Hompel stellte Thomas Köhler auf internationalen Tagungen vor. In Bregenz diskutierte er auf Einladung des Netzwerkes "erinnern.at" zum Thema "Learning about perpetrators of the Nazi period".  Im russischen Perm referierte Köhler bei einem Wissenschaftsaustausch des "Petersburger Dialoges" der Bundesregierung und des Rates des Präsidenten der russischen Föderation.


 

Zusatzinfos

Kontakt

Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Tel. 02 51/4 92-71 01
Fax 02 51/4 92-79 18



Öffnungszeiten

Mittwoch, Donnerstag: 18-21 Uhr
Freitag bis Sonntag: 14-17 Uhr

Bürozeiten

Di, Mi, Fr: 9-12 Uhr
Do: 9-16 Uhr
Außerhalb dieser Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet. Wir rufen Sie gerne zurück.

Führungen und Projekttage nach Vereinbarung.

So sind wir zu erreichen:

Per Bus mit der Ringlinie 34 (Haltestelle: Villa ten Hompel), sowie den Linien 2, 10 (Haltestelle: Hohenzollernring / Finanzgericht) und 7 (Haltestelle: Elisabet-Ney-Straße)

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