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Willkommen auf der Homepage der Villa ten Hompel!
Der heutige Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster – ehemalige Fabrikantenvilla, Sitz der Ordnungspolizei im Nationalsozialismus, Ort der Entnazifizierung und Dezernat für Wiedergutmachung im Nachkriegsdeutschland – bietet heute Raum für die Auseinandersetzung mit geschichtlichen und aktuellen Themen zwischen Erinnerungskultur und Demokratieförderung am historischen Ort.
Aktuelle Meldungen
Stifter für Gedenkprojekte von Vereinen, Schulen und Hochschulen im Münsterland ist neuer Ehrenbürger der Stadt Billerbeck
Geschichtsort Villa ten Hompel gratuliert dem Unternehmer Wolfgang Suwelack und der früheren Bürgermeisterin Marion Dirks
In einer feierlichen Sondersitzung in der Geschwister-Eichenwald-Aula hat der Rat der Stadt Billerbeck dem Unternehmer Wolfgang Suwelack die Ehrenbürgerwürde verliehen und Marion Dirks zur neuen Ehrenbürgermeisterin erklärt. Zu den ersten Gratulanten nach Bürgermeister Marco Lennertz gehörten Stefan Querl von der Villa ten Hompel, der Wolbecker Künstler und Designer Christoph Sandkötter und Stiftungsberaterin Anja Leiers von der kirchlichen DKM-Bank, die beide für das nachhaltige regionale Engagement in der Geschichtskultur und im jüdisch-christlichen Dialog lobten. So beispielsweise durch die besondere Gestaltung des früheren jüdischen Gebetsraumes und des Friedhofs, auf dem zwei leere großformatige Rahmen mahnend an die beiden während der Shoah verschollenen jüdischen Kinder erinnern, nach denen die Stadt- und Schulaula benannt ist. In Münster ermöglicht die Wolfgang-Suwelack-Stiftung in erheblichem Umfang Gedenkstättenfahrten, Friedens- und Kunstprojekte von Vereinen, Religionsgemeinschaften, Schulen und Hochschulen zur Zeitgeschichte, wie der Leiter des Geschichtsortes der Stadt Münster als neu berufenes Mitglied im dreiköpfigen Stiftungsvorstand dankbar betonte. Auch Begegnungen zwischen verschiedenen Generationen im Baltikum und konkrete Hilfe für hochbetagte Ghetto- und KZ-Überlebende in Riga seien durch Förderlinien möglich, hieß es.
Unterstützung von Franken aus für die Villa ten Hompel
Portrait Imanuel Baumann, © Christine Dierenbach
Privatdozent Dr. Imanuel Baumann, Direktor des NS-Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, wurde einstimmig in den Fachbeirat berufen
Der Kulturausschuss der Stadt Münster hat den Privatdozenten Dr. Imanuel Baumann in den Fachbeirat der Villa ten Hompel berufen. Der Direktor des vielbeachteten Nürnberger Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände, der am kommenden Sonntag sein 52. Lebensjahr vollendet, verstärkt das zwölfköpfige Gremium, das den Geschichtsort in allen Strategie-, Konzeptions-, Forschungs- und Vermittlungsfragen unterstützt. Herzlich dankte Stefan Querl, Leiter der Villa ten Hompel, dem Kulturausschuss für das Vertrauen der einstimmigen Berufung und dem Historikerkollegen für seine Bereitschaft, sich unentgeltlich mit für die Villa ten Hompel und für Münster zu engagieren.
Imanuel Baumann studierte Neuere und Neueste Geschichte, Literatur- und Kunstgeschichte an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau. Er promovierte dort zur Geschichte der Kriminalwissenschaft und zum Umgang mit Straftätern im 20. Jahrhundert und habilitierte sich danach an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er hat dort die Lehrbefugnis für das Fach Neuere und Neueste Geschichte.
Den Vorsitz des ehrenamtlich arbeitenden Fachbeirates Villa ten Hompel hat Prof. Dr. Markus Köster aus Münster, Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen, inne. Stellvertretende Vorsitzende ist die Professorin Dr. Isabel Heinemann vom Institut für Zeitgeschichte in München und Berlin, die u.a. auch an den Universitäten in Freiburg, Münster und Bayreuth tätig war.
Auch ein gemeinsamer Austausch über akute Sorgen hilft
Während der Jugendbegegnung konnten Anna-Lena von Krenski und die anderen jungen Erwachsenen ihr Wissen über das NS-Unrecht erweitern, und den bereichernden Austausch miteinander erfahren. © DBT / Stella von Saldern
Jugendbegegnung des Bundestages mit einem Programm auch in NS-Gedenkstätten: Anna-Lena von Krenski aus dem FSJ Kultur in der Villa ten Hompel berichtet von ihren Eindrücken.
Anna-Lena von Krenski, in diesem Jahr die Person aus dem Team der Villa ten Hompel im FSJ, Freiwilligen Sozialen Jahr Kultur, nahm an der internationalen Jugendbegegnung 2026 des Deutschen Bundestages teil. Hier berichtet sie von ihren Eindrücken:
„Im Fokus der diesjährigen Jugendbegegnung stand das Schicksal von Frauen und Kindern während des Holocausts. In den sechs Tagen hatte ich die Gelegenheit, mich mit etwa 70 anderen jungen Erwachsenen intensiv mit Themen der Gedenkstätte Ravensbrück auseinanderzusetzen und außerdem das Jüdische Museum und das NS-Dokumentationszentrum in Berlin zu besuchen.“
„Trotz heftiger historischer Kontroversen einen Konsens finden“
© Stefan Querl
Deutsch-polnisches Gedenkstättenforum nahm in Lublin seine Arbeit auf: Folgetreffen in Dresden und Danzig
Im Beisein des deutschen Botschafters und des polnischen Kultusministers ist offiziell ein Gedenkstättenforum beider Länder gegründet worden. 40 binational geladene Fachleute und Kulturschaffende entwickelten über drei Tage eine erste leitende Handlungsstrategie für Forschungstransfers und Vertiefungen des Austausches der Länder. Unter ihnen war Stefan Querl als Leiter des Geschichtsortes Villa ten Hompel und Vize-Vorsitzender des Freundeskreises Münster-Lublin. Getagt wurde in Lublin, in der Universitäts- und Partnerstadt von Münster, zudem an den Erinnerungsorten zur berüchtigten „Aktion Reinhardt“ im Zweiten Weltkrieg während der Shoah; heute das Gebiet zwischen Polen und Belarus und der Ukraine am Grenzfluss Bug. Noch während des Kalten Krieges, in 1988, hatte Querl erstmals die Gedenkstätte Auschwitz im polnischen Oświęcim besucht. Der Zeithistoriker gestaltet seither regelmäßig Bildungs- und Begegnungsprojekte zwischen den beiden Ländern. Deren wechselvolle Grenz- und Leidenserfahrungen nicht nur im 20. Jahrhundert waren intensiv Thema des Forums, das im November im sächsischen Dresden und 2027 in Danzig/Gdańsk fortgesetzt werden solle, so Querl: „Trotz heftiger historischer Kontroversen den Konsens im Miteinander zu finden, ist die große Aufgabe. Die Herzlichkeit und Offenheit dafür waren auf beiden Seiten direkt positiv spürbar.“ Auch der Freundeskreis signalisierte über seine erste Vorsitzende, Joanna Harmus, und den Vorstand Bereitschaft, sich an diesem Prozess der Vertrauensbildung zu beteiligen.
Drehbuch Geschichte 2026: Die vierte Gewalt - Journalismus im Film
Gestalten die Reihe „Die vierte Gewalt – Journalismus im Film“ gemeinsam © Christopher Neumann
Ab 17. März startet die Filmreihe zum Thema „Die vierte Gewalt - Journalismus im Film“ im Cinema, Warendorfer Straße. Das Programm bietet eine breite Auswahl verschiedener Filmgenres – von klassischen Werken über Politdramen – bis hin zur klassischen Dokumentation. Neben den Filmvorführungen besteht an allen Abenden auch die Möglichkeit zur Diskussion.
Der Vorverkauf läuft online und an der Kinokasse.
Details zur Filmreihe
Flyer zur Filmreihe


