Seiteninhalt
Katzenkastration
Kastrieren schützt Katzen in Münster
Mit der Infokampagne „Kastrieren schützt Katzen” informiert das Gesundheits- und Veterinäramt Münster zusammen mit den lokalen Tierschutzorganisationen über die Bedeutung der Katzenkastration und die geltenden Regelungen in Münster.
Plakat der Infokampagne zum Download
Warum ist die Kastration von Freigängerkatzen wichtig?
Das gemeinsame Ziel ist es, durch die Kastration von Katzen Tierleid zu vermeiden. Katzenhalterinnen und Katzenhalter leisten mit der Kastration ihres Tieres einen wichtigen Beitrag zum Tier- und Gesundheitsschutz in Münster. Kastrieren von Katzen:
- schützt vor Leid und Krankheiten,
- fördert ein gesundes und langes Leben
- und entlastet Tierheime.
Rechtliche Regelungen
Seit Januar 2025 gilt in allen Stadtteilen der Stadt Münster die Verordnung zum Schutz freilebender Katzen. Alle Katzen mit Freigang müssen auf dem Stadtgebiet:
- kastriert,
- in einem Haustierregister registriert (Links siehe unten)
- und mit Mikrochip gekennzeichnet sein.
Häufige Fragen und Antworten
Ab welchem Alter kann meine Katze kastriert werden?
Auch wenn bereits die Kastration ab der zwölften Wochen möglich ist, so empfiehlt die WSAVA (World Small Animal Veterinary Association) eine Kastration bei gehaltenen Katzen im Alter von fünf bis acht Monaten, jedoch vor der Geschlechtsreife. Es wird bei großen Rassen, wie z. B. Maine Coon, empfohlen, das Wachstum abzuwarten. Einige Studien vermuten einen nachteiligen Einfluss auf den Knochenapparat bei zu früher Kastration. Freilebende Katzen sollten auf jeden Fall vor der Geschlechtsreife kastriert werden.
Wo kann ich meine Katze kastrieren lassen?
Bei der Tierarztpraxis Ihres Vertrauens.
Was kostet eine Kastration?
Die Kosten richten sich nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Abhängig von der gewählten Operationsmethode und des Geschlechts des Tieres kann man mit Kosten von ungefähr 150 bis 300 Euro rechnen. Die Kastration von Katern ist in der Regel günstiger als die von weiblichen Katzen.
Gibt es Unterstützung für einkommensschwache Haushalte?
Derzeit gibt es von der Stadt Münster keine Unterstützung für einkommensschwache Haushalte.
Was bedeutet Katze mit Freigang?
Freigängerkatzen sind Katzen die unbeaufsichtigt außerhalb ihres Zuhauses ihrem natürlichen Jagd- und Revierhalten nachgehen. Hierbei können sie sowohl auf andere Freigängerkatzen als auch freilebende Katzen treffen.
Muss auch eine Wohnungskatze kastriert und gekennzeichnet werden?
Reine Wohnungskatzen müssen nicht aufgrund der Verordnung kastriert werden. Sofern es sich nicht um eine Zuchtkatze handelt, ist die Kastration und Kennzeichnung dieser Katzen ebenfalls sinnvoll. Durch die Kastration werden die weiblichen Katzen nicht mehr mehrmals im Jahr „rollig”. „Rolligkeiten” können zur sogenannten „Dauerrolligkeit“ führen. Hierbei kann es zu erhöhter Aggressionsbereitschaft gegenüber den Haltern kommen. Unkastrierte Kater zeigen in der häuslichen Umgebung ihr normales Revierverhalten. Sie können ihr Umfeld durch Kratzen und vermehrte Urinabgabe markieren, was zu einer starken Geruchsbildung führt. Auch bei unkastrierten Katern ist das Aggressionsverhalten erhöht.
Die Kennzeichnung und Registrierung ermöglicht es, sein Tier bei Entweichen zurückzubekommen.
Was sind die Vor- und Nachteile einer Kastration?
Vorteile einer Kastration:
- höhere Lebenserwartung
- Verhinderung von ungewolltem Nachwuchs
- Senkung von Gesundheitsrisiken wie Gebärmutterkrebs bei Katzen, Hodenkrebs bei Katern, Katzenaids oder Leukose
- Verminderung von Verletzungen aufgrund von Revierkämpfen
- ruhigeres Verhalten beziehungsweise weniger aggressives Verhalten gegenüber anderen Katzen und auch den Haltern
- kein Markieren im Haushalt durch Kratz- und Duftmarken
Nachteile einer Kastration:
- Narkoserisiko
- Gewichtszunahme nach der Kastration
- Grundsätzliches Risiko: Nach einer Operation kann es in seltenen Fällen zu dauerhaften Problemen oder Nebenwirkungen kommen.


