die Bevölkerungsentwicklung in Münster ist vor allen Dingen durch die Wanderungen geprägt – also durch die Zuzüge und Fortzüge der Menschen. Insbesondere zu Beginn des Wintersemesters an den Hochschulen erfährt Münsters Bevölkerung regelmäßig einen Zuwachs. Doch nach den Angaben von Information und Technik Nordrhein-Westfalen belegen die Oktober-Daten der letzten Jahre, dass dieser Rhythmus schwächer wird. Die Statistikdienststelle hat die Daten ausgewertet. Newsletter mit Grafiken Zum Beginn des Wintersemesters sieht man nicht nur auf Münsters Straßen viele junge Menschen, die ihre neue Heimat erkunden. Auch die Meldebehörden haben im Oktober gut zu tun, denn es melden sich in den Jahren 2012-2020 durchschnittlich 3.420,4 Personen im Oktober an. Seit 2018 sinken jedoch die Zahlen der Zugezogenen im Oktober kontinuierlich. 2020 zogen 2.874 Menschen nach Münster; das sind 16 Prozent weniger als im Durchschnitt 2012-2020. Die Differenz von Zugezogenen und Fortgezogenen bildet das Wanderungssaldo. Für den Monat Oktober ergibt sich regelmäßig ein Wanderungsgewinn, weil viele Personen zu Semesterbeginn nach Münster ziehen, aber Fortzüge eher über das Jahr verteilt sind. Das ist in den Jahren 2012-2020 nicht anders. Durchschnittlich ziehen im Oktober 3.420,4 Personen nach Münster, während 2.131,3 Personen die Stadt verließen. Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Wanderungssaldo von + 1.289,1 Personen. Seit 2018 schwächt sich der Wanderungsgewinn im Oktober deutlich ab und lag jeweils unter + 1.000 Personen. Auswirkungen der Corona-Pandemie sind trotz verstärkter Nutzung von digitalem Unterricht an den Hochschulen und Home-Office 2020 im Vergleich zum Vorjahr nicht erkennbar. |